Zweites Event auf „Westfalen“
Techno-Trance unter den Zechentürmen

Ahlen -

Tausende zeigen Interesse an der zweiten Techno-Party am 25. Mai unter den Türmen der Zeche Westfalen in Ahlen. Aber nur 900 dürfen rein.

Mittwoch, 08.05.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 08.05.2019, 07:00 Uhr
Die Köpfe hinter Kleinstadt-Techno: Benedikt Bartscher und Franz Bußmann. Foto: Ulrich Gösmann

Zeche im Vorjahr, Zeche auch jetzt! „Dem schönsten Ort der ganzen Stadt“, finden Franz Bußmann und Benedikt Bartscher . Andere scheinen es ähnlich zu sehen: 3300 Facebook-Follower signalisieren schon jetzt per Like, dabei sein zu wollen, wenn Kleinstadt-Techno am 25. Mai zur zweiten Trance unter die Fördertürme von „Westfalen“ bittet. Macht doppelt so viele, wie im Vorjahr. Was auch für den Kartenvorverkauf gilt. Der ist auf dem besten Weg, an erste Grenzen zu stoßen, wenn‘s denn so weiter läuft.

Klein hatten sie angefangen – die Jungs von Kleinstadt-Techno, als sie auf dem Vorhelmer Schützenplatz ihre erste eigene Party zündeten. Melodische Klänge zu treibenden Bässen: Fortsetzung folgte in einer ehemaligen Ahlener Disco. Doch dann ging‘s nach draußen: erstes Open Air vor einem Jahr im magischen Schatten von Schacht 1 / 2 . Rund 550 Technojünger pilgerten zur Zeche. Danach war klar: Fortsetzung genau hier. Weil vor industrieller Kulisse atmosphärisch zusammengefunden hatte, was zusammen passt. Und irgendwie schien es, als hauche der Sound dieser stadthistorischer Stätte mit der Kraft seiner monotonen Bässe und melodischer Beats wieder Leben ein.

Mit einer Pfand-Aktion wollen die Ahlener diesmal die Freckenhorster Werkstätten unterstützen.

Mit einer Pfand-Aktion wollen die Ahlener diesmal die Freckenhorster Werkstätten unterstützen. Foto: Ulrich Gösmann

Neuauflage jetzt – am Samstag, 25. Mai. „Von zwei bis zwei“, sagt Benedikt Bartscher, einer der beiden Front-Jungs aus der KST-Crew. Weil die städtische Ordnungsbehörde nicht später mitspiele, gehe es halt früher los. Und auch das ist vertraglich vereinbart: 900 Gäste dürfen in die Party-Area zwischen Lokschuppen und Grubenlüfter. Das könnte knapp werden. „Ich denke, dass wir den Vorverkauf bei 500 Tickets schließen“, schickt der 22-Jährige vorweg. Schließlich sollen auch am Tag selbst noch Kurzentschlossene reinkommen. Könnte aber auch heißen, dass Spätstarter vor dem Eingangstor auf ihren Schichtwechsel am Schacht warten müssen.

Acts und Tickets

 An den Turn-Tables stehen: b_quadrat (Kleinstadt-Techno), Franek (Kleinstadt-Techno), Frank Sonic (Butan//Silq), Kyle Pe (Triebwerk 5), Moneck (Kleinstadt-Techno) und vøgelfrei (Stubenarrest//dKadhB). Tickets gibt‘s (noch) bei Uhren Herweg (Ahlen), Fitness-Treff Street Gym (Beckum), Pool (Lippstadt), Auditorium Hamm und Auditorium Münster

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Und sonst? „Wir haben uns ein bisschen professionalisiert“, wirft Franz Bußmann ein. Der Backstage-Bereich sei neu, ebenso das Produktionsbüro. Dazu kleine Überraschungen bei Deko und Lichteffekten. Der illuminierte Förderturm ist Peilmarke, eine Pfandbecher-Sammelaktion Ehrensache. Gäste können ihre leeren Behälter in beleuchtete Tanks werfen – und Gutes tun. Adressat sind die Freckenhorster Werkstätten am Standort Ahlen. „Wir wollen an diesem Abend auch an Menschen mit Handicap denken“, sagt Franz Bußmann. Die Werkstätten leisteten tolle Arbeit, die unterstützenswert sei.

Wir wollen an diesem Abend auch an Menschen mit Handicap denken.

Franz Bußmann

Damit auch alle den Weg zur Zeche finden, bieten die Partymacher erneut einen Shuttle-Service zwischen Bahnhof und Zeche an. Der, so Bußmann, habe sich „super bewährt.“ Und auch das schicken die beiden Köpfe von Kleinstadt-Techno ihrem Event vorweg: „Stressmacher, kulturelle Ausgrenzung und Spaßbremsen haben auf unseren Partys genauso wenig verloren wie Handys auf der Tanzfläche!“

Premiere im Sommer 2018.

Premiere im Sommer 2018. Foto: Ulrich Gösmann

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