Höhere Sicherheitsmaßnahmen in Münster
Mobile Bussperren sichern die City

Münster -

Um Amokfahrten auf Weihnachtsmärkten wie in Berlin zu verhindern, sind an vier stark frequentierten Zufahrtsstraßen zur Innenstadt jetzt Reisebusse quer zur Fahrbahn als mobile Straßensperren aufgestellt.

Donnerstag, 22.12.2016, 07:12 Uhr

Busse als Barriere in Münster. Foto: Etzkorn
Busse als Barriere. Foto: Helmut Etzkorn

Der Reisebus steht in Höhe Klosterstraße unweit der Promenade quer über die ganze Fahrbahnbreite auf der Salzstraße. Ein unübersehbarer Klotz, an dem sich Radfahrer und Fußgänger auf dem Weg in die City vorbei schlängen müssen. Passanten schimpfen über den „Falschparker“, und mancher vermutet gar eine Touristengruppe, die mit ihrem Fahrer den unorthodoxen Abstellplatz ausgewählt hat.

Verschärfte Sicherheit in Münster

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  • Busse aus Barriere-Bollwerk vor der Stubengasse und an der Salzstraße und Ecke Klosterstraße abgestellt

    Busse als Barriere-Bollwerk vor der Stubengasse und an der Salzstraße und Ecke Klosterstraße abgestellt

    Foto: Matthias Ahlke
  • Busse als Barriere-Bollwerk vor der Stubengasse und an der Salzstraße und Ecke Klosterstraße abgestellt

    Foto: Matthias Ahlke
  • Polizeipräsenz mit Maschinengewehren auf dem Weihnachtsmärkten Münster nach dem Anschlag in Berlin

    Foto: Matthias Ahlke
  • Polizeipräsenz mit Maschinengewehren auf dem Weihnachtsmärkten Münster nach dem Anschlag in Berlin

    Foto: Matthias Ahlke
  • Polizeipräsenz mit Maschinengewehren auf dem Weihnachtsmärkten Münster nach dem Anschlag in Berlin

    Foto: Matthias Ahlke
  • Polizeipräsenz mit Maschinengewehren auf dem Weihnachtsmärkten Münster nach dem Anschlag in Berlin

    Foto: Matthias Ahlke
  • Polizeipräsenz mit Maschinengewehren auf dem Weihnachtsmärkten Münster nach dem Anschlag in Berlin

    Foto: Matthias Ahlke

Reisebus als mobile Barriere

Doch das Fahrzeug steht genau dort und ganz bewusst seit Mittwochmittag an dieser Stelle als mobile Barriere für den Fall, dass jemand mit einem Lastwagen zur Amokfahrt durch die Fußgängerzone in Richtung Weihnachtsmärkte ansetzen will.

Höhere Sicherheitsvorkehrungen für unsere Weihnachtsmärkte sind aktuell nicht möglich und aus städtischer Sicht auch nicht notwendig

Stadtrat Wolfgang Heuer

Der Terrorschock von Berlin steckt auch den lokalen Ordnungsbehörden in den Knochen und als erste Reaktion auf den Anschlag an der Gedächtniskirche stehen nun in Ergänzung zur deutlich ausgeweiteten Polizeipräsenz bis einschließlich Freitagabend an vier neuralgischen Einfahrtsschneisen rund um die Innenstadt die Busse.

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In Zukunft massive Betonsperren?

„Höhere Sicherheitsvorkehrungen für unsere Weihnachtsmärkte sind aktuell nicht möglich und aus städtischer Sicht auch nicht notwendig“, so Stadtrat Wolfgang Heuer . Anfang des Jahres werden Stadt und Polizei dann überlegen, ob es bei künftigen Weihnachtsmärkten oder auch anderen Massenveranstaltungen für Rosenmontagszug und Stadtfest bauliche Hindernisse wie massive Betonsperren geben soll.

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Auch für den Schutz von Katholikentag 2018 und die 2017 im öffentlichen Raum stattfindende, weltweit bedeutsame Kunstausstellung Skulptur-Projekte muss neu nachgedacht werden.

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Innenstadt-Lieferverkehr von Sperrungen betroffen

Mit den Stadtwerken sind die vier Sperrstellen (Ludgeristraße / Verspoel, Salzstraße / Klosterstraße, Windthorststraße / Stubengasse und Pferdegasse / Domplatz) abgesprochen. „Die Busse können überall ungehindert weiter auf ihren Linien fahren“, so Stadtwerke-Sprecherin Daniela van der Pütten.

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Foto: Grafik: Jürgen Christ

Betroffen wäre der Lieferverkehr für Innenstadt-Geschäfte. Der muss aber laut Beschilderung des Ordnungsamtes für die Innenstadt ohnehin bis zur Öffnung der Weihnachtsmärkte um 11 Uhr abgeschlossen sein.

„Danach kommen keine Fahrzeuge mehr rein und die Regelung gilt bis 21 Uhr, dann machen die Buden zu“, so Heuer. Die Busfahrer müssen sich in Nähe ihrer Fahrzeuge aufhalten. Wenn nämlich ein Löschzug oder ein Rettungswagen durch will, muss der Bus schnell zur Seite gefahren werden.

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