Jahn Regensburg - Preußen Münster 3:1
Preußen stolpern in Regensburg in die Niederlage

Regensburg - Kein Sieg, nicht einmal ein Punkt. Preußen Münster verlor in der 3. Liga beim SSV Jahn Regensburg mit 1:3 (0:1) vor 4012 Zuschauern. Die Elf von Trainer Benno Möhlmann zeigte dabei eine ganz schwache Leistung. Einziger Trost: Münster überwintert nicht auf einem Abstiegsrang.

Samstag, 17.12.2016, 16:12 Uhr

Rühle gegen Andreas Geipl.
Rühle gegen Andreas Geipl. Foto: Jürgen Peperhowe

Das war wenig, fast schon nichts. Der SC Preußen Münster hat das Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg mit 1:3 (0:1) vor 4012 Zuschauern verloren. Das zwischenzeitliche 1:1 durch einen von Michele Rizzi (49.) verwandelten Strafstoß half nicht wirklich weiter. Nach dem 0:1 gegen den SC Paderborn vor eigenem Anhang verabschiedete sich das Team von Trainer Benno Möhlmann mit noch einer Niederlage in die Weihnachtspause, konnte aber den Absturz auf einen Abstiegsrang verhindern und steht auf Rang 16. Am 29. Januar geht es mit dem Derby beim VfL Osnabrück dann weiter.

Die erste Überraschung aus Sicht des SCP fand sich auf dem Spielbericht. Für den verletzten Abwehrchef Ole Kittner erhielt Sandrino Braun den Vorzug vor Lion Schweers. Der Mittelfeldspieler sollte es richten auf einer Position, die er als Preuße noch nicht gespielt hatte. Das ging schief. Ansonsten kam auch noch Linksverteidiger Jeron Al-Hazaimeh zum Einsatz, Sinan Tekerci rückte ins Mittelfeld, Lennart Stoll war dafür raus.

Jahn Regensburg - Preußen Münster

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Das Spiel? Es war eine zerfahrene Veranstaltung auf beiden Seiten. Die Gäste aus Münster hatten durch Tekercis Kopfball die erste Chance, es sollte vor der Pause praktisch die letzte wertvolle Möglichkeit bleiben. Darüber hinaus hatte der SCP noch zwei, als Zahl 2, griffige Konter zu bieten. Das war es mit dem Angriffsschwung der Preußen. Draußen am Spielfeldrand tobte Trainer Möhlmann bei den vielen misslungenen Bemühungen seiner Schützlinge.

Die Hausherren machten es lange nicht wesentlich besser. Doch nach 26 Minuten traf Jann George nach Pass von Erik Thommy zum 1:0. Münsters Abwehr spielte dabei mit, ein abgefälschter Ball von Benjamin Schwarz landete für Thommy zum flanken auf der rechten Seite. Danach brannte es einige Minuten lichterloh in der SCP-Verteidigung. Braun spielte einen katastrophalen Fehlpass, Sebastian Nachreiner (30.) nutzte die Chance nicht. Auch Danilo Wiebe spielte unkonzentrierte Bälle, andere auch, es war eine ganz schwache Phase der Gäste. Dann patzte Torwart Max Schulze Niehues, daraus entstanden in einem Abwasch gleich drei Chancen für Regensburg . Eine klärte Braun mit der Brust, die beiden weiteren Sebastian Mai praktisch auf der Linie. Dann war da noch ein Schuss von Andreas Geipl, der auch das 2:0 hätte bedeuten können.

Münster ging innerhalb weniger Minuten praktisch völlig aus dem Leim, nichts hielt mehr den Laden zusammen. Erst kurz vor der Pause stabilisierte sich das Geschehen, nach einem Freistoß von Michele Rizzi köpfte Mai aufs Tor. Mit viel Glück ging der SCP „nur“ mit einem 0:1-Rückstand in die Halbzeit. 

Nach dem Wechsel gleich der Ausgleich. Stephane Tritz flankte nach innen, Edisson Jordanov, der nach einer halben Stunde für schwachen Sinan Tekerci gekommen war, wird beim Kopfball geschubst: Elfmeter. Michele Rizzi (49.) verwandelte sicher zum 1:1. Der SSV Jahn antwortete prompt und wütend, anders als der geschockte SCP nach dem Rückstand vor der Pause. Aber auch die Preußen hielten jetzt dagegen. Das 1:1 gab beiden Teams einen Schub.

Münster wirkte jetzt mehr so fahrig, wie vor der Pause. Regensburg wiederum wollte sich mit dem Ausgleich nicht zufrieden geben. Die Zweikämpfe wurden nun deutlich aggressiver auf beiden Seiten geführt, die Intensität nahm zu. Ein Heber von Rizzi (61.) und ein Weitschuss von Marvin Knoll (63.) eröffneten die letzten halbe Stunde. Kampf war Trumpf, spielerische Elemente blieben weiter auf der Strecke.

Münster kam besser nach vorn, ein Solo von Tobias Warschewski (68.) wurde aber von Philipp Pentke abgewehrt. Dann versuchte es Rizzi mit einem Heber auf Rühle. Ein Lebenszeichen dann von den Hausherren nach 75 Minuten, als Marco Grüttner den SCP-Schlussmann Schulze Niehues prüft.

