Trotz intensiver Therapie
Orang-Utan aus dem Allwetterzoo eingeschläfert

Münster -

Bereits seit Jahren stand Nonja unter tierärztlicher Beobachtung, da sie aufgrund einer ausgeheilten Fraktur ihrer linken Hüfte, das Bein nachzog. Allerdings kam sie damit sehr gut zurecht und verhielt sich ansonsten unauffällig. Seit Sommer 2017 wurde sie erneut auffällig, da sie nun auch ihr anderes Bein nachzog, informiert der Allwetterzoo in einer am Mittwoch veröffentlichten Pressemitteilung.

Mittwoch, 17.01.2018, 14:50 Uhr aktualisiert: 17.01.2018, 14:53 Uhr
  Foto: Allwetterzoo Münster / C. Matzke

Zudem verschlechterte sich ihr allgemeiner Zustand deutlich, so dass die Zoologische Leitung und das Zootierärzte-Team beschlossen, Nonja zu röntgen, um die Ursache für ihren Zustand festzustellen. Es wurden keine röntgenologischen Auffälligkeiten festgestellt, die über die altersbedingte Abnutzung hinausgingen. Um sicher zu sein, folgte im August noch ein CT von Nonjas Beinen und ihrem Rücken. Dieses bestätigte, dass das linke Bein komplett versteift und das rechte in der Hüfte blockiert war. Es folgte eine Therapie ähnlich wie bei einem Menschen, der an Arthrose erkrankt ist.

Tiere im Allwetterzoo Münster

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  • montage

    Pelikane, Tiger, Erdmännchen & Co.: Entdecken Sie mit unseren Bildern den Allwetterzoo!

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Noch gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Schnee? Der Gepard trägt es mit Fassung.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht braun, so ein syrischer Braunbär...

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger Fedor kam im Juli 2017 in den Allwetterzoo.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein lustiges Outfit tragen die Bongos.

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  • Foto: Oliver Werner
  • Ist das bequem? Ein Malaienbär.

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  • Bad in der Sonne: ein amerikanischer Nasenbär.

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  • Hier fürchtet ihn niemand: Der Wolf ist im Zoo willkommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nein, das juckt nicht: Ein Vogel ist auf dem Nashorn-Horn gelandet . . .

    Foto: Gunnar A. Pier
  • . . . und fliegt wieder weg.

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  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zwei Pelikane.

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  • Ein Pelikan.

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  • Eine stolze Pracht trägt der Kronenkranich.

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  • Er ist klein, und dann duckt er sich auch noch: ein junger Straß.

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  • Im Afrika-Berich gibt es auch Defassa-Wasserböcke.

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  • Tigerin Nely wundert sich, dass das Wasser in ihrem Gehege zugewuchert ist.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auch sie landen im Zoo: Störche.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Immer auf der Hut: Erdmännchen.

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  • Ein durstiger Defassa-Wasserbock.

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  • Geduckt: ein Strauß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kronenkranich.

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  • Diese Wildkatze hat Punkte - also ist es ein Gepard.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine leben eigentlich an der afrikanischen West- und Südküste, deshalb finden sie es in Münster nicht viel zu warm.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bongos sehen komisch aus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gänsegeier im Schnee

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gepard

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  • Brillenpinguine

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  • Ein Trampeltier mit Schnee-Schnute.

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  • Ein Wolf.

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  • Syrischer Braunbär.

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  • Gepard im Schnee.

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  • Ein Wolf lugt hervor.

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  • Wer erkennt die Unterschiede? Die Tiger Nely (links) und Fedor.

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  • Bauchlandung: zwei Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kaum bekannt, aber auch niedlich: ein chinesischer Muntjak.

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  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Oran Utan

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
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  • Foto: Oliver Werner
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  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner

Irreparable Beinschäden

Ende Dezember stellten die Pfleger und Tierärzte Schwellungen am Gesäß bei dem Orang-Utan Nonja fest. Eine Therapie gestaltete sich aufgrund des irreparablen Hüftschadens als sehr schwierig. Dennoch wurde das Management umgestellt, um Nonja den Alltag zu erleichtern. Die Zootierärzte holten sich zudem Rat beim Tiermedizinischer Berater des Orang-Utan-Zuchtbuchs (EEP). Schließlich erstellten alle Beteiligten - die Kuratorin der Menschenaffen, die Tierpfleger und die Zootierärzte - ein sogenanntes "Animal Welfare Assessment" für Nonja.

Das "Animal Welfare Assessment" beschreibt den Gesundheits-Werdegang des Tieres mit dem Ziel, unnötiges Leiden zu verhindern. Nach Erstellung des Assessments und mehreren intensiven Gesprächen bezüglich möglichen Management- und Therapie-Umstellungen wurde folgende Prognose erstellt: Eine Abheilung bei Orang-Utan Nonja ist aufgrund der irreparablen Beinschäden und des zunehmend schlechteren Allgemeinzustands nicht möglich, so dass die Zoologische Leitung gemeinsam mit dem Zoodirektor und den Pflegern entschieden haben, Nonja am 16. Januar 2018 einzuschläfern.

1986 kam Nonja in den Allwetterzoo nach Münster

Ihrer Tochter Niah und der restlichen Orang-Utan-Gruppe wurde anschließend hinter den Kulissen die Möglichkeit zum Abschied nehmen gegeben. Niah versteht sich sehr gut mit ihrem Halbbruder Mr. Miyagi und auch Orang-Utan-Weibchen Temmy kümmerte sich schon in der Vergangenheit sehr gut um die Kleine.

Nonja wurde am 18. Juni 1977 im Zoo Köln geboren, am 22. Mai 1986 kam sie in den Allwetterzoo nach Münster. Aufgrund von altersbedingten Erkrankungen und des schlechten Allgemeinzustandes wurde sie am 16. Januar 2018 nach langer Therapie eingeschläfert. Orang-Utan Nonja gehört zu einer stark bedrohten Menschenaffenart, die auf Borneo beheimatet ist. Nonja bekam zwei Jungtiere im Allwetterzoo Münster : Am 25. Mai 1989 wurde ihr Sohn Batu geboren, der nun im Zoo in Twycross lebt und bereits selber für Nachwuchs gesorgt hat. Und am 8. Mai 2013 brachte Nonja ihre Tochter Niah im Allwetterzoo Münster zur Welt.

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Modernisierung für 59 Millionen Euro: Masterplan für den Allwetterzoo Münster

Vier Euro pro Einfahrt: Preisanstieg auf dem Zooparkplatz

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Impressionen aus der Tierwelt im Allwetterzoo Münster

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  • Impressionen aus der Tierwelt im Allwetterzoo Münster
Impressionen aus der Tierwelt im Allwetterzoo Münster Foto: Matthias Ahlke
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