Kino-Kritik „Es war einmal Indianerland“: So

Da hat sich einer mächtig übernommen. Nach dem Roman von Nils Mohl, der die Irrungen und Wirrungen des 17-jährigen Mauser (Leonard Scheicher) zwischen erster Liebe, Drogen, Visionen von einem Indianer, Boxen und Road Trip erzählt, inszenierte Regiedebütant Ilker Catak eine wirre Geschichte mit aufgesetzt künstlichen Dialogen, hektischem statt kontrolliertem Schnitt und tausendundeins Zitaten quer durch die Filmgeschichte. 

Jungvolk auf Road Trip mit Godard-Feeling.
Jungvolk auf Road Trip mit Godard-Feeling. Foto: Camino

Solche Anfänger werden gern „Der kleine Godard“ genannt, was voll zutrifft, auch durch die Verweise auf dessen „Weekend“-Apokalypse. Catak will unbedingt originell sein, und so klaut er ungeniert bei Leos Carax, P.T. Anderson und „Victoria“ vom letzten Jahr. Irgendwo dazwischen himmelt Scheicher die hübsche Emilia Schüle („Jugend ohne Gott“) an, die als reiche Zicke nervt.

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