Kino-Kritik
„Magical Mystery“: Nach Regener

In „Herr Lehmann“ war Karl Schmidt nur eine Nebenfigur: Als Kumpel des Titelhelden schlug sich der Künstler durchs Berlin der Achtziger, nach dem Mauerfall brach er psychisch zusammen. 

Freitag, 01.09.2017, 11:09 Uhr

Karl Schmidt (Charly Hübner) grummelt.
Karl Schmidt (Charly Hübner) grummelt. Foto: Gordon Timpen

In „Magical Mystery“, der von Sven Regener zwölf Jahre später nachgeschobenen Fortsetzung des Erfolgsromans, ist Karl nun selbst der Held, und in Arne Feldhusens („Stromberg“) Verfilmung spielt ihn der begnadet verschluffte „Tatort“-Kommissar Charly Hübner, der das Wiedererwachen dieses Ruhiggestellten nuanciert herüberbringt.

Nach der Entlassung aus der Psychiatrie lebt Karl 1994 in einer betreuten WG, als er seine Kumpels Ferdi (Detlev Buck) und Raimund wiedertrifft. Die beiden Techno-Produzenten bitten Karl, sie bei einer Tournee zu unterstützen: Auftakt zu einer Anekdotenshow mit wummernden Beats und seltsamen Typen, die etwas ziellos ausufert, aber ein gelungenes Porträt der Technoszene zeichnet.

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