Handball: Nachwuchsförderung Hamm und Sendenhorst gehen gemeinsamen Weg

Sendenhorst -

In der Sportsprache sagt man ja ganz gern: Das Tor war heute wie vernagelt. Was damit gemeint ist, ist klar: Die Offensivkräfte haben ihren Arbeitsauftrag nicht ausgeführt und den Ball – durch eigenes Unvermögen oder einen überragenden Torhüter – nicht im Gehäuse unterbringen können. Wenn Fynn Holpert sich in ein Handballtor stellt, bekommt dieser Ausspruch noch eine ganz andere Deutung.

Von Ulrich Schaper
Hand in Hand: Abteilungsleiterin Elisabeth Hunkemöller und Fynn Holpert freuen sich über den gemeinsamen Weg.
Hand in Hand: Abteilungsleiterin Elisabeth Hunkemöller und Fynn Holpert freuen sich über den gemeinsamen Weg. Foto: Ulrich Schaper

 Weil der Ex-Handball-Profi die Ausmaße eines Kleiderschrankes hat, wirkt das Tor hinter ihm tatsächlich wie vernagelt. Zwar trägt Holpert heute feinen Zwirn statt Jogging-Buxe. Der 50-Jährige macht aber immer noch eine gute Figur im Kasten.

Binnen weniger Wochen war es bereits der zweite Sendenhorst-Besuch des Managers, der für den Zweitligisten ASV Hamm-Westfalen tätig ist. Beim letzten Mal traf sich seine Mannschaft zum Freundschaftsspiel mit dem TBV Lemgo in der St.-Martin-Halle. Am Mittwochabend nun war Holpert in ganz anderer Mission unterwegs. Es ging um den Handball-Nachwuchs. Speziell um den der SG Sendenhorst . Beide Vereine haben in Sachen Jugendarbeit einen Kooperationsvertrag geschlossen, der vorsieht, dass die Nachwuchshandballer der SG regelmäßig in den Genuss eines Sondertrainings mit den Hammer Profis bekommen. Am Mittwoch leiteten Markus Fuchs und Fabian Huesmann die Übungseinheit, zu der 38 Jugendliche aus dem D- und C-Jugendbereich zusammenkamen.

„Es soll einen regen Austausch zwischen den Vereinen geben“, sagt Holpert. „Kinder brauchen sportliche Vorbilder – und das erfüllt der ASV Hamm-Westfalen. Wir möchten die Handball-Community gerne etwas besser mit uns vernetzen und den Vereinen, für die wir eine Patenschaft übernehmen, natürlich auch etwas zurückgeben.“ Die SG habe sich in der Vergangenheit nicht nur sympathisch präsentiert sondern viel Engagement gezeigt. Neben Jugend-Trainings mit den Profis sollen daher weitere Freundschaftsspiele in der St.-Martin-Halle stattfinden – wobei die Erlöse bei der SG verbleiben sollen.

„Ich glaube, für die SG Sendenhorst ist das ein toller Weg, den wir einschlagen – man sieht an der Beteiligung, dass das für die Kinder was ganz Besonderes ist“, sagt Abteilungsleiterin Elisabeth Hunkemöller.

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