Vielparker-Rabatt sinkt auf 20 Prozent
Vier Euro pro Einfahrt: Preisanstieg auf dem Zooparkplatz

Münster -

Das Parken am Allwetterzoo wird teurer. Das betrifft besonders Jahreskarten-Inhaber, deren Vielparker-Rabatt deutlich beschnitten wurde.

Samstag, 06.01.2018, 10:01 Uhr

Vielparker zahlen pro Parkmünze künftig 3,20 statt 1,50 Euro. Davon sind vor allem Familien mit Jahreskarten nicht begeistert.
Vielparker zahlen pro Parkmünze künftig 3,20 statt 1,50 Euro. Davon sind vor allem Familien mit Jahreskarten nicht begeistert. Foto: Oliver Werner

Die gute Nachricht zuerst: Die Eintrittspreise für den Allwetterzoo bleiben konstant. Und das trotz laufend steigender Kosten. Man habe den Gästen nach nur zwei Jahren eine neue Er­höhung nicht zumuten wollen, berichtet Zoo-Sprecherin Stefanie Heeke .

Parkgebühren erhöht

Jetzt die schlechte Nachricht: Die Parkgebühren wurden erhöht. Bislang war eine Parkmünze für drei Euro zu haben. Jetzt kostet sie vier. Man habe sich die Parkplatzpreise benachbarter Zoos angesehen, sagt Stefanie Heeke – vier Euro seien immer noch bescheiden, im Vergleich mit den Kollegen in den Niederlanden zumal.

Die neuen Preise treffen die Stammgäste: die Jahreskarteninhaber. Wer häufig den Zoo besucht, konnte bislang fünf Parkmünzen für 7,50 statt 15 Euro erwerben. Diesen 50-Prozent-Rabatt gibt es nicht mehr: Das Fünfer-Paket kostet künftig 16 statt 20 Euro – damit kostet jetzt einmal Parken 3,20 Euro statt 1,50 Euro.

Kritik

Der Münsteraner Dennis Hänsdieke ist darüber nicht erfreut. Seine Familie hat eine Jahreskarte und nutzt sie eifrig: „Wir fahren dort auch gern mal nur für ein bis zwei Stunden hin.“ Der bislang sehr günstige Parkplatz sei immer ein Argument gewesen, öfter mal zu fahren. Sein Appell an die Verantwortlichen: „Schafft ordentliche Rahmenbedingungen, damit die Gäste gern und häufig in den Zoo fahren.“

Heeke räumt ein, dass der Anstieg für Vielparker überproportional groß sei, betont aber, dass es immer noch einen Rabatt gebe. Man habe sich bewusst für höhere Parkgebühren entschieden: Sollten sie dazu führen, dass mehr Besucher klimaneutral mit Fahrrad oder Bus anreisen, wäre das im Sinne des Zoos auch in Ordnung. 84 Prozent aller Gäste reisen mit eigenem Pkw an.

Der Parkplatz wird vom Allwetterzoo bewirtschaftet und vom Naturkunde­museum mitgenutzt. Die Preisgestaltung ist Sache des Zoos. 

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Tiere im Allwetterzoo Münster

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  • montage

    Pelikane, Tiger, Erdmännchen & Co.: Entdecken Sie mit unseren Bildern den Allwetterzoo!

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Noch gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Schnee? Der Gepard trägt es mit Fassung.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gar nicht braun, so ein syrischer Braunbär...

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tiger Fedor kam im Juli 2017 in den Allwetterzoo.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein lustiges Outfit tragen die Bongos.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ist das bequem? Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Bad in der Sonne: ein amerikanischer Nasenbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Hier fürchtet ihn niemand: Der Wolf ist im Zoo willkommen.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Nein, das juckt nicht: Ein Vogel ist auf dem Nashorn-Horn gelandet . . .

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • . . . und fliegt wieder weg.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Zwei Pelikane.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein Pelikan.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Eine stolze Pracht trägt der Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Er ist klein, und dann duckt er sich auch noch: ein junger Straß.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Im Afrika-Berich gibt es auch Defassa-Wasserböcke.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tigerin Nely wundert sich, dass das Wasser in ihrem Gehege zugewuchert ist.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Auch sie landen im Zoo: Störche.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Immer auf der Hut: Erdmännchen.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein durstiger Defassa-Wasserbock.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Geduckt: ein Strauß.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Diese Wildkatze hat Punkte - also ist es ein Gepard.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Brillenpinguine leben eigentlich an der afrikanischen West- und Südküste, deshalb finden sie es in Münster nicht viel zu warm.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Bongos sehen komisch aus.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gänsegeier im Schnee

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gepard

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Brillenpinguine

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein Trampeltier mit Schnee-Schnute.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein Wolf.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Gepard im Schnee.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Ein Wolf lugt hervor.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Wer erkennt die Unterschiede? Die Tiger Nely (links) und Fedor.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Bauchlandung: zwei Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Kaum bekannt, aber auch niedlich: ein chinesischer Muntjak.

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Oran Utan

    Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner
  • Foto: Gunnar A. Pier, Oliver Werner

 


Ein Kommentar zum Thema

Familien nicht verprellen

Ein Zoo ist eine vergleichsweise teure Angelegenheit. Das gilt für die Besucher – aber für die Betreiber erst recht. Damit ein Tierpark attraktiv bleibt, muss ständig investiert werden, nicht zuletzt im Interesse der Tiere, die heute anders versorgt werden als im Gründungsjahr 1974. Es ist nachvollziehbar, dass der Zoo auf seine Kosten kommen muss.

Die Idee, statt am Eintrittspreis an den Parkgebühren zu drehen, ist nicht schlecht. Ein höherer Eintrittspreis wäre nach zwei Jahren kaum vermittelbar – und ein Parkplatz, der vier statt drei Euro kostet, ist immer noch günstig. Da über 80 Prozent der über 600 000 Besucher mit dem Auto anreisen, lassen sich so ein paar Hunderttausend Euro erwirtschaften. Und wenn deshalb jemand in den Linienbus umsteigt – kein Einwand.

Ob es allerdings eine gute Idee war, ausgerechnet den treuesten Stammkunden eine überproportionale Erhöhung der Parkgebühr aufs Auge zu drücken, ist doch fraglich. Denn mehrköpfige Familien mit kleinen Kindern reisen halt mit dem Auto an, es geht oft nicht anders. Die bisherige Regelung war ein Signal: Kommt so oft ihr wollt, an den Parkgebühren soll es nicht scheitern! Wenn einige Familien jetzt doch zu rechnen anfangen, gerät ein wichtiges Argument für die Jahreskarte ins Wanken. Ein Extra-Rabatt für nur Familienjahreskarten-Inhaber wäre eine freundliche Geste. Damit sich die wichtigsten Kunden immer besonders willkommen fühlen. - Lukas Speckmann

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