TV-Tipp
Germany's next Topmodel

Weinen, kreischen, Haare schneiden: Die Castingshow «Germany's next Topmodel» geht in die nächste Runde. Diesmal sind nicht nur magere Nachwuchsmodels dabei. Ein guter Schritt?

Donnerstag, 08.02.2018, 00:02 Uhr

Thomas Hayo (l-r), Moderatorin Heidi Klum und Juror Michael Michalsky bei der Eröffnung des Finales der zwölften Staffel.
Thomas Hayo (l-r), Moderatorin Heidi Klum und Juror Michael Michalsky bei der Eröffnung des Finales der zwölften Staffel. Foto: Marcel Kusch

München/Berlin (dpa) - Heidi Klum und ihre Co-Juroren Thomas Hayo und Michael Michalsky tanzen zum Song «There's no business like show business» über die Bühne. Sie schwankt bedrohlich auf ihren Highheels, die beiden Männer wackeln - nicht weniger bedrohlich - nebenher.

Fast ein Jahr liegt diese Szene zurück. Getanzt wurde anlässlich des Finales von «Germany's next Topmodel» im Mai 2017. Der geübte «Topmodel»-Zuschauer fragte sich schon damals: Was kann jetzt noch kommen?! Jede Pose, jede Peinlichkeit schien gezeigt. Das wissen vermutlich auch die Macher der ProSieben-Sendung. Trotzdem startet «Germany's next Topmodel» an diesem Donnerstag (8. Februar, 20.15 Uhr) in die 13. Staffel. Und Chef-Jurorin Heidi Klum verspricht: «Alles wird anders!»

50 Kandidatinnen stellen sich zur Wahl. Doch nur eine kann «Germany's next Topmodel» werden. Und nur eine kommt auf das Cover des Magazins - Überraschung! - «Harper's Bazaar». Denn diesmal landet das Bild der Gewinnerin nicht auf dem Titel der Zeitschrift «Cosmopolitan». Die Zusammenarbeit wurde wegen «konzeptioneller Änderungen» auf beiden Seiten beendet, hieß es, als die Neuerung bekannt wurde.

Mit noch ein paar weiteren Änderungen wollen die Verantwortlichen die Zuschauer trotz aller Routine bei Laune halten. So geht es mit den 50 Auserwählten direkt in die Karibik. Unter Palmen und blauem Himmel läuft es sich eben viel hübscher als unter dem Dach einer Mehrzweckhalle.

Und noch eine Änderung fällt auf: Nicht alle Kandidatinnen sehen aus wie klassische Magermodels. «Heute sind auch Mädchen mit tollen Kurven gefragt», erklärt Jurorin Heidi Klum. Die Branche sei vielfältiger geworden. Und es gehe auch darum, sich gut zu vermarkten und «Starqualitäten» zu besitzen. «Es geht um Mädchen mit Persönlichkeit, die interessant sind», sagt Klum.

Ob ein paar Kandidatinnen mit schlanken, normalen Figuren diesen Wandel tatsächlich überzeugend rüberbringen können, bleibt fraglich. Die Kritik an der Sendung ist nach wie vor groß. Die Mehrheit der Menschen in Deutschland findet, das Format vermittele ein falsches Schönheitsideal, zeigt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstitut YouGov.

Und trotz aller kleinen Veränderungen: Wer den üblichen GNTM-Rhythmus aus Weinen, Kreischen und Haare schneiden liebgewonnen hat, braucht keine Angst zu bekommen. In der vierten Folge geht es ins bei den Zuschauern so beliebte Umstyling, verrät Klum. Und da lassen die üblichen Reaktionen bei den Nachwuchsmodels nicht lange auf sich warten. «Nach zehn Minuten kamen die ersten Tränen», berichtet die 44-Jährige.

Was sonst noch bleibt: Die Zusammensetzung der Jury, das Plusquamperfekt von Heidi Klum und der Wettkampf der beiden Model-Teams um die beiden männlichen Juroren. In diesem Sinne: Lasset die «Battles» beginnen.

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