Kino-Kritik „Geostorm“: Mieses Wetter

Als etwas langsam erzählte Mischung aus Science Fiction und Katastrophenfilm mit Thriller-Touch beschwört „Geostorm“ den durch Roland-Emmerich-Filme („2012“) zur Genüge bekannten Fluss von Bildern einstürzender Wolkenkratzer, Tsunami-Fluten, berstenden Asphalts, unter sengender Sonne brechenden Wüstensands und in Eis erstarrter Dörfer.

Ein Tsunami rauscht über New York hinweg.
Ein Tsunami rauscht über New York hinweg. Foto: Warner

Dabei dürfte es in der 2022 spielenden Story eigentlich kein mieses Wetter geben, da die von 17 Nationen betriebene Wetterstation Dutchboy im All mit Satelliten das globale Klima beherrscht und kontrolliert. Wären da nicht böse Saboteure an Bord und auf der Erde, die politische Interessen haben, in wessen Hände Dutchboy gehört.

Auftritt Gerard Butler, der als Oberingenieur mit Macho-Flair und Einstein-IQ genau weiß, wo der Fehler liegt, wenn irgendwo etwas rauscht oder pfeift. Da kann Alexandra Maria Lara, die als leitende Wissenschaftlerin schlafwandelnd durchs Szenario geistert, nur leer in die Gänge gucken. Auf der Erde verschenkt das tricktechnisch halbwegs akzeptable Effektspektakel Mimen wie die Aus­tralierin Abbie Cornish als gut geschminkte Security-Frau und Jim Sturgess als Butlers flotten Bruder. Gesehen, vergessen. 

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