Fußball: 3. Liga
Preußen zum Geburtstag in Partylaune

Münster -

Preußen Münster setzt seinen Marsch durch die Instanzen fort. Durch einen 5:1 (4:0)-Sieg über den FSV Zwickau kletterten die Preußen in der Tabelle auf Platz neun vor. Das sind elf Ränge höher, als nach Spieltag 11, als die Preußen noch Schlusslicht waren und Trainer Benno Möhlmann verpflichteten. Am Mittwoch wurde sein Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Gute Entscheidung.

Sonntag, 30.04.2017, 16:04 Uhr

Stürmer Adriano Grimaldi wurde gleich mehrfach von seinen Mannschaftskollegen als Torschütze bejubelt.
Foto: Jürgen Peperhowe

Eigentlich sollten nach diesem Sieg über den FSV Zwickau keine Fragen mehr offen sein, sind sie aber doch. Zum Beispiel: War Adriano Grimaldi beim 3:0 für den SCP noch mit der Fußspitze am Ball? Fiel das Tor zum 1:0 noch in der 19. Minute oder anlässlich des 111. Vereinsgeburtstags tatsächlich Punkt 19:06? Und vor allem: Wer hat eigentlich die Preußen nach der Hinrunde komplett ausgetauscht?

Zum zweiten Mal mit einem 4:0 in die Pause

Zum zweiten Mal in Folge gingen die Preußen mit einer spektakulären 4:0-Führung in die Pause. Adriano Grimaldi traf gleich mehrfach, Lennart Stoll, der erst am Montag für zwei weitere Jahre in Münster verlängert hat legte zwei Mal vor und 8266 Zuschauer im Preußenstadion erlebten einen tollen Fußballnachmittag zur Feier des 111. Vereinsgeburtstags.

Martin Kobylanski hatte den Torreigen  nach 19 Minuten eröffnet, ehe Grimaldi seine Saisontreffer zehn bis zwölf markierte. Grimaldi selbst glaubt nach dem spektakulären und dennoch unklaren Treffer zum 3:0 jedoch nicht an seinen Hattrick: "Das war so ein Flipper-Tor. Ich glaube nicht, dass ich zuletzt dran war."

Das war so ein Flipper-Tor. Ich glaube nicht, dass ich zuletzt dran war.

Adriano Grimaldi

Nach 73 Minuten vollendete Mirkan Aydin das eindrucksvolle Tagwerk der Preußen. Aufsteiger FSV Zwickau war als bestes Rückrundenteam der Liga angereist und trat mit einigen wichtigen Erfahrungen die Heimreise an.

8266 Zuschauer feierten die Preußen

Wie schon vor 14 Tagen beim 4:2-Sieg über Fortuna Köln entschied der SCP die Partie bereits mit vier Treffern in Durchgang Nummer eins, der in Sachen Unterhaltungswert diesem Jubiläumstag in jeder Hinsicht gerecht wurde. Die mehr als 8000 Zuschauer feierten ihren Verein, der als Zugabe auch im zweiten Durchgang lange Zeit weiter aufs Gaspedal drückte.

Guter Hinweis für Aydin

Nach 65 Minuten durfte dann der überragende Dreifachtorschütze das Feld räumen - und gab seinem Ersatzmann Mirkan Aydin noch einen guten Hinweis mit auf den Weg. Der nämlich legte nach 73 Minuten zum 5:1 nach und bescherte SCP-Keeper Max Schulze Niehues damit einen Scorerpunkt für die sehenswerte und vor allem raumgreifende Vorarbeit. Das zwischenzeitlich auch Zwickau einmal jubeln dürfen, tat der guten Stimmung an der Hammer Straße keinen Abbruch. Zumal der 1:4-Anschluss in der 69. Minuten durch FSV-Kapitän Toni Wachsmuth kaum zur Kenntnis genommen wurde. An diesem Tag wollte Zwickau niemandem die Geburtstagsstimmung vermiesen.

Preußen Münster gegen FSV Zwickau

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  • Die Preußen-Fans gratulierten dem Verein zum 111. Geburtstag.

    Die Preußen-Fans gratulierten dem Verein zum 111. Geburtstag.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Al-Haizameh und Schweers gegen Ronny.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rizzi und Grimaldi gegen Robert Koch

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rühle gegen Nils Miatke

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Endlich zappelt der Ball im Netz - Grimaldi nach dem Treffer zum 3:0.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Die Preußen hatten schon in der ersten Spielhälfte gleich vier Mal Grund zum Jubeln.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torjubel von Martin Kobylanski

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rühle und Mangafic

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torjubel zum 3:0

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Grimaldi wurde gleich mehrfach bejubelt...

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rühle gegen Nils Miatke

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Schweers gegen Ronny König

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Al-Hazaimeh und Schweers gegen Ronny König

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Erneuter Torjubel

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mai gegen Rene Lange

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Al-Hazaimeh und Schweers gegen Ronny König

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Grimaldi hat zwei Tore erzielt

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Christoph Strässer freute sich mit seinem Verein

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torsten Ziegner, Trainer des FSV Zwickau, zeigte sich wenig zufrieden

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Malte Metzelder

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen-Aufsichtsratvorsitzender Frank Westermann ist zufrieden

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tor zum 5:1 durch Aydin und Torjubel

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Zwickauer Fans mit Pyrotechnik

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tor zum 5:1 durch Aydin und Torjubel

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Hoffmann gegen Morris Schröter

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster gegen FSV Zwickau Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tor für Zwickau durch Toni Wachsmuth

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benno Möhlmann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Preußen Münster gegen FSV Zwickau Foto: Jürgen Peperhowe
  • Grimaldi wird gefeiert

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Benno Möhlmann

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Freude nach dem Spiel

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Siggi Höing

    Foto: Jürgen Peperhowe

Kein Wort im Nachgang darüber, dass Benno Möhlmann gerade mal 14 Feldspieler aufbieten konnte und mit Jannik Borgmann ein 19-jähriger Innenverteidiger aus der Reserve-Mannschaft auf der Bank Platz nehmen durfte.

