Fußball: 3. Liga
Klingenburg für Rizzi? – Warschewski wieder dabei

Münster -

Bei der ersten Bestandsaufnahme zu Beginn der Saisonvorbereitung fehlte Michele Rizzi. Der Mittelfeldmann beendet sein Engagement in Münster. Überraschend, aber nicht für Trainer Marco Antwerpen, der bereits einen potenziellen Nachfolger präsentieren konnte.

Mittwoch, 13.06.2018, 18:22 Uhr

Ole Kittner (r.) läuft voran, wenn diese Gruppe die Meter macht in der Leichtathletikhalle der Uni, und wird verfolgt von Philipp Hoffmann, Moritz Heinrich, Adrian Knüver und dem möglichen Zugang René Klingenburg (v. rechts). Foto: Jürgen Peperhowe

22 Preußenfußballer, aber nicht Michele Rizzi, mussten sich beim ersten Zusammenkommen vor der neuen Drittligaserie zunächst wie Leichtathleten bewegen – der übliche Laktattest zur Ermittlung der Fitnesswerte setzte in der Halle der Uni Münster den Auftakt.

Während das Team des Instituts für Sportmedizin des Universitätsklinikums Münster unter Universitäts-Professor Dr. Dr. Stefan-Martin Brand die Blutstropfen aus den Ohrläppchen zapfte, erspähte Trainer Marco Antwerpen schnell und wissenschaftlich unabhängig, wer sich an den Ferienplan gehalten und die Hausaufgaben gewissenhaft erledigt hat: „Das sieht alles gut aus.“

Für seine Kaderbesetzung kann er das noch längst nicht sagen: Mit Michele Rizzi vollzog der 30-jährige Dauerbrenner den Absprung. „Es besteht seinerseits ein Wechselwunsch“, klärte der Coach auf und nahm den vor zwei Jahren gekommenen Mittelfeldmann gedanklich schon aus seinen Planungen. Rizzi löste den Vertrag auf und geht für drei Jahre zur Zweiten des VfL Wolfsburg. Möglich, dass in René Klingenburg (24) ein Ersatz bereits parat steht. Der zuletzt für die U 23 des FC Schalke 04 in der Oberliga aktive 1,85 m große Ex-Profi lief seine Runden. Und darf sich im Training der nächsten Tage zeigen, bevor weitere Gäste vorspielen. „René ist sehr interessant für uns, weil er im Zen­trum variabel einsetzbar ist“, wertete Antwerpen. Klingenburg wurde in Gelsenkirchen unlängst beschieden, dass er dort im Profibereich keinen Platz finden könne. 2012 gewann er die Deutsche Meisterschaft mit der Schalker U 19, bekam einen Profivertrag, aber fasste nicht wirklich Fuß. Für die Kölner Viktoria spielte er, auch für RW Ahlen, ehe er nach einem längeren Aus­tralien-Aufenthalt im Januar 2017 wieder zur Schalker Zweiten kam. Und sich dann auch nicht zu schade war, in der fünften Liga anzu­packen. Mit Antwerpen hatte er seit Wochen Kontakt.

Während Benjamin Schwarz erkrankt fehlte und Neuzugang Kevin Rodrigues Pires bis Samstag den noch in Lotte abgesegneten Urlaub genießen darf, war von Lucas Cueto keine Spur. Der 22-Jährige steht außen vor bei den Planungen und musste ergo keine Fitnesswerte vorlegen. Anders Tobias Warschewski, der sich zeigen soll. „Wir geben ihm ein paar Dinge an die Hand“ sagte Antwerpen vieldeutig. Mit Nils Burchardt macht der Leistungsträger der West­falenliga-Preußen die Vor­bereitung mit – und traf Ex-Mitspieler Jannik Borgmann, der als Profi eine Perspektive hat. Die Youngsters Cyrill Akono, Julian Conze und Adrian Knüver werfen sich motiviert rein.

„Es ist für einen Trainer schön, eine von ihm zusammen gestellte Mannschaft vorzubreiten“, sagte Antwerpen, der täglich an den Ball bitten wird. In der Hoffnung, bald eine vollzähligere Einheit beisammen zu haben.

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