2700 Schüler bei der Ausbildungsmesse
Betriebliche Ausbildung oder Studium?

Münster -

Rund 2700 Schüler nutzen bei der zweitägigen Fachmesse für Ausbildung und Studium, Vocatium, in der Halle Münsterland die Chance zum persönlichen Gespräch mit Vertretern von Unternehmen und Hochschulen.

Freitag, 22.09.2017, 06:00 Uhr
Diskutierten über Karrierechancen mit Berufsausbildung und Studium (v.l.): Leyla Korkmaz (Projektleiterin), Tina Schäfermeyer (Geschäftsführerin IfT West GmbH), Sybille Benning, Christian Schlierkamp (Hildegardisschule), Bernd Levenig (Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe), Bürgermeisterin Karin Reismann und Thomas Böckenholt (Ausbildungsleiter WWU). Foto: hö

Der Informationsbedarf bei Schülern in Sachen Berufsorientierung ist groß. Rund 2700 junge Menschen haben sich bei der Vocatium , der zweitägigen Fachmesse für Ausbildung und Studium, in der Halle Münsterland angekündigt – „fast 25 Prozent mehr als im Vorjahr“, sagt Projektleiterin Leyla Korkmaz . Unter den 62 Ausstellern, 14 mehr als im Vorjahr, suchen Betriebe und Hochschulen das direkte Gespräch mit potenziellen Bewerbern.

Der Großteil der Schüler hat aufgrund der Besuche in den 43 Schulen in Münster und der Region „bereits einen Gesprächstermin“, erklärt Tina Schäfermeyer vom Institut für Talententwicklung (IfT), das die Ausbildungsmesse nun zum dritten Mal in der Halle Münsterland organisiert.

Von 8.30 bis 14.45 Uhr stehen auch am heutigen Freitag Unternehmen, Institutionen, Berufsfachschulen und Hochschulen für informative Gespräche zur Verfügung. An den Ständen geben zum Teil Azubis ihre Erfahrungen weiter. Die Aussteller bilden ein breites Berufs- und Branchenspektrum ab – von der Altenpflegerin über Biologisch-technische Assistenten, Elektroniker, Ergotherapeuten, Versicherungsfachangestellte, Beamte im Polizeidienst oder Zoll.

Dass 51 Prozent der interessierten Schüler laut Korkmaz Abiturienten sind, freute am Donnerstag bei einem Round-Table-Gespräch zur Ausstellungseröffnung Bundestagsabgeordnete Sybille Benning, die sich für eine Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Ausbildung stark machte. „Viele Jugendlichen ist nur noch nicht klar, welche Chancen Berufsausbildungen bieten.“

Auch die Universität Münster biete 154 Ausbildungsplätze in 18 Berufen, ergänzte Thomas Böckenholt, Ausbildungsleiter der WWU. Besonders gefragt als Alternative zum Studium sei die Ausbildung zum Chemielaborant. Ein anschließendes Studium bleibe nach wie vor als Option. Im Übrigen ebne auch der Meistertitel den Weg zur Hochschule. Etwa 95 Prozent der Fachabiturienten, die beispielsweise die Hildegardisschule verlassen, „machen zunächst eine Ausbildung“, erklärte Studien- und Berufsorientierungslehrer Christian Schlierkamp.

Bei der Ausbildungsmesse nutzte mancher Schüler zudem die Möglichkeit, gleich seine Bewerbungsmappe abzugeben.

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