„God’s own Country“: Bauernliebe „God’s Own Country“

Aus dem Programm der (noch bis Sonntag stattfindenden) „Queerstreifen“ übernimmt das Cinema zwei der besten Beiträge in den regulären Spielbetrieb, neben der Doku „Chavela“ (über die Sängerin Chavela Vargas) auch die Agrar-Romanze „God’s Own Country“, die gern als britische Antwort auf „Brokeback Mountain“ bezeichnet wird: weil sie eben auch von der Liebe zweier Männer in ruraler Einöde erzählt. 

Von Gian-Philip Andreas
Brokeback Mountain unter Briten
Brokeback Mountain unter Briten Foto: Salzgeber

Francis Lee , der für dieses Debüt mit dem Regiepreis in Sundance ausgezeichnet wurde, lässt den dauerfrustrierten Jungbauern Johnny (Josh O’Connor), der mit seinem gehbehindertem Vater auf einem prekären Gehöft in Nordengland festsitzt, in eine Affäre mit dem rumänischen Saisonarbeiter Georghe (Alec Secareanu) geraten.

Mit Detailblick aufs landwirtschaftliche Tun in widriger Umgebung erzählt Lee ungeschönt und kitschfrei von der emotionalen Entpanzerung einer scheinbar rohen Seele. Sehenswert.

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