Neuer Fahrradfachhandel kommt
Mit „Lucky Bike“ wächst die Konkurrenz in Münster

Münster -

Mit „Lucky Bike“ wächst die Konkurrenz der Fahrradfachhändler in Münster erneut. Im März eröffnet das Unternehmen an der Robert-Bosch-Straße.

Freitag, 22.01.2016, 07:00 Uhr aktualisiert: 22.01.2016, 07:18 Uhr
In einem leerstehenden Ladenlokal an der Robert-Bosch-Straße wird im März „Lucky Bike“ eröffnen. Foto: Matthias Ahlke

„Lucky Bike“ ist glücklich, ab März dreht sich für das Fahrradhandelsunternehmen das Geschäft in Münster. In der Fahrradhauptstadt möchte der Vollsortimenter seine 20. Filiale eröffnen. Der Fahrradfachhandel und Markenanbieter wird dafür in eine Immobilie an der Robert-Bosch-Straße einziehen, die ursprünglich von einem Zweirad-Discounter genutzt wurde, jetzt aber schon längere Zeit leergestanden hat.

„Für uns stand die Fahrradhauptstadt schon lange Zeit auf der Wunschliste“, sagt Christoph Rosenthal. Er ist einer von vier Geschäftsführern von „Lucky Bike“. „Wir sind alles Fahrradleute.“ Eine Ansiedlung in Münster, erklärt der 53-Jährige, der in Münster lebt und sich in dieser Stadt per Fahrrad bewegt, scheiterte aber bisher an einer passenden Immobilie und am Einzelhandelskonzept der Stadt. Immerhin sind in Münster nach Angaben von „Lucky Bike“ bereits rund 50 Fahrradfachhändler ansässig. Auch die Mieten seien im Vergleich zu anderen Handelsstandorten durchaus eine sportliche Herausforderung, „weil das Geld während einer kurzen Fahrradsaison von März bis August fürs ganze Jahr verdient werden muss“, erklärt Rosenthal. Trotzdem wagt das Unternehmen jetzt den Sprung an die Aa und richtet parallel dazu ein weiteres Geschäft in Landshut ein.

Doch die Chance in Münster wollten sie sich nicht entgehen lassen. Als sich in Gesprächen mit der Wirtschaftsförderung Münster das Objekt an der Robert-Bosch-Straße eines ehemaligen Fahrradhandels bot, hätten sie schnell zugegriffen. „Normalerweise dauert es von der Entscheidung, eine neue Filiale zu gründen, bis zur tatsächlichen Eröffnung etwa drei Jahre. In Münster ging es sehr viel flotter“, so Rosenthal. Wenn sie im März eröffnen, dann sind nach Angaben des Geschäftsführers von der Entscheidung bis zum Abschluss des Mietvertrages und dem ersten Verkaufstag rund sechs Monate vergangen.

Christoph Rosenthal selbst trat vor vier Jahren in das Unternehmen „Lucky Bike“ ein, das 1994 gegründet wurde. Rosenthal war zuvor im Großhandel und bei Herstellern in der Fahrradindustrie tätig. Die Entwicklung von „Lucky Bike“ verfolgte er aber seit der Gründung. Zwei der vier Gesellschafter , Thomas Böttner und Christian Morgenroth, handelten zunächst mit gebrauchten Rädern und eröffneten ihr erstes Geschäft in Leipzig. Online-Spezialist Dietmar Eickelmann kam hinzu.

Die Expansion rollte an. Thomas Böttner übernahm sieben „Radlbauer-Fachmärkte“ von seinem Vater Klaus Böttner im Raum München, die bis heute weiter unter Radl­bauer firmieren, aber zu „Lucky Bike“ gehören. Es folgten Neueröffnungen in Düsseldorf, Essen und unter anderem in Dortmund. Chemnitz, Leipzig und Erfurt sowie Bielefeld sind Standorte. „Wir verzichtet auf einen riesigen Verwaltungssitz, erklärt Rosenthal, der für Zubehör und Kleidung zuständig ist. „Wir wollen schlank bleiben und geben viel Verantwortung an unsere Mitarbeiter ab.“

„Lucky Bike“ beliefert seine Filialen von drei Logistikzentren aus, die in Dortmund, München und Chemnitz angesiedelt sind. Insgesamt sieht sich Lucky Bike bundesweit unter den drei großen Fahrradspezialisten.

Der neue Standort in Münster wird rund 2500 Quadratmeter groß sein. 15 Beschäftigte sind angedacht. Insgesamt sind nach Angaben des Unternehmens bei „Lucky Bike“ inzwischen über 300 Mitarbeiter beschäftigt.

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