Sexuelle Übergriffe
„Time“ kürt Menschen hinter #MeToo-Bewegung zur Person des Jahres

New York -

Das US-Magazin „Time“ hat die Frauen und Männer, die mit der #MeToo-Bewegung das Schweigen über sexuelle Übergriffe gebrochen haben, zur Person des Jahres 2017 erklärt.

Mittwoch, 06.12.2017, 14:12 Uhr

Sexuelle Übergriffe: „Time“ kürt Menschen hinter #MeToo-Bewegung zur Person des Jahres
Taylor Swift ist eines der Gesichter der #Metoo-Bewegung, sie hatte erfolgreich einen Radiomoderator verklagt, der ihr an den Po gegrapscht hatte. Foto: dpa

Auf die Titelseite der aktuellen Ausgabe setzte die Zeitschrift Frauen wie Schauspielerin Ashley Judd , Sängerin Taylor Swift und die Software-Entwicklerin Susan Fowler. Judd hatte gemeinsam mit anderen Frauen die Affäre um Filmproduzent Harvey Weinstein losgetreten. Swift hatte erfolgreich einen Radiomoderator verklagt, der ihr an den Po gegrapscht hatte. Fowler hatte eine Unternehmenskultur voller Sexismus beim Fahrdienstanbieter Uber beschrieben, die Firmenchef Travis Kalanick schließlich aus dem Amt trieb.

„Die mitreißenden Handlungen der Frauen auf unserer Titelseite gemeinsam mit Hunderten anderen sowie vielen Männern haben eine der schnellsten Veränderungen in unserer Kultur seit den 1960er Jahren freigesetzt“, teilte Chefredakteur Edward Felsenthal zur Entscheidung der Redaktion am Mittwoch mit. 

In der engeren Auswahl waren bis zuletzt unter anderem noch Donald Trump und Kim Jong Un.

Auswahlliste zur „Time“-Person des Jahres 2017

1/10
  • Nordkoreas Führer Kim Jong Un

    Nordkoreas Führer Kim Jong Un

    Foto: dpa
  • US-Präsident Donald Trump

    Foto: Evan Vucci
  • FBI-Sonderermittler Robert Mueller

    Foto: J. Scott Applewhite
  • Amazon-Gründer und Washington-Post Eigentümer Jeff Bezos

    Foto: Michael Reynolds
  • Quarterback Colin Kaepernick

    Foto: Witters
  • Die einzige nominierte Frau: „Wonder Woman“-Regisseurin Patty Jenkins

    Foto: dpa
  • Chinas Präsident Xi Jinping

    Foto: Mark Schiefelbein
  • Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman

    Foto: Uncredited
  • Die „Dreamers“: So werden Hunderttausende Migranten genannt, die als Kinder illegal in die USA kamen und nun von Abschiebung bedroht sind.

    Foto: Will Seberger
  • Die Kampagne #MeToo um sexuelle Belästigung ist ebenfalls nominiert.

    Foto: Laurent Gillieron

Seit Anfang Oktober waren Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe gegen namhafte Schauspieler, Politiker, Journalisten und andere Männer bekanntgeworden, darunter Schauspieler Kevin Spacey, Moderator Charlie Rose, Comedian Louis C.K. und Senator Al Franken. Im Internet hatten Frauen weltweit unter dem Hashtag #MeToo von sexuellen Übergriffen berichtet.

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