Einschaltquoten-Sieger
Wilsberg: Straße der Tränen (ZDF)

Samstagabend: Zeit für Wilsberg. Das dachten sich viele Zuschauer - 7,16 Millionen Menschen haben reingezappt. Nicht alle waren zufrieden, im Netz echauffierten sich beispielsweise User über die mangelhafte Umsetzung der digitalen Themen.

Sonntag, 12.11.2017, 11:11 Uhr

Wilsberg (Leonard Lansink, li.), Alex (Ina Paule Klink) und Ekki (Oliver Korittke) überlegen, wie sie die Online-Community von „Wo ist Emelie“ dazu bewegen können, sich aktiv an der Suche nach der entführten Schülerin zu beteiligen. Foto: ZDF/Bernd Spauke

"Analog ist doch nur was für alte Säcke", meinte das vermeintliche Entführungsopfers Emelie am Ende der jüngsten Wilsberg-Folge. Der kauzige Detektiv rückte der jungen Dame, die sich von Familie und Freunden vernachlässigt gefühlt, deshalb ihre eigene Entführung vorgetäuscht und bei der Suche gezielt das Netz zum Glühen gebracht hatte, den Kopf zurecht: "Richtige Freunde hat man nur im richtigen Leben." Ein Seitenhieb auf die Scheinwelt von Facebook und Co.

Wilsberg-Folge: Straße der Tränen

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    Peter und Susanne Boll (Philipp Moog und Regula Grauwiller) erfahren von Kriminalkommissar Overbeck (Roland Jankowsky, re.), dass im Netz bereits über das Verschwinden ihrer Tochter spekuliert wird.

    Foto: ZDF/Bernd Spauke
  • Anna Springer (Rita Russek) und ihr Assistent Overbeck (Roland Jankowsky) verfolgen die aktuellen Geschehnisse auf einem Tablet.

    Foto: ZDF/Bernd Spauke
  • Wilsberg (Leonard Lansink, li.), Alex (Ina Paule Klink) und Ekki (Oliver Korittke) überlegen, wie sie die Online-Community von „Wo ist Emelie“ dazu bewegen können, sich aktiv an der Suche nach der entführten Schülerin zu beteiligen.

    Foto: ZDF/Bernd Spauke
  • Computer-Nerd Julius van Bebber (Timon Ballenberger) verfolgt alles, was unter dem Hashtag „Wo ist Emelie“ gepostet wird.

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Dustin Jörgereit (Rick Okon, l.), DJane Sandy (Jytte-Merle Böhrnsen) und Markus Appeldorn (Anton Rubtsov) haben eine Holzhütte im Wald entdeckt. Hält der Entführer sein Opfer hier versteckt?

    Foto: ZDF/Guido Engels
  • Um sich im Wald zu orientieren, vertraut Overbeck (Roland Jankowsky) voll auf die Ansagen seines Navigationsgerätes.

    Foto: ZDF/Guido Engels
  • Wilsberg (Leonard Lansink) und Alex (Ina Paule Klink) fragen sich, ob ihr Freund Ekki undercover als Barkeeper überzeugen wird.

    Foto: ZDF/Bernd Spauke
  • Overbeck (Roland Jankowsky, li.) lässt sich von Julius van Bebber (Timon Ballenberger) zum Handy der vermissten Schülerin führen.

    Foto: ZDF/Guido Engels
  • Dustin Jörgereit (Rick Okon) ist fest entschlossen, den Mörder zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen.

    Foto: ZDF/Bernd Spauke
  • Ekki (Oliver Korittke) gibt sich als Barkeeper aus, um im Club „Ground Control“ undercover zu ermitteln.

    Foto: ZDF/Bernd Spauke
  • Dustin Jörgereit (Rick Okon) und DJane Sandy (Jytte-Merle Böhrnsen) gehören zu den Freiwilligen, die sich im Club „Ground Control“ treffen, um nach der entführten Schülerin zu suchen.

