Apotheker warnen
Nicht jede Tablette mit Kerbe ist teilbar

Gerade größere Tabletten lassen sich manchmal nur mühsam schlucken. Gibt es eine Kerbe, kann man sie leicht in der Mitte durchbrechen und die beiden Hälften nacheinander einnehmen. Doch Vorsicht: Nicht jedes Präparat ist für diese Methode geeignet.

Dienstag, 14.05.2019, 12:57 Uhr aktualisiert: 14.05.2019, 13:02 Uhr
Nur Deko oder eine Sollbruchstelle? Die Kerbe allein sagt noch nichts darüber aus, ob eine Tablette wirklich teilbar ist. Foto: Andrea Warnecke

Baierbrunn (dpa/tmn) - Manche Tabletten lassen sich teilen - um dem Patienten das Schlucken zu erleichtern oder um Medikamente besser zu dosieren. Dafür haben solche Arzneimittel eine Kerbe.

Manchmal sind diese Kerben aber gar nicht zum Teilen gedacht, sondern Dekoration oder ein Unterscheidungsmerkmal. Solche Tabletten sollte man dann besser nicht teilen, warnt die «Apotheken Umschau» (Ausgabe A5/2019).

Denn manche Medikamente sind extra so konstruiert, dass sie ihre Wirkstoffe langsam oder zum Beispiel erst im Darm des Einnehmenden abgeben. Dieser Effekt würde durch die Teilung zerstört. Die Folge wäre eine eventuell gefährliche Überdosis - oder aber gar keine Wirkung des Medikaments, weil der Magensaft die Wirkstoffe zersetzt.

Ob sich eine Tablette gefahrlos halbieren lässt und welche Funktion die Kerbe hat, steht eventuell in der Packungsbeilage. Alternativ können Patienten ihren Arzt oder Apotheker fragen. Die Experten wissen im Zweifel auch, wie man ein Medikament am besten teilt und wie man große und unteilbare Arzneimittel trotzdem herunterbekommt.

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