Die wichtigsten Planungen am Wasser im Überblick
Offene Fragen rund um den Hafen

Münster -

Das Hafengebiet in Münster befindet sich seit über 20 Jahren im Wandel. Wenn an diesem Wochenende wieder die Massen zum Hafenfest strömen, werden sie viele Baustellen und Brachen sehen.

Samstag, 27.05.2017, 12:00 Uhr aktualisiert: 28.05.2017, 10:38 Uhr
Der Hafen in Münster. Foto: Julia Kwiatkowski

Hier ein Überblick über den aktuellen Stand der Projekte zwischen Schillerstraße und dem Mittelhafen:

►  Altes Postgelände am Hansaring: Auf dem freigezogenen Grundstück soll das Hafencenter entstehen, bestehend aus Einzelhandelsflächen, Gastronomie, Büros, und Wohnungen. Der Bebauungsplan ist bereits beschlossen, wird aber beklagt. Aktuell liegt ein Bauantrag vor, den die Stadt prüft.

►  Altes Osmo-Gelände zwischen Schillerstraße und Hafenbecken: Hier geht es gleich um vier geplante Projekte, den Erweiterungsbau des Coppenrath-Verlages, das Wohngebiet Freihafen des Investorenduos Deilmann/Kresing, das Investitionsvorhaben der LVM-Versicherung sowie das Projekt Hafentor des Unternehmers Josef Kuhr. Für das gesamte Areal erarbeitet die Stadt derzeit einen Bebauungsplan. Wegen der Komplexität des Verfahrens und der vielen unterschiedlichen Interessenlagen wollte Christian Schowe, Leiter des städtischen Planungsamtes, auf Anfrage unserer Zeitung noch keinen Termin nennen, wann das Verfahren abgeschlossen werden kann.

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Foto: stepmap

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►  Ostseite des Kanals: Hier liegen die Industriehallen des Unternehmers Peter Scheiwe sowie das Gelände der Firma Cordes. Die Stadt möchte das Gelände gerne neu ordnen und überplanen. Aus diesem Grund gibt es nach Auskunft von Amtsleiter Schowe „Gespräche mit den Eigentümern“. Wann sie zu einem Abschluss geführt werden können, ist derzeit offen. Die über ein Privatgrundstück verlaufende Theodor-Scheiwe-Straße ist aktuell für den Autoverkehr gesperrt. Eine Änderung ist nicht in Sicht.

►  Alter Hill-Speicher auf der Südseite des Hafenbeckens: Geplant ist, dass in diesem Gebäude der Ruderclub Münster sowie die B-Side einziehen. Bei der B-Side handelt es sich um ein Bündnis von Menschen aus der Kreativwirtschaft, die sich gern am Hafen ansiedeln möchten. Für die neue Nutzung ist keine Änderung des Bebauungsplanes erforderlich. Aber derzeit arbeitet die B-Side-Initiative noch an ihrem Finanzierungskonzept.

►  Gefahrgutlager Lehnkering: Das Duisburger Unternehmen Imperial, das Lehnkering übernommen hat, errichtet derzeit einen Neubau im Hansa-Business-Park in Amelsbüren. Die Einlagerung von Gefahrstoffen am Hafen in Münster wurde inzwischen nach Auskunft von Dirk Lohaus, Chef des Bauordnungsamtes, so weit zurückgefahren, dass der Logistik-Standort am Mittelhafen nicht mehr als Gefahrgutlager eingestuft wird. Die damit verbundenen Restriktionen sind weggefallen.

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