Gesundheit
E-Zigaretten in der Kritik: Das gibt es zu dem Thema zu wissen!

Das Inhalieren von Dampf aus E-Zigaretten gilt laut Public Health England als bis zu 95% weniger schädlich als das klassische Rauchen von Tabakzigaretten. Allerdings sehen US-Behörden die elektronischen Zigaretten aufgrund jüngster Erkrankungswellen und daraus resultierenden Todesfällen nicht als harmlose Alternative an. Doch was hat es mit den neuesten Entwicklungen im Detail auf sich?

Freitag, 11.10.2019, 18:45 Uhr aktualisiert: 11.10.2019, 18:53 Uhr
Foto: Colourbox.de

E-Zigaretten in den USA auf dem Prüfstand

In der jüngsten Vergangenheit kam es in den USA gleich zu mehreren Hundert Lungenerkrankungen, die laut den US-Behörden mit der Nutzung von E-Zigaretten zusammenhängen könnten. Insgesamt hat die US-amerikanische Bundesbehörde für Seuchenbekämpfung über 500 Fälle von Lungenerkrankungen dokumentiert. Da einige Patienten an den Folgen verstarben, prüft die US-amerikanische Behörde für Lebensmittelüberwachung aktuell 150 Proben von verdächtigen Produkten. Eine Folge dieser Untersuchungen könnte ein landesweites Verbot von aromatisierten E-Zigaretten in den USA sein. In einigen Städten und Bundesstaaten wurden Liquids bereits verboten bzw. reglementiert. Während zum Beispiel in San Francisco schon seit Juli ein striktes Verkaufsverbot vorherrscht, beschränkt sich das Verbot in LA nur auf Liquids mit Aromastoffen. Explizit warnt die FDA aktuell jedoch vor Schwarzmarktprodukten, die THC enthalten. Ob das Verbot in San Francisco bestehen bleibt, entscheiden Anfang November die Wähler der Stadt.

In den USA sind bestimmte Hanfprodukte in diversen Bundesstaaten legal, das Hauptproblem der aktuellen Untersuchungen zufolge stellt ein Vitamin-E-haltiges Öl in den THC-Produkten dar, so genannte E-Joints. Dieses Gemisch muss, wie „Washington Post“ die Chemikerin Michelle Francl zitierte, um zu verdampfen, auf 184 Grad Celsius erhitzt werden. In dieser Form gelangt das schädliche Gemisch in die Lunge, kühlt dort ab und bleibt haften. 

Welche Auswirkungen kann das Verbot bzw. die Reglementierungen in den USA von E-Zigaretten auf den deutschen Markt haben?

Die jüngsten Ereignisse in den USA haben bereits Wellen nach Europa geschlagen. So warnt unter anderem auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung - kurz BZgA - davor, dass die langfristigen Auswirkungen des E-Zigarettenkonsums noch nicht ausreichend untersucht sind. Allerdings sind die Liquids für E-Zigaretten innerhalb der EU bereits streng reguliert . So dürfen die Flüssigkeiten zum Verdampfen nach §13 Tabakerzeugnisgesetz außer Nikotin keinerlei Stoffe enthalten, die als gesundheitsschädlich gelten. 

Die aktuellen Medienberichterstattungen könnten dazu führen, dass die Nutzer von E-Zigaretten – sog. Dampfer – wieder zu Rauchern werden. Des Weiteren wirken sich die zahlreichen Schlagzeilen über die tragischen Todesfälle in den USA negativ auf den Handel aus. „88 Prozent der Händler geben an, dass sich die Berichterstattung darüber negativ auf ihr Geschäft ausgewirkt hat“, so Dustin Dahlmann, Vorstandsvorsitzender des Bündnis für Tabakfreien Genuss (BfTG). Dahlmann beruft sich auf eine aktuelle Umfrage des Verbands, welcher mehr als 600 Unternehmen aus dem E-Zigaretten Handel befragt hat.

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