Allwetterzoo-Sanierung
Kritik an höheren Eintrittspreisen

Münster -

Grünes Licht für eine umfassende Neuausrichtung des Allwetterzoos: Für 51 Millionen Euro wird der Tierpark modernisiert. Dass dadurch auch die Eintrittspreise ansteigen sollen, stieß im Rat aber auf deutliche Kritik.

Donnerstag, 05.07.2018, 15:30 Uhr aktualisiert: 05.07.2018, 17:35 Uhr
So könnte der „neue“ Allwetterzoo nach Umsetzung des Masterplans aussehen. Foto: Allwetterzoo

Der Rat der Stadt hat am Mittwochabend mit breiter Mehrheit das Konzept „Masterplan Allwetterzoo Münster 2030 plus“ beschlossen. Insgesamt 51 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren in den Allwetterzoo investiert werden – 20 Millionen Euro wird die Stadt beisteuern, 31 Millionen Euro der Zoo.

Der Masterplan erhielt zwar parteiübergreifende Zustimmung – lediglich die AfD votierte gegen das Konzept. Die geplante Erhöhung der Eintrittspreise – in mehreren Schritten um insgesamt neun Euro pro Person – stieß allerdings auch auf Kritik.

Kritik an Eintrittspreisen

„Die Eintrittspreise sind ohnehin schon hoch“, so Rüdiger Sagel . „Für Familien mit Kindern ist das kaum noch bezahlbar.“ Aktuell liegt der Eintritt bei 18,90 Euro pro Person, bis Ende des kommenden Jahrzehnts würde er auf 27,90 Euro ansteigen. „Wir sollten uns Gedanken machen, wie wir den Eintritt perspektivisch wieder senken können“, so Sagel. Auch Grünen-Ratsherr Jörn Möltgen stellte klar, „dass wir die Eintrittspreise im Augen behalten müssen“. Zugleich verwies er darauf, dass Inhaber des Münster-Passes einen deutlich reduzierten Eintrittspreis bezahlen. SPD-Ratsfrau Petra Seyfferth regte Modifizierungen bei den Eintrittspreisen an. So erhalten im Leipziger Zoo Kinder bis einschließlich fünf Jahre freien Eintritt – in Münster müssten aktuell jedoch bereits Dreijährige eine Karte lösen. „Es gibt noch viele andere Möglichkeiten, beim Eintritt an den Stellschrauben zu drehen“, so Seyf­ferth.

Drei Bauabschnitte

Der Masterplan sieht unter anderem vor, die zoologische Präsentation grundsätzlich neu auszurichten – und zwar nach Klimazonen. Die Qualität der Tierhaltung soll ebenso verbessert werden wie die Attraktivität der Einrichtung. Vor allem aber soll in die bauliche Infrastruktur investiert werden.

„Das Programm des Masterplans rechtfertigt die hohen Investitionen“, stellte am Mittwochabend CDU-Ratsherr Peter Laurenz Börgel klar. FDP-Ratsfrau Carola Möllemann-Appelhoff gab indes eine Protokollerklärung ab, dass nach Umsetzung des ersten von drei Bauabschnitten ermittelt werden soll, ob sich danach die Besucherzahl tatsächlich erhöht. Falls nicht, sollen die weiteren geplanten Projekte „überprüft werden“.

Tiere im Allwetterzoo Münster

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  • montage

    Pelikane, Tiger, Erdmännchen & Co.: Entdecken Sie mit unseren Bildern den Allwetterzoo!

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Noch gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Schnee? Der Gepard trägt es mit Fassung.

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  • Gar nicht braun, so ein syrischer Braunbär...

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tiger Fedor kam im Juli 2017 in den Allwetterzoo.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein lustiges Outfit tragen die Bongos.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ist das bequem? Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Bad in der Sonne: ein amerikanischer Nasenbär.

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  • Hier fürchtet ihn niemand: Der Wolf ist im Zoo willkommen.

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  • Nein, das juckt nicht: Ein Vogel ist auf dem Nashorn-Horn gelandet . . .

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • . . . und fliegt wieder weg.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Zwei Pelikane.

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  • Ein Pelikan.

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  • Eine stolze Pracht trägt der Kronenkranich.

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  • Er ist klein, und dann duckt er sich auch noch: ein junger Straß.

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  • Im Afrika-Berich gibt es auch Defassa-Wasserböcke.

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  • Tigerin Nely wundert sich, dass das Wasser in ihrem Gehege zugewuchert ist.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Auch sie landen im Zoo: Störche.

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  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Immer auf der Hut: Erdmännchen.

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  • Ein durstiger Defassa-Wasserbock.

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  • Geduckt: ein Strauß.

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  • Kronenkranich.

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  • Diese Wildkatze hat Punkte - also ist es ein Gepard.

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  • Brillenpinguine.

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  • Brillenpinguine leben eigentlich an der afrikanischen West- und Südküste, deshalb finden sie es in Münster nicht viel zu warm.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Syrischer Braunbär.

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  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Bongos sehen komisch aus.

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  • Gänsegeier im Schnee

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  • Gepard

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  • Brillenpinguine

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  • Ein Trampeltier mit Schnee-Schnute.

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  • Ein Wolf.

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  • Syrischer Braunbär.

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  • Gepard im Schnee.

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  • Ein Wolf lugt hervor.

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  • Wer erkennt die Unterschiede? Die Tiger Nely (links) und Fedor.

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  • Bauchlandung: zwei Brillenpinguine.

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  • Kaum bekannt, aber auch niedlich: ein chinesischer Muntjak.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Oran Utan

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
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  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner

Erfreut reagierte der Zoo-Verein auf die Entscheidung des Rates. „Der Zoo gehört mit seinen bald 145 Jahren zu Münster. Das hat der Rat mit seiner Entscheidung zur Teilfinanzierung des Masterplans untermauert“, so Vorstandsvorsitzender Helge Peters. „Wir sind froh, dass die Politik die Pläne zur Zukunft des Zoos unterstützt. Und auch wir, als Verein mit mehr als 12.000 Mitgliedern, werden den Zoo auf dem Weg in die Zukunft kräftig unterstützen.“

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