    Foto: ZDF/Bernd Spauke
  • Ekki (Oliver Korittke, li.) gibt sich als Barkeeper aus, um im Club „Ground Control“ undercover zu ermitteln. Doch Wilsberg (Leonard Lansink) und Alex (Ina Paule Klink) sind skeptisch, ob die Tarnung hält. Ekki Talkötter (Oliver Korittke), Georg Wilsberg (Leonard Lansink) und Alex Holtkamp (Ina Paule Klink) im Club „Ground Control“.

    Foto: ZDF/ Bernd Spauke
  • Wilsberg (Leonard Lansink) sucht Hiltrud Appeldorn (Nina Petri) zuhause auf. Kann die ehemalige Profilerin helfen, den Fall aufzuklären?

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Die schwere Erkrankung ihres Mannes Hein (Wolfgang Rüter) war für Hiltrud Appeldorn (Nina Petri) der Grund, ihren Beruf als Profilerin aufzugeben. Trotzdem hofft Wilsberg (Leonard Lansink) auf ihre Unterstützung.

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Die ehemalige Profilerin Hiltrud Appeldorn (Nina Petri) hat damals von dem Serienmörder, der nun erneut ein Mädchen entführt hat, ein Täterprofil erstellt. Wilsberg (Leonard Lansink) hofft auf ihre Unterstützung.

    Foto: ZDF/Thomas Kost
  • Dustin Jörgereit (Rick Okon, rl.) konfrontiert Ekki (Oliver Korittke, l.) mit dem Vorwurf, etwas mit dem Verschwinden der Schülerin zu tun zu haben.

    Foto: ZDF/Bernd Spauke
  • DJane Sandy (Jytte-Merle Böhrnsen) bemerkt, dass im Netz ein neues Video von der entführten Schülerin aufgetaucht ist. Markus Appeldorn (Anton Rubtsov, l.) und Ekki (Oliver Korittke) schauen ihr gespannt über die Schalter.

    Foto: ZDF/Bernd Spauke
  • Susanne Boll (Regula Grauwiller) und Peter Boll (Philipp Moog) fühlen sich von der Presse in die Enge getrieben. Doch kann ihnen die Öffentlichkeit dabei helfen, ihre Tochter zurückzubekommen?

    Foto: ZDF/Bernd Spauke
  • Am Horsthauser Landweg – auch „Straße der Tränen“ genannt – sind in der Vergangenheit Schülerinnen nach einem Discobesuch entführt und drei Tage später ermordet worden. Kann Wilsberg (Leonard Lansink) den Serienmörder dieses Mal rechtzeitig ermitteln?

    Foto: ZDF/Bernd Spauke

Eher zäh

Auch wenn die Botschaft des Beitrags einleuchtete, entwickelte sich dieser Wilsberg-Fall eher zäh. Ekki kam als Täter sowieso nicht in Frage, unrealistisch wirkte die langatmige Suche der Facebook-Gemeinde im finsteren Wald, abwegig die Geschichte des angeblichen Demenzkranken, den seine Frau, die Kriminalpsychologin (prominent besetzt: Nina Petri), zur Vertuschung zweier Lustmorde mit Tabletten ins Nirwana geschickt hatte. Nur einmal konnte man richtig schmunzeln. Als Overbeck bei seiner I-Pad-Fahndung im Dreck landete. Ach ja: Autobahnbrücken dieser Dimension gibt es am Autobahnkreuz Münster-Süd auch nicht. Diesmal also nur ein schwaches „Befriedigend“ für Wilsberg.

„Wilsberg“ wieder vorn: Die Suche von Wilsberg nach einer Vermissten sahen zur besten Sendezeit im ZDF 7,16 Millionen Menschen (23,2 Prozent Marktanteil). Den zweiten Platz holte sich RTL mit der Castingshow „Das Supertalent“ (4,75 Millionen Zuschauer, 15,7 Prozent). (dpa)

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