Babysitting für den Mörder „Killer’s Bodyguard“: Zünftiger B-Actionfilm mit guten Stars

Männer mit Wumme: Mehr braucht das Actionkino nicht. Das zumindest behaupteten die bleihaltigen Reißer in den Videothekenregalen der 1980er- und 1990er-Jahre. Mit „Killer’s Bodyguard“ kommt jetzt ein Film in die Kinos, der so aussieht wie einer dieser ollen B-Filme, die heute nur noch in Flohmarktkisten und im Nachtprogramm unterklassiger Privatsender zu finden sind.

Von Gian-Philip Andreas
Bodyguard Michel (Ryan Reynolds, l.) und Killer Darius (Samuel L. Jackson) verstehen sich prächtig.
Bodyguard Michel (Ryan Reynolds, l.) und Killer Darius (Samuel L. Jackson) verstehen sich prächtig. Foto: dpa

Da lässt sich ein begnadeter, aber nach einem misslungenen Job in Ungnade gefallener Bodyguard widerwillig als Aufpasser eines Auftragskillers engagieren, der in einem wichtigen Prozess gegen einen osteuropäischen Diktator ( Gary Oldman , „Léon – Der Profi“) aussagen soll, was dessen Schergen auf den Plan ruft.

Dass diese bei der Hatz zum Internationalen Gerichtshof niedergemäht werden wie im Computer-Ballerspiel, ist erwartbar, und der einschlägig vorbelastete Regisseur Patrick Hughes („Expendables 3“) inszeniert die Kampf- und Verfolgungsszenen sehr kompetent. Ryan Reynolds („Deadpool“) als Bodyguard Michael und Samuel L. Jackson (im schnoddrigen Pulp-Fiction-Modus) als Killer Darius, der seine Frau (Salma Hayek) aus dem Gefängnis holen will, harmonieren als dauerkabbelndes Buddy-Duo sehr gut, wobei streng darauf geachtet wird, dass Kincaid trotz seines lebensbeendenden Berufes als Mann von Anstand rüberkommt. Neu ist an all dem natürlich rein gar nichts. Für Fans des Genres wird das dennoch kein Problem sein.  

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