Handball: Kreisliga Euregio Münsterland
GW Nottuln steigert sich in der Schlussphase

Nottuln -

Grün-Weiß Nottuln hält in der Kreisliga Euregio Münsterland weiter Kontakt zur Spitze.

Dienstag, 30.01.2018, 06:01 Uhr

War kaum zu stoppen: Linnert Determann (l.).
War kaum zu stoppen: Linnert Determann (l.). Foto: Marco Steinbrenner

Durch den 24:20 (12:11)-Heimerfolg über die Zweitvertretung des SV Vorwärts Gronau bleiben die Nottulner mit einem Punkt Rückstand auf Spitzenreiter SC Hörstel hinter dem TV Jahn Rheine und TuS Recke auf Rang vier in Schlagdistanz. Alle drei Verfolger weisen sechs Verlustpunkte auf, allerdings steht das Nachholspiel der Grün-Weißen gegen Recke noch aus.

Vorwärts Gronau 2 reiste zwar nur mit drei Auswechselspielern an, doch mit großer Moral. Im Angriff abwartend, beinahe einlullend, schonte der Gast seine Kräfte und düpierte die schläfrige GWN-Deckung ein ums andere Mal. Offensichtlich hatten die Schützlinge von GWN-Trainer Stefan Göcke den Tabellenachten unterschätzt.

Zunächst legten die Einheimischen los wie die Feuerwehr. Nach Glanzparaden des gut aufgelegten Dennis Krieger brachte der wieselflinke Linnert Determann seine Farben mit 2:0 in Führung. Die Grenzstädter um Spielmacher Jan Stienemann schlugen allerdings zurück und hielten die Begegnung offen. Dabei profitierten sie auch von den zahlreichen Fehlversuchen der Nottulner, die zwar hohes Tempo gingen, letztlich aber viel zu viele falsche Wurfentscheidungen trafen. In der Deckung wurde zudem nicht eingerückt, sodass sich immer wieder Lücken für die Vorwärts-Akteure auftaten. Mit einem knappen 12:11-Vorsprung für die GWN-Handballer ging es in die Kabinen.

Dort meldete Stefan Göcke reichlich Redebedarf an. Seine Worte verhallten allerdings ungehört. Parallelen zum Spiel der deutschen Handball-Nationalmannschaft gegen Spanien bei der Europameisterschaft taten sich auf, als die Gäste in Unterzahl gleich zweimal von Fehlabgaben der Grün-Weißen profitierten. Überhaupt war das Überzahlspiel der Gastgeber eine Katastrophe: Statt mit geeigneten Konzepten den freien Mann zu suchen, packten die Nottulner die Brechstange aus. So gerieten die Grün-Weißen sogar ins Hintertreffen, ehe sich die Mannschaft wieder auf ihre Tugenden besann. Der gehaltene Siebenmeter durch Sven Amann war das Signal für einen furiosen Endspurt, der am Ende einen doch noch deutlichen Erfolg brachte. Gronaus Spielmacher Stienemann musste dem GWN-Sturmlauf dabei ab der 42. Minute nach seiner Roten Karte tatenlos zusehen – sicherlich kein Nachteil für den letztjährigen Kreisliga-Meister.

„Ich glaube, ich bin im falschen Film,“ machte Stefan Göcke nach dem Abpfiff seinem Ärger Luft. „Meine Mannschaft hat über weite Strecken körperlos agiert“, tadelte er. 20 Fahrkarten und zehn Ballverluste hatten ihn auf die Palme gebracht. Zum schwachen Überzahlspiel seines Teams meinte er abschließend trocken: „Handball ist einfach, doch es geht nur gemeinsam.“

Tore: Jörg Ruhnke (7/1), Linnert Determann (5), Yannis Frye (3/2), David Holzgreve (2), Maximilian Halm (2/1), Carsten Weitkamp (2), Marco Krebs (1), Florian Poppe (1) und Dario Wottke (1).

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