Kommentar
Schäbig und entlarvend: Schein und Sein der Rechtspopulisten

Von Marine Le Pen bis Jörg Meuthen – Europas politische Rechtsausleger beeilen sich kollektiv und kommunikativ, den widerwärtigen Absturz an politischer Kultur bei ihren österreichischen Busenfreunden als individuelle Fehlleistung kleinzureden. Ein dummdreistes, lächerliches Unterfangen.

Montag, 20.05.2019, 21:36 Uhr aktualisiert: 21.05.2019, 07:33 Uhr
Österreichs Vizekanzler Strache ist nach Veröffentlichung der heimlich gefilmten Video-Aufnahmen zurückgetreten. Foto: Erwin Scheriau/APA/dpa

Wirre Machtergreifungs-Fantasien, Journalisten-Bashing mit „Huren“-Zitat, hemmungsloser Flirt mit russischem Geld – die Denk- und Sprachmuster ähneln sich in geradezu fataler Art und Weise. Und noch eine Parallele: Die Rechtspopulisten kommen stets daher als die braven Biedermänner, die Recht und Ordnung predigen, die den gescholtenen Altparteien Machtmissbrauch vorwerfen – die aber selbst vor Korruption und krimineller Spendenpraxis als Mittel zum Zweck nicht zurück­schrecken. Ein schäbiges, ein entlarvendes Spiel.

Bittere Erkenntnis für Österreichs Kanzler Kurz in ­Sachen FPÖ : Der Wolf im Schafspelz, der Nationalist und Ausländerfeind, gehört nicht ins demokratisch legitimierte Regierungsamt; auch nicht als – mutmaßlich geläuterter – Mehrheitsbeschaffer. So gesehen sendet die rechtspopulistische alpenrepublikanische Charakterlosigkeit sogar noch ein positives Signal ins Rest-Europa.

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