Arbeit
Bei Säurespritzern im Auge rasch handeln

München (dpa/tmn) - Es kann das Augenlicht kosten: Beim beruflichen Hantieren mit gefährlichen Säuren ist immer besondere Vorsicht geboten. Bei einem versehentlichen Augenkontakt ist daher schnelles Handeln gefragt.

Montag, 08.07.2013, 12:19 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 08.07.2013, 11:16 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 08.07.2013, 12:19 Uhr

Laborangestellte, aber auch Bademeister hantieren häufig mit Chemikalien. Immer wieder kommt es dabei zu Arbeitsunfällen - und Spritzer von ätzenden Substanzen wie Schwefelsäure oder Natronlauge gelangen ins Auge. In solchen Fällen ist vor allem Schnelligkeit gefragt, sagt Michael Nasterlack von der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin. Verätzungen und im schlimmsten Fall sogar Erblindungen lassen sich verhindern, wenn Betroffene richtig handeln.

Gelangen Chemikalien ins Auge, sollten Beschäftigte sofort zum nächsten Wasserhahn laufen - und das Auge reichlich mit Wasser ausspülen. «Das sollte mindestens 15 Minuten gemacht werden», rät Nasterlack. Idealerweise wischen Betroffene das Wasser dabei vom Inneren des Auge nach außen. Machen sie es andersherum, beeinträchtigen die Chemikalien im schlimmsten Fall auch noch das Organ auf der anderen Seite.

Beim Ausspülen sollte am besten ein Kollege helfen. Viele kneifen automatisch die Augen zusammen, wenn Säure ins Auge gelangt, erklärt Nasterlack. Deswegen sei es gut, wenn ein anderer Mitarbeiter helfe, das Lid nach oben zu halten. Betroffene sollten auch keine Zeit damit verlieren, ihre Kontaktlinsen herauszunehmen. Wichtiger als alles andere sei zunächst, das Auge auszuspülen. Im Anschluss an die Erstversorgung sollten Mitarbeiter zum Augenarzt gehen.

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