Kino-Kritik „Professor Marston ...“: Seicht

Das erste Biopic um einen Comic-Figuren-Erfinder führt ins Jahr 1941, wo Professor Dr. William Marston (Luke Evans) in Harvard lehrt und an einem Lügendetektor bastelt. 

Von Hans Gerhold
Skandalöse Dreierbeziehung anno 1941: Rebecca Hall (l.), Luke Evans und Bella Heathcote.
Skandalöse Dreierbeziehung anno 1941: Rebecca Hall (l.), Luke Evans und Bella Heathcote. Foto: Sony

In jeder Beziehung zur Hand gehen dem Lehrkörper seine Frau Elizabeth ( Rebecca Hall ) und Studentin Olivia Byrne (Bella Heathcote), die – der Detektor bringt es an den Tag – einander mehr lieben als erlaubt. Die Dreierbeziehung führt zum Skandal, der sich vergrößert, als der Professor, inspiriert von den Geliebten, die Comic-Figur Wonder Woman schafft, die als lassoschwingende Amazone den ersten Sprung einer Frau in die männerdominierte Superheldenfraktion schafft.

Das liest sich neckisch, ist aber von Regisseurin Angela Robinson so seicht inszeniert, dass sie sich auf Twitter eine fette Rüge von Marstons Enkelin Christie einfing. Die Kinobesucher in den USA, wo „Professor Marston & the Wonder Women“ floppte, sahen das auch so. Nur eine Fußnote zu Gal Gadots Superhit aus dem letzten Jahr. 

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