Pfarreien-Fusion Sankt Mauritz
Start ins neue Gemeindeleben

Münster -

An Fronleichnam fusionieren vier bislang selbstständige Kirchengemeinden zur neuen Pfarrei Sankt Mauritz. Es entsteht eine Großgemeinde mit 20 000 Gemeindemitgliedern.

Montag, 27.05.2013, 22:05 Uhr

Freuen sich auf die fusionierte Pfarrei Sankt Mauritz (v.l.): Dechant Pfarrer Martin Sinnhuber, Heike Hänscheid (Öffentlichkeitsreferentin) und Pastoralreferent Jan-Christoph Horn; im Hintergrund ist die Mauritz-Kirche zu sehen.
Freuen sich auf die fusionierte Pfarrei Sankt Mauritz (v.l.): Dechant Pfarrer Martin Sinnhuber, Heike Hänscheid (Öffentlichkeitsreferentin) und Pastoralreferent Jan-Christoph Horn; im Hintergrund ist die Mauritz-Kirche zu sehen. Foto: da

Man hat sich in den vergangenen Monaten intensiv beschnuppert und kennengelernt – bei gemeinsamen Gottesdiensten und Festen, bei Diskussion und Austausch, wie die künftige Kirchengemeinde Sankt Mauritz mit dann 20 000 Gemeindemitgliedern gelebte Wirklichkeit werden soll. „Jetzt gehen wir mit gespannter Erwartung und Freude auf den Tag zu“, sagt Pfarrer Martin Sinnhuber. Die neue Gemeinde stehe auf solidem Fundament.

Die Fusion am kommenden Fronleichnamstag bedeutet für die Gläubigen in den vier bislang selbstständigen Pfarrgemeinden St. Mauritz , Hl. Edith Stein , St. Benedikt sowie Herz Jesu und St. Elisabeth Abschied und Neuanfang zugleich. Seit drei Jahren befasst sich eine Steuerungsgruppe aus den vier Gemeinden mit der gemeinsamen Zukunft.

Gründungstag der Pfarrei St. Mauritz

Mit einem Festgottesdienst um 10.30 Uhr an der Mauritz-Kirche wird am Donnerstag (30. Mai) die Neugründung der Pfarrei Sankt Mauritz aus den vier bisher selbstständigen Gemeinden gefeiert. Weihbischof Dr. Stefan Zekorn feiert die heilige Messe mit den Gläubigen. Nach dem Gottesdienst soll sich dort ein Fest der Begegnung anschließen. Dabei ist für Essen und Trinken gesorgt, für Kinder gibt es Spiele. Ab 13.30 Uhr ist ein Bühnenprogramm geplant. Die Festivitäten zur Pfarrgründung schließen mit einer Dank-Vesper um 16.30 Uhr in Mauritz-Kirche.

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Wie geht es mit den Kirchgebäuden weiter? Welche Gottesdienste finden wann statt? „Fragen, die sich auch ohne die Fusion gestellt hätten“, sagt Pastoralreferent Jan-Christoph Horn mit Blick auf die knapper werdenden Kirchenmittel und die sinkende Zahl an Gläubigen. In Sankt Mauritz habe man sich auf die Fahnen geschrieben, die Stärken zu stärken. „Alle lassen etwas, und wir stärken das Ganze“, beschreibt Horn den Weg.

„Da liegen Chancen, die man nach und nach entdecken muss“, zeigt sich Pfarrer Sinnhuber überzeugt, dass sich für eine Großgemeinde wie Sankt Mauritz neue Möglichkeiten eröffnen – bei unterschiedlichen Anlässen wie etwa einer Motorradwallfahrt oder einem Jugendlager, die eine kleinere Gemeinde vielleicht nicht mehr alleine auf die Beine stellen könne. Schließlich ändere sich das kirchliche Leben rasant.

Trotz anfänglicher Bedenken und auch öffentlicher Proteste gegen die Folgen der Fusion – Sinnhuber und Horn verspüren nach eigener Darstellung nunmehr Rückenwind: „Leute, die ausgestiegen sind, steigen wieder ein.“ Seelsorge laufe nun einmal über Beziehung, stellt der leitende Pfarrer fest: „Das braucht Zeit.“

Dass kritische Aktionen – vor allem für den Verbleib des beliebten Pfarrers Hubertus Krampe – nicht verpufft sind, zeige sich unter anderem darin, dass das Bistum den neuen Priester zugesagt habe. „Auch im Seelsorgeteam haben wir klare Zuständigkeiten festgelegt“, so Sinnhuber. Er sieht die Hausaufgaben gemacht und fiebert dem „bedeutenden Ereignis“ entgegen. Dafür wünscht er sich so viel Sonne wie am Montag.

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