Fußball: 3. Liga Entwarnung für Rizzi, doch die Sorgen von Preußen-Coach Möhlmann bleiben

Münster -

Immerhin hat es Michele Rizzi nicht schlimmer erwischt. Der Preußen-Mittelfeldspieler musste am Freitag gegen Zwickau zwar verletzt raus, will aber so schnell wie möglich wieder einsteigen und am Samstag in Paderborn mitwirken.

Von Thomas Rellmann
Trainer Benno Möhlmann (l.) ist froh, dass die Schwellung aus Michele Rizzis Knöchel raus ist.
Trainer Benno Möhlmann (l.) ist froh, dass die Schwellung aus Michele Rizzis Knöchel raus ist. Foto: Jürgen Peperhowe

Zumindest die letzte Nachricht des Wochenendes war für die Preußen keine schlechte. Michele Rizzi , der beim 0:2 gegen den FSV Zwickau am Freitag zur Pause verletzt in der Kabine blieb, dürfte nicht länger ausfallen. „Ich hatte wohl Glück im Unglück. Die Bänder sind stabil“, sagte der 29-Jährige, den Davy Frick nach knapp 20 Minuten übel am Mittelkreis umgetreten hatte. Der Knöchel war zwar danach angeschwollen und blau, doch die Vereinsärzte bandagierten die Stelle sofort mit einem Pressverband und diagnostizierten später einen Kapseleinriss. „Sie haben einen super Job gemacht“, so der Spieler, der am Samstag beim SC Paderborn wieder mitwirken dürfte. Am Montag trabte er noch individuell, spätestens am Mittwoch soll er ins Teamtraining zurückkehren.

Ob ein Platzverweis für die Szene fällig gewesen wäre, wollte Rizzi, der selbst eigentlich gern weitergespielt hätte, nicht mehr debattieren. Ebenso wenig, ob seinem Team ein Handelfmeter (Ronny König) verwehrt blieb oder Nico Antonitsch für eine Notbremse gegen Adriano Grimaldi hätte fliegen müssen. „Wir können es eh nicht ändern.“ Sein Trainer Benno Möhlmann thematisierte die Entscheidungen des Schiedsrichters zwar ebenfalls nicht, konnte die dritte Heimpleite in Serie aber auch mit etwas Abstand noch nicht so richtig einsortieren.

„Ohne Adriano Grimaldi in Top-Form kommen wir nicht mehr besonders vielversprechend nach vorne“, sagt er. Tobias Rühle für den erneut blassen Martin Kobylanski als hängende Spitze zu bringen, brachte zwar mehr Feuer, aber auch nicht die erhoffte Torgefahr. „Er muss seine erste Situation selbst abschließen“, so der Coach. „Wir haben leider alle nicht so den Killerinstinkt.“ Wie man es dreht und wendet – vieles hängt an Grimaldi. „Ich glaube trotzdem, dass wir unser Ziel, einen einstelligen Tabellenplatz mit dieser Mannschaft erreichen können. Aber erst mal dürfen wir nicht unten reinrutschen“, so Möhlmann. „Ein Typ wie Benjamin Schwarz fehlt uns im Mittelfeld.“ Der wird nach seiner Knie-OP in dieser Saison wohl nicht mehr auflaufen.

Immerhin ist Rizzi, der dem Dauerpatienten von der Dynamik her am nächsten kommt, nicht schwerer verletzt. „Er ist schon ein zentraler Spieler“, so der Trainer. „Auch wenn es immer noch etwas konstanter ginge.“

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