Fußball: 3. Liga Serie gerissen: Preußen Münster bleibt im Abstiegskampf stecken

Münster -

Preußen Münster hat das letzte Heimspiel des Jahres im westfälischen Derby gegen den SC Paderborn mit 0:1 (0:0) vor 7774 Zuschauern verloren. Nach dem Treffer von Zlatko Dedic in der 71. Minute war die Niederlage für die Elf von Benno Möhlmann perfekt. Am kommenden Samstag gastiert Münster bei Aufsteiger Jahn Regensburg.

Von Alexander Heflik
Fußball: 3. Liga : Serie gerissen: Preußen Münster bleibt im Abstiegskampf stecken
Wiedersehen mit einem alten Bekannten im Preußenstadion: Der ehemalige SCP-Spieler Marcus Piossek (M.) trägt nun das Paderborner Trikot. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Siegesserie des SC Preußen Münster ist vorbei. Aber durch die 0:1-Heimniederlage gegen den bisherigen Drittletzten SC Paderborn - und das war viel schlimmer - wurde ein Mitkonkurrent im Abstiegskampf wieder richtig stark gemacht. Zlatko Dedic erzielte vor 7774 Zuschauern in einem klassischem Null-zu-Null-Spiel den einzigen Treffer nach 71 Minuten.

Nach vier Siegen in Serie sowie 13 gewonnen Punkten aus den letzten fünf Begegnungen musste die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann eine empfindliche Niederlage hinnehmen. Der SCP aus Münster ist nun auf Rang 15, der SCP aus Paderborn rückt auf Position 17 vor, beide Clubs haben 21 Punkte - und nur einen Zähler Vorsprung auf die Abstiegsränge.  

Die personelle Ausgangslage

Nur auf einer Position änderte Benno Möhlmann seine Startelf: Für den gesperrten Jeron Al-Hazaimeh rückte Sinan Tekerci auf die linke Verteidiger-Position. Das hatte der Mittelfeldspieler einige Mal bei Dynamo Dresden schon gespielt. Jetzt war Not am Mann, und Tekerci musste ran.

Bei den Gäste waren viele Augen auf den Ex-Preußen Marcus Piossek gerichtet, der erstmals seit seinem Wechsel nach Kaiserslautern im Sommer 2015 wieder in Münster vorspielte, nun mit seiner neuen Mannschaft aus Paderborn. Er fiel nicht weiter auf.

Erste Torchancen

Die erste Chance hatten die Gäste nach fünf Minuten, doch ein Kopfball von Zlatko Dedic war leichte Beute für Münsters Max Schulze Niehues. Der Paderborner machte zu wenig aus dieser wirklich guten Gelegenheit.

Münsters bester Angriff folgte nach 22 Minuten, doch die scharfe Flanke von Benjamin Schwarz konnte Michele Rizzi nicht im Tor unterbringen. Dann war da noch ein Kopfball von Ole Kittner nach Ecke von Rizzi, zu diesem Zeitpunkt waren 45 Minuten gespielt.

Dazwischen behakten sich beide Mannschaften. Paderborn näherte sich ein bisschen häufiger dem Preußen-Tor, aber richtig gute Chancen gab es nicht. Die Konterversuche der Preußen kamen dabei über den Experimentierstatus nicht hinaus. Null zu null zur Pause, das passte in einem umkämpften, aber spielerisch nicht gerade überragendem Spiel.

Ideenlosigkeit auf dem Platz

Nach dem Wechsel? So richtig besser wurde es nicht. Beide Mannschaften agierten nach vorne mit Fehlpässen und ohne Ideen. Die Null musste stehen  - auf beiden Seiten. Dementsprechend verdienten sich in der ersten Stunde die Verteidiger Bestnoten, die Angreifer nicht. Es passierte eigentlich recht wenig. Ein Kopfball des Paderborners Robin Krauße (53.) war die einzig nennenswerte Aktion.

Das lief auf eine Nullnummer zu, doch die Gäste hatten den ersten Geistesblitz, als Rechtsverteidiger Ben Zolinski den entscheidenden Pass spielte und Zlatko Dedic allein auf Schulze Niehues zulief - und die Nerven behielt. Paderborn führte mit 1:0.

Turbulente Nachspielzeit

Münsters Antwort? Nach einem Freistoß von Tritz köpfte Kittner (79.) nicht ungefährlich. Wenig später wollten die Preußen einen Handelfmeter nach einem Schuss von Tobias Warschewski (80.). Dann schoss Abwehrspieler Sebastian Mai (83.) scharf neben das Tor.

Amaury Bischoff, Mehmet Kara und Jesse Weißenfels sollten als Einwechselspieler nun für neuen Schwung sorgen in der Schlussphase. Es half erst nichts, dann gab es noch eine vorletzte Ecke in der Nachspielzeit. Der Ball kommt zu Bischoff - und der trifft den Pfosten.

Und noch eine Ecke von Tekerci. Dieses Mal kommt Warschewski an den Ball, aber erneut hat Paderborns Tormann Lukas Kruse die Hände im Spiel und verhinderte den Ausgleich. Den allerletzten Konter setzten die Gäste, aber der eingewechselte Christian Bickel vergab das 0:2.

Statistik

Die Mannschaftsaufstellungen: 

Preußen Münster : Schulze Niehues - Tritz, Kittner, Mai, Tekerci - Wiebe (81. Bischoff), Schwarz - Rühle, Rizzi (76. Kara), Stoll (84. Weißenfels) - Warschewski. - Trainer: Möhlmann.

SC Paderborn: Kruse - Zolinski, Strohdiek, Sebastian, Herzenbruch - Kruska, Krauße - Piossek (87. Schonlau), Michel (90. Bickel), Bertels - Dedic (90. van der Biezen). - Trainer: Emmerling.

Tore: 0:1 Dedic (72., Pass von Zolinski).

Zuschauerzahl: 7774

Gelbe Karten: Stoll, Tekerci / Michel, Bertels, Sebastian, Kruska

Schiedsrichter: Stieler (Hamburg)

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