Kino-Kritik „Immer noch ...“: Al Gore

Vor einer Dekade bekam „Eine unbequeme Wahrheit“ den Oscar als bester Dokumentarfilm: Der amerikanische Ex-Vize-Präsident Al Gore warnte darin als Zampano einer eigenen Multimedia-Show mit ebenso didaktischem wie unterhaltsamem Nachdruck vor den Gefahren der globalen Erwärmung. 

Al Gore 
Al Gore  Foto: dpa

Zehn Jahre später hat sich die Lage geändert: Im Weißen Haus sitzt ein unbelehrbarer Klimawandelleugner, der aus internationalen Abkommen austritt und sich eine Welt aus „alternativen Fakten“ zusammenzimmert.

Da kommt diese engagierte Fortsetzung gerade recht, die ihr Augenmerk vor allem auf die vielen zukunftsweisenden Projekte richtet, die von Leuten unternommen werden, die der wachsenden Neo-Ignoranz entgegenwirken wollen – darunter sogar erzrepublikanische Bürgermeister mit Öko-Durchblick! Gore , inzwischen 69, lässt sich dabei ein bisschen zu eitel als Strippenzieher inszenieren (Regie: Bonni Cohen und Jon Shenk), aber die immer noch zahllosen unbequemen Wahrheiten werden anschaulich rübergebracht.

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