Volleyball: Frauen-Regionalliga Ex-Unionistin Sarah Petrausch muss passen

Lüdinghausen -

Union Lüdinghausen kann Tabellenführer werden. Dazu muss das Spratte-Team allerdings beim USC Münster 2 klar gewinnen. Ein Wiedersehen mit Sarah Petrausch fällt allerdings aus.

Von Christian Besse
Als Spielerin wechselte Sarah Petrausch zur neuen Saison vom Bundesligisten USC Münster zum USC 2. Gegen Ex-Verein und Regionalligist Union Lüdinghausen wird sie am Samstag aber nicht auf dem Parkett stehen.
Als Spielerin wechselte Sarah Petrausch zur neuen Saison vom Bundesligisten USC Münster zum USC 2. Gegen Ex-Verein und Regionalligist Union Lüdinghausen wird sie am Samstag aber nicht auf dem Parkett stehen. Foto: Peperhowe

So verrückt kann es laufen: Sarah Petrausch , bis zum Sommer für Volleyball-Bundesligist USC am Netz und seitdem für die Münsteraner Reserve in der Regionalliga aktiv, hätte am Samstag ab 17 Uhr gegen Pia Fuchs und Corinna Schleifnig, die sie privat gut kennt, spielen können. Dann geht in der Halle Berg Fidel die Partie zwischen dem USC Münster 2 und Union Lüdinghausen über die Bühne. Doch Petrausch ist verhindert. Die Münsteranerin ist zur gleichen Zeit in Lüdinghausen, wo der Landesligist USC 3, den sie trainiert, gegen den ASV Senden 3 spielt.

Das Navi muss die 27-Jährige auf ihrem Weg in die Steverstadt nicht in Anspruch nehmen. Lüdinghausen kennt sie gut. 2004 war das damals 14-Jährige Ausnahmetalent vom Heimatverein SuS Olfen zu Union gewechselt. Von dort ging es für die spätere Nationalspielerin weiter zum VC Olympia Berlin, später zu den Roten Raben Vilsbiburg. Seit 2012 ist Petrausch beim USC – dort stand sie in der vergangenen Saison noch mit Sina Fuchs und Hanna Orthmann am Netz, beide ebenfalls aus der Talentschmiede Lüdinghausen.

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Ich weiß, dass Union drei, vier erfahrene Spielerinnen hat, die ein Spiel auch mal rumreißen können.

Sarah Petrausch

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„Ich weiß, dass Union drei, vier erfahrene Spielerinnen hat, die ein Spiel auch mal rumreißen können“, sagt Petrausch über das Regionalligateam ihres Ex-Vereins. „In der letzten Saison habe ich noch zwei, drei Spiele gesehen.“ Bei einer Testpartie des damaligen Bundesstützpunkts Münster gegen die Schwarz-Roten stand sie als Co-Trainerin des Domstadt-Teams an der Seitenlinie.

„Wir haben viel Erfahrung, gepaart mit Spielwitz“, sagt die Spielerin des USC 2 über ihr eigenes Team, das von Ex-Bundesliga-Coach Axel Büring trainiert wird. Für die Erfahrung sind Routiniers wie etwa Ex-Nationalspielerin Linda Dörendahl zuständig, die voraussichtlich auch am Samstag gegen die Lüdinghauserinnen zum Einsatz kommt.

Nicht nur, was die Mischung der beiden Mannschaften angeht, begegnen sich USC 2 und Union am späten Samstagnachmittag auf Augenhöhe. Nach drei Spieltagen sind die noch ungeschlagenen Lüdinghause­rinnen Zweiter, direkt gefolgt von der Bundesliga-Reserve aus der Domstadt. Die Teams trennt nur ein Punkt.

Union kann Spitzenreiter werden

Regionalliga-Spitzenreiter SG Werth/Bocholt hat an diesem Wochenende spielfrei. Der Tabellenzweite Union Lüdinghausen hat nur zwei Punkte weniger auf dem Konto als die SG und würde mit einem 3:0- oder 3:1-Sieg am frühen Samstagabend beim USC Münster 2 die Tabellenführung übernehmen. Und das, ohne die Tabelle zu verzerren, denn die aktuelle Nummer eins hat bisher ein Spiel mehr absolviert als die Schwarz-Roten. Diese machen sich dennoch keinen Druck. „Wir gehen da ganz locker und unvoreingenommen rein“, sagt Union-Kapitänin Pia Fuchs vor der Partie in der Sporthalle Berg Fidel angesichts der vielen teilweise erstliga-erfahrenen Spielerinnen der USC-Reserve. „Aber wir haben total Bock auf das Spiel.“ Außer der beruflich verhinderten Larissa Ruwe ist der Lüdinghauser Kader komplett. chrb

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