Volleyball: Bundesliga
Beim USC Münster loben alle Trainer Teun Buijs

Münster -

Der Mann ist erst ein halbes Jahr da, aber er hat schon jetzt Spuren hinterlassen: Teun Buijs, der Trainer des USC Münster, liefert nachweislich gute Arbeit ab. Präsident Jörg Adler und Sportchef Axel Büring loben den Niederländer über den grünen Klee.

Montag, 22.01.2018, 16:01 Uhr

Bei Teun Buijs laufen alle Fäden zusammen. Trotz personeller Probleme hält er mit seiner Mannschaft Kurs. Präsident Jörg Adler sagt über den Niederländer: „Er ist ein Segen für den USC.“
Bei Teun Buijs laufen alle Fäden zusammen. Trotz personeller Probleme hält er mit seiner Mannschaft Kurs. Präsident Jörg Adler sagt über den Niederländer: „Er ist ein Segen für den USC.“ Foto: Jürgen Peperhowe

Als der USC Münster im Frühjahr 2017 die Trainerfrage beriet und sich nach intensiver Kandidatenkür für Teun Buijs entschied, hat der Verein offenbar sehr viel richtig gemacht. Unter der Führung des erfahrenen Niederländers erfreut sich der Bundesligist trotz heftiger personeller Rückschläge erstaunlichen Erfolgs. Längst schaut die Konkurrenz mit einiger Achtung über den Zaun. Just sagte Alexander Waibl, Trainer des Spitzenreiters Dresden, dass ihm die Entwicklung in Münster wirklich imponiere. Beim USC hören sie Lob aus berufenem Munde natürlich gern. Es schmeichelt ihnen und bestärkt sie in der Hoffnung, auf dem richtigen Weg zu sein.

Einhergehend mit der Verpflichtung des neuen Trainers hat der USC im Sommer den Kader komplett umgekrempelt und eine Mischung aus Erfahrung und jugend­lichem Drang gefunden. Der Mix passt, Münster blieb auch in schwierigen Momenten in der Spur. Und davon gab es nun wirklich nicht wenige: Saisonaus für die erkrankte Ivana Bulajic noch vor dem ersten Spiel, Kreuzbandriss bei Lena Vedder, Verletzungspause für Ines Bathen und zuletzt der kurzfristige Ausfall von Lisa Thomsen. Coach Buijs hat nie geklagt, sondern immer nach Lösungen geforscht. Der 57-Jährige ist ein positiver Mensch. Und diese Mentalität überträgt sich auf seine Mannschaft.

Am Sonntag, nach dem 3:0 über Potsdam, hat Buijs gesagt, dass die Umkleide­kabine dringend vergrößert werden müsse. Natürlich im Flachs, aber wenn jeder bislang eingesetzter Spielerin (zuzüglich Bulajic) ein eigener Spind zustehen würde, stünden dort mittlerweile 18 in einer Reihe. Mehrfach schon mussten eiligst Trikots neu beflockt werden.

Der USC ist unter Buijs auf einem guten Weg. Eigen­gewächse wie Luisa Keller (16), Lina Alsmeier (17), Liza Kastrup (18) und Chiara Hoen­horst (20) sind Ver­sprechen für die Zukunft. „Ich sehe in ihnen allen potenzielle Bundesliga-Spielerinnen“, so Sportleiter Axel Büring . Die Kunst wird sein, die Talente von der Marke und vom Weg Münsters zu überzeugen. Nur so wird der Nachwuchs zu binden sein. Bis 2019 sind alle unter Vertrag, genau wie der Trainer.

Bei Buijs laufen momentan die Fäden zusammen. Der Coach macht die Talente im Training stark und gibt ihnen im Wettkampf Einsatzzeiten. „Die Arbeit von Teun ist über­ragend. Er wirft die Jungen ins kalte Wasser. Aber er beschützt sie auch, indem er ihnen Rettungsschwimmer an die Seite stellt“, erklärt Büring. Und noch eines ist dem Vizepräsidenten in Bezug auf den aktuellen Trainer sehr wichtig: „Er interessiert sich nicht nur für den kurzfristigen Erfolg, sondern denkt langfristig. Das ist ganz im Sinne des Vereins.“

Langfristigkeit und Nachhaltigkeit – das sind Themen, die auch Clubchef Jörg Adler beschäftigen. Schon jetzt macht er sich Gedanken über eine längere Zusammenarbeit mit Buijs. „Dieser Mann ist ein Segen für den USC. Ein wunderbarer Mensch und Trainer“, meint Adler, „und offenbar genau der Richtige für unseren ­Kader.“

► Libera Thomsen wird dem USC wahrscheinlich schon am Samstag im ­Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn VC Wiesbaden wieder zur Verfügung stehen. Die 32-Jährige musste gegen Potsdam wegen einer Kapselverletzung im Sprunggelenk passen.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5448325?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F685692%2F
Staatsanwälte ermitteln wegen Waffenrecht-Verstößen
Das Urenco-Areal in Gronau aus der Vogelperspektive.
Nachrichten-Ticker