Volleyball: Frauen-Bundesliga
Ausrutscher nach Matchbällen – der USC verliert in Erfurt mit 2:3

Münster -

Der USC Münster hat sich einen Fehlstart in die Rückrunde erlaubt. Zwar gewann das Team von Trainer Teun Buijs bei Schwarz-Weiß Erfurt die ersten beiden Sätze, den Sieg aber sicherte sich der Tabellenvorletzte. Münster leistete sich zu viele Fehler, dazu machte der Coach einen weiteren Faktor aus.

Samstag, 06.01.2018, 21:01 Uhr

Mit 21 Punkten war Ivana Vanjak gemeinsam mit Juliet Lohuis die Topscorerin des USC, der aber überraschend und nach einer 2:0-Satzführung beim SW Erfurt mit Emily Thater (r.) zum Rückrundenstart verlor.
Mit 21 Punkten war Ivana Vanjak gemeinsam mit Juliet Lohuis die Topscorerin des USC, der aber überraschend und nach einer 2:0-Satzführung beim SW Erfurt mit Emily Thater (r.) zum Rückrundenstart verlor. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Rückrunde hat für den USC Münster so begonnen, wie die Hinserie aufgehört hatte. Mit einer Niederlage im Tiebreak. Beim Tabellenvorletzten SW Erfurt unterlag der Volleyball-Bundesligist mit 2:3 (25:16, 25:18, 20:25, 27:29, 12:15) und leistete sich damit einen Ausrutscher, der in der Endabrechnung noch richtig wehtun kann. Zumindest Platz vier hat der USC vorübergehend an die LiB Aachen verloren, auch der VC Wiesbaden hängt den Unabhängigen nun direkt im Nacken.

Den Einstieg in die zweite Saisonhälfte hatte sich Münster sicher ganz anders vorgestellt, Trainer Teun Buijs hatte vor der Partie einen Sieg von seinen Schützlingen eingefordert. Und die lagen auch lange auf Kurs, hatten in den ersten beiden Sätzen immer zu rechten Zeit die Qualität, das Spiel an sich zu reißen. Mit Neuzugang Liza Kastrup in der Startformation setzte sich der Gast vor 580 Zuschauern im ersten Durchgang von 12:10 auf 17:11 entscheidend ab, im zweiten Durchgang reichte der Zwischenspurt von 19:17 auf 22:17, um sich durchzusetzen.

Alles schien seinen Gang zu nehmen nach der Zehn-Minuten-Pause erneut gestaltete sich das Geschehen bis zur Satzmitte ausgeglichen. Doch in dem Maße, in dem Münster dann abbaute, legte Erfurt zu. Besonders Erika Mercado hielt ihr Team im Spiel, sechs ihrer 32 Punkte – damit machte die Kolumbianerin fast so viele wie ihre gesamte Mannschaft – steuerte die Angreiferin bis zum 12:11 bei. Und da dazu auch noch der SWE-Block immer mehr Zugriff bekam und sich die Schwarz-Weißen in der Verteidigung erheblich steigerten, sicherte sich der Gastgeber mit einem Block gegen Ines Bathen Abschnitt drei.

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Fehlende Durchschlagskraft

Was erst nach einem kleinen Betriebsunfall aussah, entpuppte sich als massive Störung im USC-System. Zwar konterte Münster den 0:5-Fehlstart mit einem 7:0-Lauf, Sicherheit aber verlieh dieser dem Buijs-Team nicht. Die Annahme war alles andere als stabil, dazu fehlte die Durchschlagskraft und Kaltschnäuzigkeit im Angriff. Immer wieder ließen die Westfalen Chancen liegen. Wie auch in der finalen Phase von Satz vier, als die Unabhängigen drei Matchbälle vergaben. Die ersten beiden wehrte – wer sonst – Mercado ab, dann schmetterte Lina Alsmeier einen Ball ins Aus – wie auch drei Ballwechsel später zum 27:29.

Ein Punkt blieb damit bereits in Thüringen, aber es kam noch schlimmer. Schon der Aufschlagfehler von Ba­then verhieß nichts Gutes, zumal Mercado weiter fleißig punktete und der USC immer noch zu viele Unzulänglichkeiten offenbarte. Nach dem 5:11 kämpfte sich Münster zwar noch einmal heran, doch als die Aufschläge von Zuspielerin Mareike Hindriksen und Chiara Hoenhorst neben das Feld gesegelt waren, war die Hoffnung auf eine erfolgreiche Aufholjagd beendet. „Erfurt hat ein gutes Spiel gemacht, aber wir waren zu fehlerhaft und haben im Angriff zu viele Chancen gebraucht. Der Unterschied war zudem die Abwehr. Wir hatten unsere Möglichkeiten im vierten Satz, hatten da auch etwas Pech“, sagte Buijs, der zudem „fehlende Routine“ als Faktor ausmachte. „Das ist unser Problem. Als der Druck größer und größer wurde, hätte uns mehr Erfahrung geholfen.“

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