Benjamin Schwarz, Danilo Wiebe, Mehmet Kara und Christian Müller waren krank oder verletzt, Sandrino Braun und Stephane Tritz gesperrt und Tobias Warschewski traf zeitgleich bei der 2:3-Niederlage von Preußens A-Junioren gegen Fortuna Düsseldorf. Doch die wenigen Verbliebenen holten das Maximale aus diesem Spiel. Platz neun ist der verdiente Lohn, am kommenden Wochenende geht es zum Tabellenachten nach Chemnitz.

Preußen Münster - FSV Zwickau: die Einzelkritik

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  • Torwart Max Schulze Niehues: Note 2,5 Hatte nicht so viel zu tun, sammelte aber dafür einen Scorerpunkt, als er das 5:1 von Mirka Aydin per Abschlag vorbereitete. Ein sicherer Rückhalt auch weiterhin.

    Torwart Max Schulze Niehues: Note 2,5

    Hatte nicht so viel zu tun, sammelte aber dafür einen Scorerpunkt, als er das 5:1 von Mirka Aydin per Abschlag vorbereitete. Ein sicherer Rückhalt auch weiterhin.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Rechtsverteidiger Lennart Stoll: Note 2

    Wirkte wie befreit, vor der Pause von der Zwickauer Verteidigung nicht zu halten. Stoll hat seinen Vertrag gerade bis 2019 verlängert, seine Vorstellung war praktisch der Beleg dafür, dass sich das Eigengewächs mächtig weiterentwickelt hat.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Innenverteidiger Lion Schweers: Note 3

    Musste mit einem Brummschädel nach einem Kopfballduell mit Rene Lange nach 34 Minuten vorm Feld. Hatte davor ganze Arbeit verrichtet und mit Kittner die Defensivzentrale dichtgehalten.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Linksverteidiger Jeron Al-Hazaimeh: Note 3

    Agierte dieses Mal eher unauffällig, löste alle Abwehraufgaben ohne Fehl und Tadel.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Innenverteidiger Ole Kittner: Note 3

    Lieferte ruhig und besonnen ab, wackelte nur einmal, doch der Treffer der Gäste wurde wegen Foulspiel nicht anerkannt.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Sebastian Mai: Note 2,5

    Begann als Sechser wie zuletzt beim 0:0 in Erfurt. Wirkte dabei noch einmal zielstrebiger und abgeklärter. Übernahm dann die Innenverteidigerrolle des angeschlagenen Schweers ohne Anlaufprobleme, wieder ein Schritt nach vorn für den Ex-Zwickauer.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Tobias Rühle: Note 3Rührte in der Offensive in vielen Töpfen herum. Schwer zu fassen für die Gäste-Verteidiger.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Michele Rizzi: Note 2,5War im Mittelfeld an vielen Stellen zu gebrauchen. Sein Freistoß zu Beginn der Partie läutete Münsters Sturm und Drang ein, übernahm von Sebastian Mai problemlos die Sechserrolle. Wie viele andere im Preußen-Team auch im Aufwind.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Martin Kobylanski: Note 2,5

    Gerade vor der Pause mit viel Dampf unterwegs. Sein Doppelpass mit Adriano Grimaldi führte zum wichtigen 1:0. Nach dem Wechsel etwas zu verspielt wie auch Sinan Tekerci. Aber das war wieder eine starke Partie der Leihgabe von Lech Danzig.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Mittelfeldspieler Sinan Tekerci: Note 2Drehte vor der Pause unglaublich an der Lautstärke im Preußen-Spiel. Die Zwickauer auf der rechten Seite wussten phasenweise nicht, wo ihnen der Kopf stand, weil die Dresdener Leihgabe nicht zu halten war. Nach dem Wechsel überdrehte Tekerci ein wenig.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Angreifer Adriano Grimaldi: Note 1War nie wertvoller als heute für die Preußen. Grimaldi hier, Grimaldi da, Grimaldi überall. Zwei Treffer, Nummer 10 und 11 in dieser Saison, nahm er mit, angelte sich den Scorerpunkt beim 1:0 und verzichtete generös auf den Eintrag als Torschütze beim 3:0 - das war aus seiner Sicht ein Eigentor von Toni Wachsmuth.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ersatzspieler Denis Mangafic: Note 3Kam für den angeschlagenen Lion Schweers vor der Pause in die Partie und sorgte für den Verschiebebahnhof innerhalb der Preußen-Elf. Trainer Benno Möhlmann beorderte ihn ins halbrechte Mittelfeld, und Mangafic passte sich dem guten Niveau seiner Mitspieler direkt an.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ersatzspieler Philipp Hoffmann: keine Note, durfte nach ein paar Minuten beim 0:0 in Erfurt nun eine knappe Viertelstunde gegen Zwickau ran. Ihm tut nach elfmonatiger Verletzungspause jeder Einsatz gut.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ersatzspieler Mirkan Aydin: keine Note

    Hatte den undankbaren Job, Grimaldi nach 65 Minuten zu ersetzen. Und das machte er perfekt, erzielte sein fünftes Saisontor.

    Foto: Sebastian Sanders
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