Prozess
Drogendealer muss ins Gefängnis

Münster -

Ein 31-jähriger Mann musste sich am Mittwoch vor dem Landgericht in Münster wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Angeklagt war der Mann aus Münster, weil er im Februar und März 2017 mit Marihuana, Amphetamin und Ecstasy Tabletten im Wert von über 10.000 Euro gehandelt und einen Teil selbst konsumiert haben soll.

Mittwoch, 14.03.2018, 16:03 Uhr

Foto: dpa (Symbolbild)

In seiner Wohnung wurden mehrere Drogen aufgefunden, unter anderem 70 Gramm Marihuana, 400 Gramm Amphetamin und 170 Ecstasy-Tabletten. Weitere Drogen hatte er in der Wohnung seiner Freundin deponiert. Gefasst wurde der 31-Jährige bei einem Schein-Geschäft mit einem seiner Abnehmer, der sich nach eigener Festnahme entschieden hatte, mit der Polizei zusammenzuarbeiten. Vor Gericht gestand der Angeklagte seine Taten und bedauerte sie.

Die Richter verhängten eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren wegen des Handelns mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in zwei Fällen. Als das Urteil verkündet wurde, brachen der Angeklagte und seine Mutter im Zuschauerbereich in Tränen aus. Der Mann wurde 2010 schon einmal wegen Drogenhandels verurteilt. Die Strafe von damals schien ihn aber nicht von weiteren Taten abzuhalten, sodass der Richter sich für dieses Strafmaß entschied. Der 31-Jährige hatte schon mehrfach Berufsausbildungen abgebrochen und sich 2016 freiwillig einer Drogentherapie unterzogen. Nun will er versuchen, während des Vollzugs eine Ausbildung zu machen, um wieder Stabilität in sein Leben zu bringen, betonte er.

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