Fußball 3. Liga
Preußen startet mit Auswärtspunkt in Erfurt

Erfurt -

Mit einem Punkt in der Fremde eröffnete Preußen Münster die neue Spielzeit. 1:1 (1:1) trennten sich die Adlerträger von RW Erfurt. Das war noch nicht überragend, aber unter dem Strich zumindest ordentlich und eine solide Basis für die Heimpremiere am Wochenende in Münster gegen Aufsteiger SV Meppen. Adriano Grimaldi heißt der erste und bislang einzige Preußen-Torschütze der neuen Spielzeit. Die Erfurter Führung hatte Florian Neuhold erzielt.

Samstag, 22.07.2017, 15:07 Uhr

Der Kader für die Saison 2017/18 traf heute auswärts auf RW Erfurt. Sie trennten sich 1:1. Foto: Sebastian Sanders

Es war irgendwie der passende Ort für den Start in die neue Drittligasaison beim Hamburger SV der dritten Liga. RW Erfurt spielt seit zehn von zehn möglichen Jahren in dieser Klasse und ist nach frühen Versuchen, nach oben auszubrechen, mittlerweile froh Jahr für Jahr drinzubleiben. An diesem Samstag allerdings präsentierte sich das Team frisch und angriffslustig.

Entwarnung von dem Seuchen-Quartett der Preußen

Erfurt hatte zwischen den Spielzeiten wie auch die Preußen eine Personalpolitik betrieben, die Münsters Sportdirektor Malte Metzelder mutig als „neue Kaderphilosophie“ bezeichnet. Die nämlich basiert auf knappen Kassen und verzichtet auf hochkarätige Neuzugänge. Um so wichtiger war es für Benno Möhlmann, dass es vor der Partie vierfache Entwarnung von dem Seuchen-Quartett der Preußen gab, das als Fahrgemeinschaft separat angereist war. Adriano Grimaldi, Tobias Rühle, Sebastian Mai und Danilo Wiebe waren allesamt fit und eröffneten auf dem Feld die Preußensaison.

Auf der Bank hatte im übrigen Max Platz genommen, Moritz durfte spielen. Vor wenigen Tagen noch hätte man das genau anders herum vermutet, nämlich mit dem jungen Neuzugang von 1860 München, Moritz Heinrich, am Spielfeldrand, und dem bewährten Preußen-Keeper Max Schulze Niehues auf dem Feld und zwischen den Pfosten.

RW Erfurt vs. Preußen Münster

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Nun rückte Heinrich als dritter Neuzugang neben Fabian Menig und eben Torwart Nils Körber in die erste Startelf der Saison. Ein toller Start für Moritz Heinrich, während Max Schulze Niehues der Sinn an diesem Samstagnachmittag kaum nach lustigen Streichen stand. Der 28-Jährige hatte vor dem Spiel kein Hehl aus seiner Gemütslage gemacht.

SCP fand nur mühsam ins Spiel

Als er die überraschende Nachricht vom Trainer erhalten habe, sei er „brutal enttäuscht“ gewesen, so Schulze Niehues. So stand also der acht Jahre jüngere Körber auf dem Platz. Menig und Heinrich drängten auf der linken Preußenseite Jeron Al-Hazaimeh aus der Startelf, der in der Vorbereitung sowohl defensiv als auch offensiv eingesetzt wurde -- und jetzt zunächst nur passiv.

Von der Bank aus musste er dann mit ansehen, dass sein SCP nur mühsam ins Spiel fand und mit dem ersten Torschuss nach nur zehn Minuten in Rückstand geriet. Erfurts Christoph Menz bediente mit dem zweiten Eckball Innenverteidiger Florian Neuhold, der unhaltbar für Körber im Preußentor zum 1:0 einköpfte.

