Hintergrund
Direkter Draht zwischen Nord- und Südkorea

Seoul (dpa) - Süd- und Nordkorea haben an diesem Mittwoch zum ersten Mal seit knapp zwei Jahren wieder über ihre Telefonleitung an der Grenze miteinander kommuniziert.

Mittwoch, 03.01.2018, 13:01 Uhr

Ein südkoreanischer Regierungsbeamter prüft in Paju die direkte Kommunikationsleitung nach Nordkorea in das Grenzdorf Panmunjom.
Ein südkoreanischer Regierungsbeamter prüft in Paju die direkte Kommunikationsleitung nach Nordkorea in das Grenzdorf Panmunjom. Foto: -

Nach Angaben des südkoreanischen Vereinigungsministeriums gibt es insgesamt 33 Telefon- und Faxleitungen für die innerkoreanische Kommunikation im Grenzort Panmunjom, der etwa 60 Kilometer nördlich der Hauptstadt Seoul liegt. 

Die Leitungen dienen verschiedenen Zwecken. Den Angaben zufolge werden 21 von ihnen nur dann wirklich aktiviert, wenn es Treffen zwischen den Ländern gibt. Fünf Leitungen seien für die tägliche Verbindung und die gegenseitige Übermittlung von «Botschaften» gedacht. Diese Verbindung wurde jetzt für den Kontakt am Mittwoch freigeschaltet. 

Dazu kommen noch zwei Leitungen für den Luftverkehr, die auch während der Zeit der Kommunikationsunterbrechung geöffnet waren, sowie zwei weitere für den Schiffsverkehr. Auch bestehen noch drei Leitungen für den Grenzverkehr bei Kaesong auf nordkoreanischer Seite. Dort hatten beide Länder bis Anfang 2016 gemeinsam einen Fabrikpark betrieben. Als Reaktion auf die Beendigung der dortigen Produktion durch Südkorea hatte Nordkorea jedoch die grenzüberschreitenden Hotlines zur direkten Kommunikation gekappt. 

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5397393?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F1701571%2F4297906%2F
Dachstuhl ausgebrannt
In der Nacht zum Mittwoch wurde die Freiwillige Feuerwehr zu einem Wohnhausbrand im Bereich Masbeck gerufen.
Nachrichten-Ticker