Fußball: 3. Liga Glatter Heimsieg: Preußen Münster schlägt Erfurt mit 4:0

Münster -

Na, bitte: Die Preußen haben sich am 15. Spieltag in der 3. Liga ihren Saisonfrust so richtig von der Seele geschossen. Mit 4:0 wurde RW Erfurt aus dem Stadion an der Hammer Straße gen Thüringen geballert. Fast schon ein kleines Fußballfest, auf das die Anhänger lange warten mussten. Ist das endlich die Wende?

Von André Fischer
Fußball: 3. Liga : Glatter Heimsieg: Preußen Münster schlägt Erfurt mit 4:0
Kollektiver Jubel beim SCP Foto: Jürgen Peperhowe

Der Blick auf die Anzeigetafel zur Pause hatte schon etwas Geschichtsträchtiges. Zumindest wenn man die ersten 14 Spiele dieser bislang wenig erbauenden Spielzeit Revue passieren lässt. Fünf Spieltage waren die Preußen gar Träger der Roten Laterne. Eine ernüchternde Bilanz.

Aber: Müde, matte Preußen, das war gestern, der SCP an diesem kalten Novemberabend hatte Esprit, der machte Spaß. 3:0 nach 45 Minuten, manch einer wird gedacht haben, er träumt.

Münsters Trainer Benno Möhlmann brachte Amaury Bischoff für den gelb-gesperrten Danilo Wiebe, Youngster Tobias Warschewski durfte im Zentrum ran. Nach zaghaftem Beginn waren es die Platzherren, die den ersten Nadelstich setzten. Sinan Tekerci bediente Michele Rizzi , der keine Mühe hatte und ins leere Tor traf (15.).

Sicherheit gab die Führung zu Beginn noch nicht, aber Erfurts Angriffsversuche waren nicht zwingend genug. Und Pech hatten die Thüringer obendrein, Mario Erb traf nach 33 Minuten per Kopf ins eigene Tor, nachdem Warschewski einen Freistoß von Rizzi knapp verpasste.

Und Münster packte noch einen drauf: Diesmal machte es Warschewski besser, Benjamin Schwarz bediente den Youngster, der schob wie ein alter Hase zum 3:0 ein (41.). Unglaublich! „Münster 3, Erfurt 0, danke, bitte“, hallte es durchs Stadionrund. Und das alles im ersten Abschnitt. Wow!

Die erste Szene im zweiten Abschnitt gehörte wieder Warschewski, der nach 56 Minuten mit donnerndem Applaus verabschiedet wurde. Ja, diesem Mann gehört die Zukunft. Ein kluger Schachzug von Benno Möhlmann, ihn wieder von Beginn an zu bringen. Drei Minuten später klingelte es erneut im Erfurter Gebälk, Tobias Rühle war im Strafraum von Pablo Pigl unsanft gebremst worden, den fälligen Strafstoß verwandelte Amaury Bischoff zum 4:0 (59.).

Mit Standing Ovation wurde in Minute 73 auch Michele Rizzi unter die Dusche geleitet, ein Tor, eine Vorlage, ein starker Auftritt. In der nächsten Woche geht es für die Preußen zum FSV Zwickau.

Die Mannschaftsaufstellungen:
Preußen Münster: Schulze Niehues - Tritz, Kittner, Mai, Hazaimeh - Schwarz (62. Stoll) - Bischoff, Rizzi (73. Kara), Rühle, Tekerci - Warschewski (56. Weißenfels).
RW Erfurt: Klewin - Pigl, Vocaj, Erb, Sumusalo - Bergmann (46. Struß) - Aydin (67. Uzan), Tyrala, Brückne (73. Benamar) - Kammlot,Bieber.

Statistik:

Tore: 1:0 Rizzi (15.), 2:0 Erb (33./Eigentor), 3:0 Warschewski (41.), 4:0 Bischoff (59./Foulelfmeter).

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