Volleyball: Frauen-Bundesliga
Herzblut allein reicht nicht – USC Münster unterliegt Stuttgart mit 1:3

Münster -

Der USC Münster kann gegen Allianz MTV Stuttgart in dieser Saison nicht gewinnen. Zum dritten Mal kreuzten sich die Wege der Volleyball-Bundesligisten bislang, drei Mal kam der Sieger aus dem Schwabenland. Diesmal dauerte die Partie vier Sätze.

Sonntag, 04.02.2018, 17:02 Uhr

Am Boden nach der dritten Niederlage gegen die Schwaben in dieser Saison: Ines Bathen und Lisa Thomsen (vorne).
Am Boden nach der dritten Niederlage gegen die Schwaben in dieser Saison: Ines Bathen und Lisa Thomsen (vorne). Foto: Jürgen Peperhowe

Zu den Lieblingsgegnern des USC Münster wird Allianz MTV Stuttgart in dieser Saison ganz sicher nicht mehr werden. Nach der Hinspiel-Niederlage (0:3) und dem Pokal-Aus im Viertelfinale (2:3) kassierte die Mannschaft von Trainer Teun Buijs die dritte Niederlage der laufenden Spielzeit. Diesmal wieder in heimischer Halle, diesmal vor 1469 Zuschauern mit 1:3 (17:25, 14:25, 25:16, 15:25).

Dabei tat Münster das, was ein Außenseiter gegen ein Liga-Schwergewicht tun muss. Um jeden Ball kämpfte der USC, der viel Herzblut in die Waagschale warf – der aber mit seinen Mitteln nur bedingt an der Stuttgarter Klasse kratzen konnte. Bis zum 4:3 führte Münster, hielt zumindest bis zum 8:11 so etwas wie Tuchfühlung. Doch es lag an Stuttgart, dass Münster anders als beim Pokal-Krimi nicht in die Rolle des ebenbürtigen Rivalen schlüpfen konnte. Der MTV stand ungemein stabil in der Annahme und machte es so Zuspielerin Femke Stoltenborg einfach, ein schnelles Spiel aufzuziehen. Dabei nutzte die Niederländerin die reichhaltigen, erstklassigen Optionen variabel. Ob Mallory McCage, Nika Daalderop, Michaela Mlenjkova oder Paige Tapp – der Gast stellte den USC vor eine Menge Probleme, zumal der druckvolle Aufschlag Münsters Annahme um die wieder einsatzfähige, aber nicht bei 100 Prozent spielende Libera Lisa Thomsen vor Pro­bleme stellte.

So entwickelten sich die ersten beiden Durchgänge ohne Wenn und Aber zu einer klaren Angelegenheit, zu groß war der Unterschied zwischen dem Buijs-Team und dem Meisterschaftskandidaten. Besonders zu Beginn des zweiten Satzes bekam Münster kein Bein an den Boden, beim zwischenzeitlichen 1:10 kamen Gedanken an das 5:25 aus der Hinrunde in Stuttgart auf.

Aber der USC zeigte eine Reaktion, bewies Moral und Kampfgeist. Natürlich war dieser zweite Abschnitt nicht mehr zu retten, jedoch leiteten die Unabhängigen eine kleine Wende ein. Und die schlug sich in Satz drei ­wieder. Münster steigerte sich und nutzte die wenigen Momente, in denen Stuttgart nicht komplett sein Potenzial abrief. „Wir haben zurück ins Spiel gefunden und super gekämpft. Zudem hat der Wechsel im Block mehr Energie gebracht“, sagte ­Buijs, der für Juliane Langgemach die Finnin Roosa Laakkonen auf das Feld geschickt hatte. Dieser Wechsel zeigte Wirkung, der USC war nun griffig – und erfolgreich. Ivana Vanjak auf der Diagonalen kam mehr zur Geltung, auch mit dem Aufschlag war Münster effektiv.

Die Folge: ein 25:16. Doch dieser Zauber verflog schnell wieder, der MTV hatte nichts zu verschenken. Die 0:4-Serie beim 7:9 bedeutete den Niederschlag für den Gastgeber, Münster hatte keine Pfeile mehr im Köcher. „Stuttgart hat im Angriff sehr viel Qualität und hat dazu in der Abwehr sehr gute Sachen gemacht. Das war nicht einfach“, so Buijs.

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