Interview Wilsberg-Nichte Ina Paule Klink: "Wir sind wie eine Familie"

Münster -

ZDF-Schnüffler Wilsberg wäre nichts ohne sein Team - davon ist zumindest dessen Serien-Patentochter Ina Paule Klink überzeugt. Seit 16 Jahren gehört sie fest zum Ensemble des Münster-Krimis. Im Interview sprach sie über den Erfolg der Reihe und ihre Kollegen, die für die 36-Jährige wie Familie sind.

Von Florentine Dame, dpa
Interview : Wilsberg-Nichte Ina Paule Klink: "Wir sind wie eine Familie"
Ina Paule Klink bei einem Auftritt im Oktober 2015 in Münster. Foto: Gunnar A. Pier

Wohl keine Rolle hat die Schauspielerin Ina Paule Klink geprägt wie diese: Seit 2000 spielt sie Alex Holtkamp , die Patentochter von ZDF-Erfolgsermittler Wilsberg . Inzwischen ist die 36-Jährige genau wie ihre Figur erwachsen geworden. Im Interview erzählt sie, wieviel von ihr selbst in der Figur Münsteraner Anwältin steckt.

Sie sind mit Wilsberg erwachsen geworden, seit 16 Jahren dabei. Wird das nicht langweilig?

Ina Paule Klink: Nein nie. Langweilig wird es ja mit der eigenen Familie auch nie und das sind wir: Das hat sich über diese Zeit so gut eingespielt, dass es ist wie Nach-Hause-Fahren, wenn ich zum Dreh komme.

Wir sind wie eine Familie. Mit Leonard Lansink als Vati, Rita Russek als Mutti, Oliver Korittke und Roland Jankowski als so etwas wie Brüder. Wir sind gut befreundet, haben viel Spaß. Wir haben immer noch den gleichen Respekt wie früher voreinander, vielleicht sogar noch mehr.

Zur Person: Ina Paule Klink - Schauspielerin und Sängerin

Die Schauspielerin und Musikerin stammt aus Brandenburg und lebt heute in Berlin. Vor 20 Jahren stand sie erstmals für das TV-Musical „Liane“ vor der Kamera und hat seither mehr als 40 Rollen in TV-Produktionen und Kinofilmen übernommen. Unter ihrem Rufnamen Paule macht die ausgebildete Sängerin Musik und hat mehrere Platten veröffentlicht.

Seit der dritten Folge und nun 20 Jahren spielen Sie in der Reihe Wilsbergs Nichte Alex Holtkamp. Man kann sagen, sie ist mit Ihnen erwachsen geworden - wieviel entdecken Sie von sich selbst in der Figur?

Klink: Vom Drehbuchautor hatte ich anfangs gerade mal eine halbe Seite Figurenbeschreibung bekommen. Ich konnte mir also viele Sachen ausdenken und die Figur mit großen Freiheiten mitentwickeln. So sind wir uns sehr nahegekommen, Alex und ich. Von der chaotischen Dauerstudentin hat sie sich inzwischen zu einer toughen Anwältin gemacht.

Vor allem beruflich wissen wir beide, was wir wollen, wir tragen das Herz auf der Zunge, sind emotional. Ich bin aber zum Glück viel weniger chaotisch als sie es ist, kann besser Entscheidungen treffen.

Wie erklären sie sich den großen und lang andauernden Erfolg von Wilsberg?

Klink: Wir sind ein Familienkrimi - es gibt zwar Blut, aber es ist auch klar, dass wir ein Märchen erzählen, auch wenn unsere Themen durchaus aktuell und politisch sein können.

Es geht weniger um den Fall, sondern immer vor allem um die Frage, wie wir in den Fall verstrickt sind. Und am Ende lösen wir ihn zusammen. Wir werden auch deshalb so geliebt, weil wir diesen Zusammenhalt zeigen, den es gar nicht mehr so oft gibt in vielen Fernsehformaten.

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