Münsters neuer Hauptbahnhof
„Einfach nur schön!“

Münster -

„Einfach nur schön“ oder ein „gesichtsloser Glaspalast“ – bei den Facebook-Nutzern gehen die Meinungen zum neuen Hauptbahnhof weit auseinander.

Montag, 26.06.2017, 21:06 Uhr

Viele Münsteraner warfen gleich am Samstag einen Blick in den neuen Hauptbahnhof. Foto: Oliver Werner

Sie war ein großes Spektakel, die Einweihung des neuen Hauptbahnhofs. Als einer der schönsten in Deutschland bezeichnet die Deutsche Bahn Empfangshalle, Tunnel und Gleise gar. Auch in Politik und Verwaltung gab es viel Lob. Auf der Facebook-Seite unserer Zeitung gibt es neben Zustimmung aber auch Kritik.

Michael Wallmeyer ist von dem neuen Gebäude richtig angetan: „Einfach nur schön!“ Ihm gefällt vor allem ein Aspekt, der im alten Bahnhof fehlte: „Gut finde ich, dass ich im Bahnhof sehen kann, wo und wann welche Busse fahren.“ Für ihn ist auch die Verzögerung zu verschmerzen: „Das Warten hat sich gelohnt.“

Abriss und Neubau: Arbeitsphasen am Hauptbahnhof

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    Die Zeit für das alte Bahnhofsgebäude war abgelaufen...

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein Blick auf die Außenfassade des alten Empfangsgebäudes.

    Foto: Matthias Ahlke
  • In der Eingangshalle standen Verkaufsstände...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...das triste Gebäude hatte ausgedient.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Bereits 2013 wurde mit den ersten Abrissarbeiten auf der Rückseite des Hauptbahnhofes begonnen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein Ausgang war somit fortan gesperrt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • 2014 waren die Geschäfte im Bahnhofsinneren leer.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Diese Aufnahme aus dem Januar 2015 zeigt das noch stehende alte Empfangsgebäude sowie die Abrissarbeiten auf der Vorderseite des Hauptbahnhofes.

    Foto: Oliver Werner
  • Dieses Bild zeigt den ehemaligen Seiteneingang auf der Bahnhofsvorderseite - kurz vor dem Abriss.

    Foto: Oliver Werner
  • Anfang März erinnerte nur noch die alte Glasfassade in Blickrichtung der Gleise an das alte Empfangsgebäude.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Derweil gingen 2015 die Abrissarbeiten an der Bahnhofsstraße weiter. 

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Anfang vom Ende des alten Empfangsgebäudes: Abrissbeginn im Januar 2015.

    Foto: Oliver Werner
  • Es folgen Impressionen der Abriss- und Neubauphasen: hier aus dem März 2015.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im Mai 2015 konnte man nur erahnen, wie der neue Bahnhof aussehen würde.

    Foto: Oliver Werner
  • Das Luftbild aus dem September 2015 zeigt die großen Kräne, die für die Bauarbeiten auf dem Gelände standen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein weiteres Luftbild aus dem September 2015.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Während im September 2015 gebaut wurde, mussten die Bahnreisenden durch den Hamburger Tunnel zu den Gleisen gelangen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Arbeiten an der Bodenplatte im Oktober 2015.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im November 2015 schaut sich ein Bauarbeiter die Baustelle aus erhöhter Position an.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Eine weitere Fußgängerampel sorgte im November 2015 dafür, dass die Fußgänger geradewegs zum Hamburger Tunnel kommen konnten.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im Dezember 2015 waren erste Teile des neuen Bahnhofs bereits als solche erkennbar.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Das schlechte Wetter im Dezember 2015 hielt die Bauarbeiter nicht davon ab, täglich voranzukommen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Rohbau nahm im Februar 2016 bereits deutlich Gestalt an.

    Foto: Oliver Werner
  • Hunderte Stützen sorgten im März 2016 für die nötige Stabilität.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Während am Bahnhofsgebäude weiter gebaut wurde, nahm das Leben auf der Bahnhofsstraße seinen gewohnten Gang.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Eine Gesamtübersicht über die Baustelle im März 2016.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Auch von den Gleisen hinter dem neuen Gebäude hatten Kunden der Deutschen Bahn im März 2016 bereits einen guten Blick auf die Bauarbeiten.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Das Richtfest wurde im Juli 2016 gefeiert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein großer Kranz wurde traditionsgemäß auf das Dach des Gebäudes gehievt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der bretterzaun an der Rückeseite verdeckt im September 2016 längst nicht mehr den Blick auf die Baustelle.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im September 2016 ist vor der Baustelle wieder genug Platz für Fußgänger, um den Neubau zu passieren.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im September 2016 war bereits die Höhe des künftiges Bahnhofgebäudes ersichtlich.

    Foto: Oliver Werner
  • Wo normalerweise reger Durchgangsverkehr herrscht, ist im Oktober 2016 noch immer der Durchgang versperrt.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Auf der Frontseite zeigt ein Plakat im Oktober 2016 bereits, wie der Bahnhof bei seiner Fertigstellung aussieht.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Baustützen dominieren auch im November 2016 den Blick ins Innere des Neubaus.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im Januar 2017 geht es von den Gleisen nur in eine Richtung - nämlich zum Bremer Platz.

