Wer erwürgte die Schwester?
Jürgen Vogel spielt den „wüsten Gobi“ im Weimar-Tatort

Wenn in einem Krimi gleich zu Beginn eine Figur fragt „Was sollte schon passieren?“, ist klar: Es wird nichts Gutes folgen. So auch im neuesten „Tatort“ aus Weimar. Dort läuft eine Krankenschwester im Maßregelvollzug gleich nach dieser Frage in ihr Verderben.

Dienstag, 26.12.2017, 15:12 Uhr

In der Kanalisation unterwegs: Kommissarin Kira Dorn (Nora Tschirner) mit Kollege Lessing (Christian Ulmen, r.).und dem Sonderling Gobi (Jürgen Vogel).
In der Kanalisation unterwegs: Kommissarin Kira Dorn (Nora Tschirner) mit Kollege Lessing (Christian Ulmen, r.).und dem Sonderling Gobi (Jürgen Vogel). Foto: ARD

Der Fall der erwürgten Schwester und der daraufhin geflohene psychisch kranke Häftling rufen das Ermittlerpaar Dorn und Lessing ( Nora Tschirner und Christian Ulmen) auf den Plan.

Doch natürlich ist längst nicht alles so, wie es zu Beginn erscheint, und schon gar nicht so, wie es der Zuschauer am Anfang durch die Augen des mit Medikamenten vollgepumpten Häftlings „Gobi“ ( Jürgen Vogel ) zu sehen glaubt.

Typischer Weimar-Krimi

Der neue Fall „Der wüste Gobi“ steht den vorigen Weimar-Krimis, die sich die ARD stets für Weihnachten aufhebt, in nichts nach: von seinen überzeichneten Charakteren wie dem vom wunderbaren Ernst Stötzner („Charité“, „Babylon Berlin“) gespielten Psychiatrie-Chefarzt Eisler bis zu Sprüchen wie: „Das Leben ist wie eine Bratwurst: Man weiß nie, was drin steckt.“

Weimar-Tatort: Der wüste Gobi

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    Gobi (Jürgen Vogel) schaut vorsichtig aus seinem Versteck.

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Kira Dorn (li, Nora Tschirner) und Lessing (re, Christian Ulmen) suchen nach Gobi.

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Gobi (Jürgen Vogel) kommt aus seinem Versteck.

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Mimi Kalkbrenner (hi, Jeanette Hain) umarmt Gobi (vo, Jürgen Vogel).

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Gobi (li, Jürgen Vogel) und Mimi Kalkbrenner (re, Jeanette Hain).

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Lessing (li, Christian Ulmen) und Kira Dorn (re, Nora Tschirner) vor der Leiche.

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • v.l.n.r.: Kira Dorn (Nora Tschirner) mit Prof. Eisler (Ernst Stötzner) und Lessing (Christian Ulmen).

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Gobi (Jürgen Vogel) auf der Flucht.

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Mimi Kalkbrenner (Jeanette Hain) vor ihrem Haus.

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Lessing (li, Christian Ulmen) und Kira Dorn (re, Nora Tschirner) schauen auf den verwundeten Professor Eisler (mi, Ernst Stötzner).

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Lessing (li, Christian Ulmen) und Kira Dorn (re, Nora Tschirner) zielen.

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Professor Eisler (Ernst Stötzner) in Bedrängnis.

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • v.l.n.r.: Kira Dorn (Nora Tschirner) mit Gobi (Jürgen Vogel) und Lessing (Christian Ulmen).

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • v.l.n.r.: Kira Dorn (Nora Tschirner) mit Gobi (Jürgen Vogel) und Lessing (Christian Ulmen).

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Lessing (li, Christian Ulmen) und Kira Dorn (re, Nora Tschirner) begutachten Gobis Strick-Dessous.

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Lessing (li, Christian Ulmen) und Kira Dorn (mi, Nora Tschirner) befragen Professor Eisler (re, Ernst Stötzner).

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Professor Eisler (mi, Ernst Stötzner) rechtfertigt sich vor Kira Dorn (li, Nora Tschirner) und Lessing (re, Christian Ulmen).

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Das Team steht hinter seinem Chef, Kurt Stich (Thorsten Merten).

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Jürgen Vogel als "Gobi".

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Jeanette Hain als "Mimi Kalkbrenner".

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Ernst Stötzner als "Prof. Eisler"

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau
  • Ralf Dittrich als "Bruno Götze".

    Foto: MDR/Wiedemann&Berg/Anke Neugebau

Zu den wiederkehrenden Gags gehört auch der fast unaussprechliche Name des Tatverdächtigen. Und die kaputte Heizung in der Wohnung des Ermittlerpaars, das seit 2013 zusammenarbeitet und zu Hause natürlich lieber keine abtörnenden kühlen Temperaturen haben möchte.

