Volleyball: Damen-Bundesliga
Dresden ist die ultimative Schwerstaufgabe für den USC

Münster -

Eine richtig harte Nuss kommt da auf den USC Münster am Sonntag zu. Der Dresdner SC ist zu Gast am Berg Fidel. Und die Sachsen, die 2017 erstmals seit langer Zeit keinen Titel gewannen, stehen unter Strom. 15 Spiele in Serie gestalteten sie zuletzt siegreich.

Mittwoch, 10.01.2018, 15:01 Uhr

Alexander Waibl lenkt seit 2009 die Geschicke beim Dresdner SC. In diesen Wochen sind die Sachsen außergewöhnlich erfolgreich.
Alexander Waibl lenkt seit 2009 die Geschicke beim Dresdner SC. In diesen Wochen sind die Sachsen außergewöhnlich erfolgreich. Foto: Jürgen Peperhowe

Komplett leer ausgegangen sind die Volleyballerinnen des USC Münster in dieser Saison noch nicht oft. Da war ein 0:3 in Stuttgart. Und auch im Auswärtsspiel in Dresden blieben die Unabhängigen ohne Satzgewinn. Gegen Stuttgart hat sich Münster längst rehabilitiert. Beim unglücklichen 2:3 im Viertelfinale des DVV-Pokals hingen die klar favorisierten Schwaben fast schon am Haken. Bleibt Dresden. Am Sonntag (14.30 Uhr) sind die Sachsen Gast in der Sporthalle Berg Fidel.

Eine Partie mit dem DSC ist die vermutlich kniffligste und anspruchsvollste Aufgabe im Oberhaus der Frauen. Und der Zeitpunkt dafür gerade besonders ungünstig. Nicht weniger als 15 Pflichtspiele hat die Mannschaft nunmehr in Folge gewonnen. Mit einem 3:0 beim französischen Vertreter Pays d’Aix Venelles VB zog sie am Dienstag souverän ins Achtelfinale des CEV-Cups ein. Im DVV-Pokal stehen die Sachsen bereits im Endspiel (gegen Wiesbaden). Dazu führen sie das Bundesliga-Klassement an. Wer sagt, dass Dresden gerade einen Lauf habe, untertreibt. Da rollt am Sonntag eine wahre Lawine auf den USC zu.

Der DSC ist international aufgestellt, hat herausragende Einzelspielerinnen und einen enormen Teamgeist. Auch in schwierigen Situationen behalten die Schützlinge von Coach Alexander Waibl die Köpfe oben. „Unsere Wettkampfhärte in engen Situationen ist außergewöhnlich“, sagt der Trainer. Bei den 3:2-Erfolgen über Meister Schwerin in der Liga und im Pokal-Halbfinale gab eben jene besondere Qualität den Ausschlag.

Seit 2009 ist Waibl Cheftrainer in der Elbmetropole. Der 49-jährige Schwabe ist dort inzwischen fest verwurzelt, das Kaliber seiner Arbeit spiegelt sich in vielen Pokalen wider. Eigentlich hatte er vom ersten Tag an Erfolg. Gleich im ersten Jahr gewann er mit dem DSC den DVV-Pokal, in der Liga folgten drei Vizetitel und schließlich ein Meister-Hattrick. Nur 2017 bekam Dresden keine Hand an die Trophäen. Die Endspiele in den nationalen Wettbewerben bestritten jeweils Schwerin und Stuttgart.

Nun strebt Dresden wieder nach Glanz und Gloria. Das finanzielle Budget lässt große Sprünge zu. Vor Saisonstart sagte Vorstandschef Jörg Dittrich, dass der Verein mit einem Etat von 1,65 Millionen Euro plane. Was zweifelsfrei ein hübsches Sümmchen ist.

Dem USC Münster steht so viel Geld nicht zur Verfügung. Trotzdem schlägt er sich bislang besser als erwartet. Allerdings droht gegen Dresden die dritte Niederlage in Serie. Spätestens gegen Potsdam eine Woche später sollte der Trend gestoppt werden. Die Brandenburgerinnen sind übrigens die einzige Mannschaft, gegen die der DSC in dieser Saison verlor. Gleich am ersten Spieltag mit 2:3.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5414875?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F685692%2F
Staatsanwälte ermitteln wegen Waffenrecht-Verstößen
Das Urenco-Areal in Gronau aus der Vogelperspektive.
Nachrichten-Ticker