Hochschulentwicklungsplan
Mit Wissenstransfer gegen „alternative Fakten“

Münster -

Die Universität macht sich fit für die Zukunft. Der Senat hat am Mittwochabend über den Hochschulentwicklungsplan diskutiert. Der fasst eine Reihe von Zielen und Maßnahmen zusammen.

Mittwoch, 29.11.2017, 21:11 Uhr

Die Universität plant die Zukunft: Mehr Internationalisierung, mehr Digitalisierung, intensiveres Werben um die besten Köpfe – das sind nur einige der Maßnahmen, die im Hochschulentwicklungsplan aufgelistet werden.
Die Universität plant die Zukunft: Mehr Internationalisierung, mehr Digitalisierung, intensiveres Werben um die besten Köpfe – das sind nur einige der Maßnahmen, die im Hochschulentwicklungsplan aufgelistet werden. Foto: dpa

Fünf Jahre – gemessen an der langen Geschichte der Universität Münster , aber auch an ihrer heutigen Bedeutung als Ort der Forschung und Lehre ist das nur eine kurze Zeitspanne. Dennoch hat sich die Hochschule bis 2023 eine Menge vorgenommen.

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40 Seiten dicker Hochschulentwicklungsplan

Mehr als 40 Seiten umfasst der eng bedruckte Hochschulentwicklungsplan, den Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels am Mittwoch im Senat präsentierte. Noch mehr Internationalisierung, noch bessere Lehre, noch mehr Digitalisierung, noch mehr Wissenstransfer in die Gesellschaft, um „alternativen Fakten“ die Stirn zu bieten: Erstmalig fasst die Universität die zentralen Herausforderungen und Handlungsfelder in einem integrativen Gesamtkonzept zusammen.

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Grundlage für die Arbeit des Rektorats

Auch wenn die Universität mit dem Plan nur eine von der inzwischen abgewählten rot-grünen Landesregierung im NRW-Hochschulzukunftsgesetz festgeschriebene Auflage erfüllt – „der Prozess war hilfreich“, so Wessels im Senat. Lange habe man „geschwitzt und geackert“, das Ergebnis könne sich sehen lassen, biete es doch eine Grundlage für die weitere Arbeit des Rektorats.

Abgesegnet wird der Plan übrigens am Ende in Düsseldorf – von der neuen schwarz-gelben Landesregierung. Die habe laut Wessels erst kürzlich betont, dass sie alles, was „Entwicklungsplan“ heißt, wieder über Bord schmeißen werde. Damit ist es fraglich, ob auf den aktuellen Hochschulentwicklungsplan nach fünf Jahren eine Fortschreibung folgen wird.

Bereiche, in denen es aktuell hakt

Zurück zu den Inhalten. Benannt werden in dem Dokument auch Bereiche, in denen es aktuell hakt. Beispiel Hochschulfinanzierung: Weil sich das Land zunehmend zurückhält, muss die Hochschule neue Quellen erschließen – was die Gefahr berge, dass Einfluss auf die inhaltliche Richtung der Forschung genommen wird. Beispiel Liegenschaften: Die Gebäude, die die Universität nutzt, gehören dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes. Doch der verfolge in erster Linie eigene Interessen – und nur nachrangig die der Nutzer. Der Plan fordert daher „mehr Eigenverantwortung bei der Nutzung der Ressource Fläche“.

Bestmöglich auf erfolgreiches Leben vorbereiten

Als Handlungsschwerpunkte der kommenden Jahre werden Forschung, Lehre, Personalentwicklung, Digitalisierung, Forschungstransfer, Internationalisierung und Forschungskooperationen genannt. Betont wird, dass „kleine Fächer“ (wie Archäologie) die WWU bereichern, herausgehoben wird das Konzept des „forschenden Lernens“, um Studierende bestmöglich auf ein erfolgreiches Leben vorzubereiten. Aber auch Toleranz, Gleichberechtigung sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden ausdrücklich benannt.

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