    Foto: Oliver Werner
  • Im Januar 2017 ist die Fassade zu den Gleisen bereits fertig.

    Foto: Oliver Werner
  • Klare Linien und die Glaselemente sorgen für einen Vorgeschmack auf die Frontseite.

    Foto: Oliver Werner
  • Im Inneren sind im März 2017 die Baustützen weitesgehend verschwunden. Die Geländer im ersten Stock sind bereits montiert.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Innenausbau schreitet schnell voran. Der Eröffnungstermin Ende Juni gerät fest in den Blick.

    Foto: Oliver Werner
  • In den oberen Etagen des Bahnhofs sind Büroflächen untergebracht.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Glasfront des neuen Bahnhofs ist im Mai 2017 erstmals in voller Pracht zu bewundern.

    Foto: Oliver Werner
  • Ein Supermarkt und mehrere Fastfood-Restaurants sind in das neue Bahnhofsgebäude eingezogen.

    Foto: Oliver Werner
  • Ein Luftbild aus dem Mai 2017.

    Foto: Oliver Werner
  • Und obwohl der Bau von außen betrachtet bereits fertig erscheint, müssen die Bahn-Kunden noch immer durch den Hamburger Tunnel zu den Gleisen gelangen.

    Foto: Oliver Werner
  • Im Juni 2017 ist die Vorfreude besonders bei Pendlern groß, endlich wieder den Bahnhof durch den Haupteingang verlassen zu können.

    Foto: Oliver Werner
  • Kurz vor der Eröffnung wird am 22. Juni in der neuen Empfangshalle noch fleißig gearbeitet.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Fahrkartenautomaten werden eingerichtet.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am 24. Juni 2017 ist es so weit: Das neue Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs Münster öffnet seine Tore.

    Foto: Oliver Werner
  • Fahrgäste kommen jetzt wieder zu Fuß von der Innenstadt zu den Gleisen, ohne den Umweg über den Hamburger Tunnel nehmen zu müssen.

    Foto: Oliver Werner
  • Blick vom Obergeschoss in die neue Ladenzeile im Hauptbahnhof.

    Foto: Oliver Werner
  • Die neue Empfangshalle ist lichtdurchflutet. Links die Anzeigetafel für die Züge, rechts sind Infotafeln zu den Bus-Abfahrten angebracht.

    Foto: Oliver Werner

„Ich finde ihn viel besser als vorher“, schließt sich auch Jenny Göcke den überwiegend positiven Stimmung an. Der Bahnhof passe „optisch super zu Münster“. Die Nutzerin freut sich auch über „genügend Einkaufsmöglichkeiten und Orte zum Verweilen, wenn der Zug mal wieder Verspätung hat.“

Lob & Kritik am Neubau

Die Gruppe „Monasteria Demons Chamonde MPC“ kommentierte den Neubau – und übte Kritik: „Schade, dass kaum einheimische Unternehmen einen Platz gefunden haben. Daher wirkt der Innenbereich leider wie jeder x-beliebige Bahnhof Deutschlands.“ Doch die Gruppe hatte auch ein gutes Wort für den Bahnhof übrig: „Gegenüber dem alten Hauptbahnhof hat man hier optisch richtig was rausgeholt. Nun verlässt man Münster gerne mit dem Zug.“

Zufrieden ist auch Philipp Burbulla: „Endlich sind die Toiletten sauberer.“ Auch er schätzt vor allem die vielen Geschäfte, die jetzt im Bahnhof untergebracht sind, dadurch könne man sich Wartezeiten gut vertreiben. Burbulla schrieb außerdem: „Endlich sieht der Hauptbahnhof nicht mehr so langweilig aus.“ Einen Verbesserungsvorschlag fügte er aber noch an: Die Tafel mit den Abfahrtszeiten der Züge hätte er sich mittig in der Halle gewünscht.

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Auch Petra Tausendschön vermisst im neuen Hauptbahnhof etwas: „Die Modelleisenbahn.“ Wo das beliebte Stück jetzt untergebracht ist, wussten aber auch die anderen Facebook-Nutzer nicht.

Unterschiedliche Wahrnehmungen

„Modern ist er“, gab Jelena Mc Intyre zu. Bei Kosten von 40 Millionen Euro hätten sie sich aber auch ein wenig Farbe an den Wänden gewünscht, schreibt sie: „Alles was nicht Glas ist, ist grau.“

Alex Rudnik brauchte nur wenige Worte für seine Begeisterung: „Hell, groß, modern, edel. Passt einfach super zu unserer schönen Stadt.“ Rudolf Schlöpker wusste seine Kritik ebenfalls in einem kurzen Statement zu äußern: „Ein gesichtsloser Glaspalast wie überall. Nichts Besonderes.“

Hintergrundberichte, Aktuelles, Bilder und Videos:

Henry Giorgi Gerlach freute sich mehr darüber, dass die Umwege der Vergangenheit angehören. Der Aspekt war auch Ahmed Resul Bostan wichtig: „Vor der Ästhetik freue ich mich vor allem darauf, keinen Umweg mehr zu machen.“

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