Niedrige Leerstandsquote
Büromarkt mit Licht und Schatten

Münster -

Weniger Büroflächen, die neu an den Markt gekommen sind, aber auch ein rückläufige Leerstandsquote – Münsters Büromarkt zeigt sich nach Ansicht des Wirtschaftsförderers Dr. Thomas Robbers sehr stabil.

Freitag, 16.05.2014, 17:30 Uhr aktualisiert: 18.05.2014, 16:07 Uhr
Der Flechtheim-Speicher gehört zu den großen Projekten, die in die Büroflächen-Bilanz einflossen. Foto: Büro Preckel

Licht und Schatten lagen bei der Büroflächen-Bilanz des Jahres 2013 nah beieinander. Zum einen sank das Volumen der neu geschaffenen Flächen mit 77 500 Quadratmeter klar gegenüber dem Vorjahr (96 400 Quadratmeter). Zugleich sank aber auch die Leerstandsquote von 3,5 auf 3,2 Quadratmeter. Zum Vergleich: 2009 waren es noch 5,9 Prozent.

Vor diesem Hintergrund zeigte sich Münsters Wirtschaftsförderer Dr. Thomas Robbers bei einem Pressegespräch sehr zufrieden. Die Nachfrage habe 2013 klar über dem Zehn-Jahres-Durchschnitt gelegen.

Zu den großen Projekten, die in Bilanz einflossen, gehörten der neue LVM-Turm, die Oberfinanzdirektion, der Flechtheim-Speicher, der Bürokomplex Heinrichs & Rose im Technologiepark sowie die alte Dresdner Bank an der Rothenburg, die derzeit umgebaut wird und in ihre oberen Geschossen auch Büronutzungen erhält.

Bei diesem Projekt kam es 2013 zur Vertragsunterzeichnung. Als Beleg für einen gesunden Mittelstand in Münster wertete Robbers den Umstand, dass sich die Gesamtfläche, die 2013 umgesetzt wurde, auf 240 Einzelmaßnahmen verteile. In den meisten Fällen sei es dabei um weniger als 250 Quadratmeter gegangen.

Die Mietpreise für Büroimmobilien sind je nach Lage und Ausstattung in Münster sehr unterschiedlich. Teilweise werden Interessenten für vier Euro Kaltmiete je Quadratmeter fündig, im Zentrum Nord liegt das Niveau bei sechs bis 8,50 Euro, auf der Loddenheide bis 9,50 Euro, in der City und am Hafen rund um zehn Euro.

Wegen des vergleichsweise knappen Angebotes 2013 und der konstant großen Nachfrage stieg die mittlere Spitzenmiete von 13 auf 13,50 Euro.

Robbers zeigte sich über eine Leerstandsquote von 3,2 Prozent sehr erfreut, wies zugleich aber darauf hin, dass der Leerstand nicht noch weiter sinken dürfe. Bereits jetzt sei es sehr schwierig, kurzfristige Nachfragen zu bedienen.

Der Stadthafen wird für den münsterischen Büromarkt in den kommenden Jahren noch einmal an Bedeutung gewinnen. Robbers verwies dabei unter anderem auf den Umbau des Gebäudes, in dem sich aktuell das Borchert-Theater befindet.

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