Kommentar
Grand Jury ermittelt in der Russland-Affäre: Dunkle Wolken

Es ist eine Hiobsbotschaft für Donald Trump: Sonderermittler Robert Mueller hat eine Grand Jury eingesetzt, um die Russland-Affäre genauer unter die Lupe nehmen zu können. 

Freitag, 04.08.2017, 19:08 Uhr

Kommentar : Grand Jury ermittelt in der Russland-Affäre: Dunkle Wolken
Leiter der Untersuchungskommission: der frühere FBI-Direktor Robert Mueller. Foto: dpa

Damit ist genau das eingetreten, was Trump mit aller Macht verhindern wollte. Auch seine gewohnt polternde Kritik an der Russland-Affäre („eine totale Erfindung“) kann daran nichts ändern.

Trump hatte eigentlich mit einer Entlassung von Justizminister Jeff Sessions geliebäugelt, weil er ihn nicht vor den Russlandermittlungen schützt. Doch daraus wird wohl vorerst nichts. Mueller wird ermitteln. Dass der Senat mit einer Gesetzesinitiative dafür gesorgt hat, dass Trump Mueller und Sessions nicht einfach abservieren kann, zeigt das Misstrauen von Parlamentariern auch aus den eigenen Reihen.

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Die Grand Jury bedeutet aber noch längst nicht, dass es zu einer Anklage kommen muss – oder dass Donald Trump vor dem Aus steht. Der US-Präsident kann trotz seines katastrophalen Missmanagements sogar große Erfolge bei seinen Anhängern feiern. Gerade ist der demokratische Gouverneur von West Virginia mit großem Tamtam zu den Republikanern gewechselt – weil Trump in dem Kohleland wahre Begeisterungsstürme auslöst. Und so bedeutet die Grand Jury vorerst nur eins: Der Rechtsweg nimmt weiter seinen Lauf – so gern Trump ihn auch aushebeln würde.

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