Jahresrückblick

Spezielle Vorlieben

An Sex mangelt es trotzdem nicht. Das liegt vor allem an dem recht einfach gestrickten „Gobi“ mit seinem entlarvenden Fetisch für selbst gestrickte Unterwäsche. „Ich fand die Idee mit den Dessous einfach sehr lustig. Spezielle Vorlieben muss es ja in jedem Leben geben“, sagt Darsteller Jürgen Vogel dazu.

Aber auch an Lokalkolorit mangelt es nicht. Vor allem Zuschauer westlich der Thüringer Landesgrenze werden neue Erkenntnisse über die geografische Lage Kanadas und ostdeutsche Begrifflichkeiten aus dem kurzweiligen „Tatort“ mitnehmen.

Zum Thema

„Tatort: Der wüste Gobi“, am zweiten Weihnachtstag, 26. Dezember, um 20.15 Uhr im Ersten

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Die erfolgreichsten Tatorte seit 1991

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    Wer sind die beliebtesten Ermittler? Eine Übersicht der 10 erfolgreichsten „Tatort“-Krimis seit Beginn der gemeinsamen Quotenerfassung von Ost und West - die mobile Nutzung und Mediatheken-Abrufe sind nicht eingerechnet:

    Foto: Bernd Thissen, dpa
  • 1. Der Fall Schimanski (Götz George als Horst Schimanski, 29.12.1991): 16,68 Millionen Zuschauer/52,3 Prozent Marktanteil

    Schimanski (Götz George) hebt ab und geniesst seinen Urlaub.

    Foto: WDR/Hans Zinner
  • 2. Kinderlieb (Schimanski, 27.10.1991): 16,07 Mio/45,4 Prozent.

    Sonntagmorgen - Schimanski (Götz George, links) will die Natur genießen. Thanner ist sauer so früh gestört zu werden, er hätte lieber noch ein bischen geschlafen.

    Foto: MDR/WDR/von der Heydt
  • 3. Stoevers Fall (Manfred Krug als Paul Stoever und Charles Brauer als Peter Brockmöller, 5.7.1992): 15,86 Mio/52,8 Prozent.

    Hauptkommissar Stoever (Manfred Krug, rechts) trifft am Tatort auf seinen Kollegen Lindemann (Dieter Thomas Heck), den Leiter der Abteilung "Organisierte Kriminalität", der im Verdacht steht, vom "St. Pauli Paten" gekauft worden zu sein.
    im Hintergrund: Hauptkommissar Brockmöller (Charles Brauer).

    Foto: NDR
  • 4. Experiment (Stoever/Brockmöller, 3.5.1992): 15,29 Mio/49,7 Prozent.

    Hauptkommissar Brockmöller (Charles Brauer) hat versucht, incognito in dem Krankenhaus herumzuschnüffeln, in dem die geheimnisvollen Todesfälle passiert sind. Er wurde ertappt und auf die psychiatrische Station verlegt. Sein Kollege Stoever (Manfred Krug, re) kommt, um ihn zu befreien.

    Foto: NDR
  • 5. Fangschuss (Axel Prahl als Frank Thiel und Jan Josef Liefers als Karl-Friedrich Boerne, 2.04.2017): 14,56 Mio/39,6 Prozent.

    Kriminalhauptkommissar Frank Thiel (Axel Prahl, l.) und Rechtsmediziner Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) sind in die Top Ten der „Tatort“-Quotenrangliste gelandet.

    Foto: WDR/Thomas Kost
  • 6. Tod im Häcksler (Ulrike Folkerts als Lena Odenthal, 13.10.1991): 14,46 Mio/44,6 Prozent.

    Foto: Uwe Anspach,dpa (Symbolbild)
  • 7. Blutwurstwalzer (Günter Lamprecht als Franz Markowitz, 22.9.1991): 14,37 Mio/49,0 Prozent.

    Günter Lamprecht (links) als Franz Markowitz und Jürgen Vogel als Alex.

    Foto: HR/SFB
  • 8. Tod eines Wachmanns (Martin Lüttge als Bernd Flemming, 25.10.1992): 14,26 Mio/42,9 Prozent.

    Nach dem Attentat auf den Konvoy der englischen Königin dankt Helmer (Ulrich Pleitgen, r.) Fleming (Martin Lüttge) und seinen Mitarbeitern (Klaus J. Behrend, hinten l., und Roswita Schreiner, hinten, r.) im Namen des BKA für ihre hervorragende Arbeit, aber entzieht ihnen gleichzeitig auch die Ermittlung.

    Foto: WDR/Vogelmann
  • 9. Der Mörder und der Prinz (Flemming, 17.05.1992): 14,09 Mio/52,8 Prozent.

    Weiberfastnacht in Düsseldorf: Kommissar Flemming (Martin Lüttge,r) versucht vergeblich, gute Miene dabei zu machen. (links: Komparsinnen)

    Foto: WDR
  • 10. Telephongeld (Michael Janisch als Michael Fichtl, 15.9.1991): 14,02 Mio/48,1 Prozent

    Foto: dpa (Symbolbild)

 

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