Es dauerte weitere zehn bange Minuten, ehe die Preußen zu ihrem Spiel fanden und Dauerläufer Adriano Grimaldi als einsame Spitze proaktiv ins Spiel einbinden konnten. Und nach 28 Minuten durfte in der jungen Ligastatistik auch der erste Preußentreffer verbucht werden. Wieder eine Ecke und wieder ein Kopfball: Martin Kobylanski legte auf, Adriano Grimaldi verwandelte.

RW Erfurt vs. SC Preußen Münster - Einzelkritik

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  • Heinrich

    Moritz Heinrich (2,5): Anfangs noch etwas zu zurückhaltend, zeigte aber im zweiten Durchgang in Ansätzen, dass von ihm noch einiges zu erwarten ist. Insgesamt ein starkes Debüt.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Nils Körber (3,0): Beim Gegentor machtlos, sonst kaum gefordert. Nichts zu jubeln, nichts zu meckern. Zusammen eine solide drei.

    Foto: Jürgen Peperhowe; Gunnar A. Pier
  • Fabian Menig (2,5): Grundsolides Debüt bei den Preußen. Ließ hinten nichts anbrennen, warf sich im Halbzeit zwei in einen brandgefährlichen Schuss der Gastgeber. Nach vorne harmonierte er gut mit Debütant Nummer drei, Florian Heinrich.

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  • Adriano Grimaldi (2): Rennt, ackert und -- das wichtigste -- trifft. So wünscht man sich einen Führungsspieler. Hatte einige geniale Anspiele auf Lager, die leider von den Kollegen nicht genutzt wurden.

    Foto: Jürgen Peperhowe; Gunnar A. Pier
  • Danilo Wiebe (3): Als Denker und Lenker immer anspielbar, dann aber etwas zu passiv im Aufbau.Da geht noch mehr.

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  • Jeron Al-Hazaimeh: Saß überraschend auf der Bank, hatte dann aber nach seiner Einwechslung den Siegtreffer auf dem Fuß. Der Ball landete am Außennetz. So gibt es keine Note.

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  • Lennart Stoll: Hatte nicht genug Zeit, sich noch auszuzeichnen.

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  • Lion Schweers (3): Wie Kollege Mai belastbar und zuverlässig, konnte die Erfurter Führung aber auch nicht verhindern.

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  • Martin Kobylanski (3): Gibt die Vorlage zum Preußen-Tor, vergibt dann aber die Chance zum Siegtreffer, so bleibt es beim befriedigend.

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  • Michele Rizzi (3,5): Vor allem fleißig, konnte aber zu selten Akzente setzen.

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  • Philipp Hoffmann (3): Kam nach einer Stunde und spielte mit, ohne groß aufzufallen.

    Foto: Jürgen Peperhowe; Gunnar A. Pier
  • Sebastian Mai (3): Zwei, drei kleine Abspielfehler, ansonsten gewohnt solide. War beim Gegentreffer in der Nähe des Geschehens -- vielleicht ein wenig zu weit weg.

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  • Stephane Tritz (3,5): Hatte anfangs seine Probleme, bekam diese aber mit zunehmender Spieldauer sicher in den Griff.

    Foto: Jürgen Peperhowe; Gunnar A. Pier
  • Tobias Rühle (3): Kann Kapitän Grimaldi zu einem Assist verhelfen, wenn er dessen grandioses Zuspiel nach 30 Minuten versenkt. Tut er leider nicht. Ansonsten gewohnt aktiv.

    Foto: Jürgen Peperhowe; Gunnar A. Pier

In der Folge machten die Preußen aus einem überraschenden Ausgleich einen verdienten. Als Schiedsrichter Timo Gerlach zur Pause Pfiff waren die Gäste nicht nur auf Augenhöhe, sondern schon einige Zentimeter über die Gastgeber hinausgewachsen.

Im zweiten Durchgang passierte dann nicht mehr allzuviel. Münster diktierte eine knappe halbe Stunde die Partie, ohne groß auffällig zu werden. Erfurt gehörte die Schlussphase. Und so konnten sich wohl beide Teams mit dieser Punkteteilung anfreunden.

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