Verschärfte Sicherheit im Dom Schärferer Blick auf die Sicherheit im Dom

Münster -

Die Sicherheit im münsterischen Dom ist ein Thema. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurde die Videoüberwachung deutlich ausgebaut. Aufseher im Dom wurden mit Handys ausgestattet.

Von Ralf Repöhler
Die Videoüberwachung im Dom ist im Zuge der Sanierungsarbeiten deutlich ausgebaut worden. 
Die Videoüberwachung im Dom ist im Zuge der Sanierungsarbeiten deutlich ausgebaut worden.  Foto: Oliver Werner

Domkapitel und Polizei haben die Sicherheitsbestimmungen für den münsterischen Dom angesichts der abstrakten Terrorgefahr in Deutschland schärfer in den Blick genommen. So ist die Videoüberwachung in dem Gotteshaus im Zuge der Sanierungsarbeiten deutlich ausgebaut worden. Alle Zugangsbereiche und der Innenraum des Doms werden inzwischen überwacht, sagt Dompropst Kurt Schulte .

Zudem sind die insgesamt gut 50 Aufseher im Dom mit Handys ausgestattet worden. „Wir haben die Kustoden gebeten, genau hinzuschauen“, sagt der Dompropst. Polizeisprecher Roland Vorholt ergänzt: „Bei Auffälligkeiten oder gar Verdachtsfällen sollen sie sofort die Polizei verständigen.“ In Münster besuchen täglich mehrere Hundert Menschen den Dom, am Wochenende über 1000.

Intensiver Austausch über Sicherheitslage

Spätestens seit dem Terroranschlag von Berlin sind das Bistum Münster und das Polizeipräsidium in einem intensiveren Austausch über die Sicherheitslage. Dabei spielen auch die Vorbereitungen auf das Weltfriedenstreffen im September 2017 und den Katholikentag 2018 in Münster eine Rolle.

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„Große Kirchen sind immer potenzielle Anschlagsziele, besonders wenn sie gut besucht sind“, sagt Vorholt. Daher hatte die Polizei auch die Weihnachtsgottesdienste im Dom begleitet.

Zum Vergleich: Maßnahmen in Köln

Das Kölner Domkapitel hatte vor wenigen Tagen bekannt gegeben, dass in der Kathedrale am Rhein die Videoüberwachung ausgebaut wird und zusätzliche Sicherheitskräfte eingestellt werden. Auch dürfen dort ab März keine großen Koffer, Reisetaschen oder Wanderrucksäcke mit in den Dom mitgenommen werden.

„Die Kölner haben die Nähe zum benachbarten Hauptbahnhof. Bei uns haben die Besucher kaum Koffer dabei“, sagt Dompropst Schulte. Daher gebe es auch in Münster zunächst kein Taschen- oder Rucksackverbot.

Auch Taschen- und Einlasskontrollen sind im St.-Paulus-Dom im Gegensatz zu Köln vorerst nicht vorgesehen. „Wir haben bislang in Münster keinen Vorfall erleben müssen, der uns in der Sicherheitsfrage nachdenklich machen müsste“, sagt Dompropst Schulte.

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