Faustball: 2. Bundesliga
SG Coesfeld/Nottuln ist auf Schützenhilfe angewiesen

Nottuln -

Beim Abschluss-Spieltag in Wolfsburg enttäuschten die Faustballer der SG Coesfeld/Nottuln. Nach weiteren zwei Niederlagen ist noch nicht sicher, ob das Team auch in der kommenden Saison zu Zweitliga-Spielen in der Halle antreten wird.

Dienstag, 06.02.2018, 15:02 Uhr

Da Hauptangreifer Hendrik Langer fehlte, bildeten Jonas Menzel (Bild) und Oliver Schmitz die Angriffsreihe der SG.
Da Hauptangreifer Hendrik Langer fehlte, bildeten Jonas Menzel (Bild) und Oliver Schmitz die Angriffsreihe der SG. Foto: Johannes Oetz

Mit zwei klaren Niederlagen beim Auswärtsspieltag in Wolfsburg beendeten die Zweitliga-Faustballer der SG Coesfeld/Nottuln eine durchwachsene Hallensaison. Nach dem starken Saisonauftakt mit vier Siegen aus den ersten fünf Spielen war die SG in den folgenden elf Partien nur noch zweimal erfolgreich.

Ob die 12:20 Punkte, die das Team damit im Saisonverlauf sammelte, zum Klassenerhalt reichen werden, ist noch ungewiss. „Wir gehen eigentlich fest davon aus, dass wir unseren Fans auch in der nächsten Hallensaison wieder Bundesliga-Faustball präsentieren können”, zeigte sich Spielertrainer Thomas Langer optimistisch.

Allerdings sind die heimischen Faustballer dabei auf Schützenhilfe angewiesen. Denn aufgrund einer komplizierten Auf- und Abstiegsarithmetik könnte die SG als Drittletzter noch zusätzlich absteigen, wenn sich bei den Aufstiegsspielen zur 1. Liga kein Team aus der 2. Liga Nord durchsetzt. „Das ist recht unwahrscheinlich. Trotzdem wäre es uns natürlich lieber gewesen, wenn wir uns das wochenlange Warten und Zittern hätten ersparen können”, erklärte Langer.

Dass die SG weiterhin bangen muss, verdankt sie auch einer äußerst mäßigen Leistung beim Abschluss-Spieltag in Wolfsburg. Mit einem Sieg gegen den als Absteiger bereits feststehenden MTV Hammah hätte das Team im Abstiegskampf alles klarmachen können – doch die SG kam nie richtig ins Spiel und verlor letztendlich chancenlos 0:3 (7:11, 8:11, 7:11). Dabei wurde insbesondere der etatmäßige Hauptangreifer Hendrik Langer schmerzlich vermisst. Der neuformierten Angriffsreihe mit Jonas Menzel und Oliver Schmitz unterliefen deutlich zu viele Eigenfehler. Gerade in den entscheidenden Phasen der Sätze fehlte den Angriffen die Durchschlagskraft.

Letztendlich waren die Abstimmungsprobleme im stark veränderten SG-Team einfach zu groß, um dem eingespielten Zweitliga-Konkurrenten Paroli bieten zu können.

Noch deutlicher wurden die Probleme im zweiten Spiel gegen das Top-Team aus Vorsfelde. Bis zum Stand von 2:11 im ersten- und 0:10 im zweiten Satz ließ sich die SG geradezu abschießen. Danach stimmte zumindest wieder der kämpferische Einsatz (2:11, 4:11, 5:11).

Dennoch war die Mannschaft von der Leistung und dem Selbstvertrauen der Hinrunde, in der sie gegen beide Gegner gewonnen hatte, meilenweit entfernt. So heißt es für die SG nun den Ausgang der Erstliga-Aufstiegsspiele in drei Wochen abzuwarten. Erst dann wird klar sein, ob die Zweitliga-Faustballer aus Coesfeld und Nottuln noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen sind.

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