Kino-Kritik „Annabelle 2“: Effektiver Grusel

Der erste Teil von „Annabelle“ gilt als Tiefpunkt im „Doll Horror“-Genre, in dem starrgesichtige, von Dämonen besessene Porzellanpuppen Unheil anrichten. „Annabelle 2“ ist nun die Fortsetzung, also das Sequel, zugleich aber ein Prequel des ersten Teils, ihm also zeitlich vorgelagert: kompliziert! 

Puppenmacher Samuel (Anthony LaPaglia)
Puppenmacher Samuel (Anthony LaPaglia) Foto: dpa

Erzählt wird die Genese der Schreckensfigur, in die der Puppenmacher Samuel ( Anthony LaPaglia ) anno 1943 die Seele seiner verstorbenen Tochter einsperrt. Oder einen Dämon? Als er und seine Frau ( Miranda Otto ) einer Nonne und ein paar Waisenmädchen Unterschlupf in ihrem Landhaus bieten, kann der Spuk losgehen.

Und, oh Wunder, was Regisseur David F. Sandberg („Lights Out“) aus der ausgelutschten Prämisse macht, kann sich sehen lassen: Mit geschicktem Timing, subjektiven Perspektiven und effektivem Sound-Design jagt er selbst abgebrühten Fans noch Schrecken in die Glieder. So ist das Prequel-Sequel besser als sein Sequel-Prequel. 

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