Keine 60 Sekunden später der Nackenschlag für die Preußen. In einen langen Ball spritzt Grüttner dazwischen, weil Mai und Braun Abstimmungsprobleme haben. Plötzlich führt Regensburg mit 2:1. Und legte gleich nach, weil Wiebe den Ball vertrödelte Alexander Nandzik durchstartete und erneut Grüttner den Ball abschöpfte. 3:1.

Einzelkritik Jahn Regensburg - Preußen Münster

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  • 1. Spielernoten_960x640mm Foto: SCP / Jürgen Peperhowe
  • Tormann Max Schulze Niehues, Note 3,5, ließ sich in der ersten Halbzeit von der Nervosität seiner Vorderleute anstecken. Konnte an den drei Gegentreffern nichts machen.

    Foto: SCP
  • Rechtsverteidiger Stephane Tritz, Note 3,5, bereitete die Szene zum Elfmeter vor. Gewann eine Reihe von Zweikämpfen, defensiv weitestgehend stabil.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Innenverteidiger Sandrino Braun, Note 5, war eine Fehlbesetzung für den angeschlagenen Ole Kittner in der Abwehrzentrale. Seine Pässe spielte er mit dem Risiko eines Mittelfeldspielers, gewann zu wenig Zweikämpfe, das vorentscheidende 1:2 ging auf seine Kappe.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Innenverteidiger Sebastian Mai, Note 5, sorgte für einige riskante Momente, ließ sich mit anderen zu Unsicherheiten anstecken. Nach zuletzt stabilen Leistungen ein Rückschritt.

    Foto: Sebastian Sanders
  • Linksverteidiger Jeron Al-Hazaimeh, Note 3,5, ließ zwischendurch seinen Qualitäten durchblitzen, versuchte auch in der Offensive Akzente zu setzen. War aber auf sich allein gestellt. 

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Danilo Wiebe, Note 4,5, leistete sich ungewohnt viele Ballverluste, konnte keine Impulse in der Vorwärtsbewegung setzen. Defensiv meist stabil, aber sein schluddriger Pass führte zum Angriff und dem 1:3.

    Foto: SCP
  • Mittelfeldspieler Benjamin Schwarz, Note 3,5, war kämpferisch wie immer ein Vorbild, vielleicht Münsters bester Zweikämpfer an diesem Tag. Doch auch er konnte keine Ordnung in die Angriffe bringen.

    Foto: SCP
  • Mittelfeldspieler Tobias Rühle, Note 4,5, bekam a.) zu wenig brauchbare Bälle, konnte b.) in Ballbesitz kaum einen Ball behaupten, traf c.) meistens die falschen Entscheidungen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Michele Rizzi, Note 4, zumindest sicher vom Elfmeterpunkt, agierte aber auch phasenweise ausgepumpt und fahrig. Musste in der Schlussphase Lennart Stoll weichen.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Mittelfeldspieler Sinan Tekerci, Note 5, wurde vom Trainer nach 29 Minuten mit der Auswechselung die Höchststrafe verpasst. Was zunächst nach einer Verletzung aussah, war dann aber eine taktische Maßnahme. Fand überhaupt nicht ins Spiel.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Angreifer Tobias Warschewski, Note 3, sorgte als einziger Preuße in der vordersten Linie für Bewegung mit Dribblings und Pässen. Allerdings war der 18-Jährige zu sehr auf sich allein gestellt, ihm fehlten gleichberechtige und gleichstarke Partner.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Einwechselspieler Edisson Jordanov, Note 4, holte sich den Scorerpunkt beim Ausgleich ab, als er gefoult wurde. Hatte ein paar gute Szenen, dann auch weiter taktische Aussetzer. Machte seiner Sache in einer Stunde Spielzeit besser als Tekerci.

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Einwechselspieler Lennart Stoll, keine Note, kam für die letzten zehn Minuten für Rizzi und konnte erwartungsgemäß der schwachen Preußen-Elf nicht mehr auf die Beine helfen. 

    Foto: SCP

Regensburg: Pentke - Hein, Nachreiner, Knoll, Nandzik - Lais, Geipl - George (84. Hyseni), Pusch (78. Hesse), Thommy - Grüttner. - Trainer: Herrlich.

Ersatzbank: Lerch (Tor), Odabas, Saller, Ziereis, Kopp.

Münster: Schulze Niehues - Tritz, Braun, Mai, Al-Hazaimeh - Wiebe,  Schwarz - Rühle (80. Stoll), Rizzi, Tekerci (29. Jordanov ) - Warschewski. - Trainer: Möhlmann.

Ersatzbank: Drewes (Tor), Weißenfels, Schweers, Kara, Mangafic.

Tor: 1:0 George (26., Pass von Thommy), 1:1 Rizzi (49., Foulelfmeter, Hein an Jordanov), 2:1 Grüttner (75., Pass von Pentke), 3:1 Grüttner (81., Pass von  Nandzik). - Zuschauer: 4012. - Schiedsrichter: Pfeifer. - Gelbe Karten: Hein, Pusch / -.  

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