Fußball: Handball und Badminton
Sophie Ahlers: Perfekt organisiertes Multitalent

Nottuln -

Langeweile kennt Sophie Ahlers nicht, denn die 16-Jährige liebt Sport. Das tun andere zwar auch, doch die Nottulnerin betreibt drei Sportarten vereinsmäßig. Fußball, Handball und Badminton heißen ihre Leidenschaften.

Samstag, 10.02.2018, 06:02 Uhr

Ein echte Sportkanone: Die 16 Jahre alte Nottulnerin Sophie Ahlers spielt Fußball, Handball und Badminton.
Ein echte Sportkanone: Die 16 Jahre alte Nottulnerin Sophie Ahlers spielt Fußball, Handball und Badminton. Foto: Iris Bergmann

Wenn es nach Sophie Ahlers ginge, dürfte der Tag gern mehr als 24 Stunden haben. Was die quirlige 16-jährige Nottulnerin innerhalb eines Tages alles unterbringt, ist beachtlich – und schlafen muss sie ja auch noch. „Jo, ein paar Stunden“, grinst sie verschmitzt.

Wenn sie wach ist, ist der Tag ausgefüllt mit Schule, Freundschaften pflegen und Sport: Fußball, Handball und Badminton. Nebenbei hat die Gymnasiastin auch noch Luft, um Mathe-Nachhilfe zu geben . . .

Wer jetzt aber denkt, sie mache von allem nur ein bisschen, der täuscht sich gewaltig. Für halbe Sachen ist Sophie nicht zu haben. Und das war von Anfang an so. Als sie und ihre Zwillingsschwester Anna im zarten Alter von fünf Jahren von Mutter Ute aus dem Kindergarten abgeholt wurden, hing da eines Tages ein Zettel, der zum Schnuppertraining beim Fußball einlud. Beide Mädchen waren sofort Feuer und Flamme – und es war definitiv kein Strohfeuer. Während Zwillingsschwester Anna aber nach einem Jahr zum Handball wechselte, blieb Sophie beim Fußball. Bis zur D-Jugend spielte sie in der Jungenmannschaft, am Ende mit einer Sondergenehmigung.

Dann kam der Tag, an dem sie ins Mädchenteam wechseln musste. „Das war am Anfang echt schwer für mich“, erinnert sich Sophie. „Die Mädchen spielten so ganz anders, als ich es gewohnt war.“ Es dauerte einige Zeit, bis sie sich damit anfreunden konnte.

Zum Handball kam Sophie, weil sie einmal Zwillingsschwester Anna zum Training begleitete. „Da habe ich einfach mal mitgespielt, und das hat mir gefallen“, so die 16-Jährige. Also stieg sie auch noch ins Handballtraining ein. Schnell kristallisierte sich ihr Talent als Torhüterin heraus. „Ins Tor wollen die meisten nicht“, berichtet die vielseitig Begabte. Sophie jedoch machte es von Beginn an gern – und natürlich richtig gut.

Und wie war das mit Badminton? Sie lächelt verlegen. Eigentlich, erzählt sie, wollte sie ja zum Tennis. Doch dann kam es anders: Durch ihre jüngere Schwester Eva landete das Multitalent beim Badminton. Seit gut vier Jahren ist sie für No Limit Nottuln im Einsatz. Mit ihren zwei Mitspielerinnen wurde sie in der vergangenen Saison sogar Meister.

Soweit so gut. Aber wie bekommt man das alles zeitlich unter einen Hut? „Och, das geht ganz prima“, lacht die sportliche Nottulnerin. „Die Trainingseinheiten sind zum Glück nie zeitgleich.“ Das gilt auch für die Ligaspiele am Wochenende. „Und“, fügt Mutter Ute Ahlers hinzu, „Sophie ist sehr gut durchstrukturiert.“ Zu Auswärtsspielen ist Ute Ahlers regelmäßig als Fahrerin im Einsatz. Ehemann Marcus muss aber auch ran, denn schließlich sind alle drei Töchter sportlich unterwegs.

Indes: Manchmal sei es schon etwas anstrengend, gibt die junge Sportlerin zu. Freitags zum Beispiel. Am Nachmittag geht sie zuerst zum Badmintontraining und anschließend zum Handball. Sechs Stunden verbringt sie an diesem Tag in der Turnhalle. „Da habe ich abends manchmal echt einen richtigen Hallenkoller“, lacht sie. Und wenn sie doch mal etwas müde wird, am Samstagnachmittag beim Badminton-Ligaspiel zum Beispiel, dann gibt sie einfach Gas und dreht besonders auf. „Dann mach ich zack, zack...“ Sophies Augen glänzen schelmisch. Zack, zack heißt: Punkt, Satz und Sieg! Und danach geht es schnell nach Hause. Ein paar Stunden schlafen . . .

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