Basketball: Regionalliga
Baskets fiebern dem Showdown in Grevenbroich entgegen

Münster -

Am Samstag entscheidet sich (wahrscheinlich) die laufende Spielzeit in der Basketball-Regionalliga: Spitzenreiter Grevenbroich empfängt Verfolger Münster. Eine Kräftemessen auf höchstem Niveau.

Montag, 12.02.2018, 16:02 Uhr

Bryce Leavitt ist Denker und Lenker bei den WWU Baskets Münster. 
Bryce Leavitt ist Denker und Lenker bei den WWU Baskets Münster.  Foto: fotoideen.com

Crunchtime in der Basketball-Regionalliga: Am Samstag (19 Uhr) fällt in der Großsporthalle Gustorf in Grevenbroich zumindest die Vorentscheidung in der Titel- und Aufstiegsfrage. Ligaprimus BSG Grevenbroich empfängt den einzigen verbliebenen Verfolger, die WWU Baskets aus Münster.

►  Ausgangslage

Die Elefanten sind die Leittiere, die die Liga anführen: 18 Siege aus 19 Spielen, das ist Spitze, aber nicht einsam, weil ihnen die Baskets aus Münster mit einer 17:2-Bilanz direkt im Nacken sitzen. Für den Samstag gibt es drei Szenarien: Grevenbroich gewinnt höher, als es Münster beim 92:87 im Hinspiel gelang, dann ist das Team aus dem Rheinland zwei Spiele und den direkten Vergleich voraus – drei Niederlagen in den letzten vier Spielen wird Grevenbroich nicht kassieren, der Sekt darf kalt gestellt werden. Gewinnt Grevenbroich das Spiel, aber nicht den direkten Vergleich, ändert sich wenig bis nichts. Dann reichen den Elefanten drei weitere Siege zu Titel und Aufstieg. Gewinnen die Baskets, egal in welcher Höhe, dann ziehen sie an den dann punktgleichen Grevenbroichern vorbei. Ohne Patzer im Endspurt wird der ProB-Traum in Münster endlich wahr.

►  Der Saisonverlauf

Immer Kopf-an-Kopf und mit wechselnder Führung gestalteten beide Teams die Liga dominant. Münster kassierte den ersten Rückschlag sehr unglücklich, als das Team am 21. Oktober bei den Hertener Löwen durch Verletzungen auf Aufbauspieler Brandon McGill und auch auf Nico Funk verzichten musste, ein wenig aus dem Rhythmus geriet und mit 79:83 als Verlierer vom Platz ging. Niederlage Nummer zwei ereilte Münster ausgerechnet wieder im Derby gegen die Ballers Ibbenbüren, die 90:81 in Münster triumphierten – und in der Rückrunde wie schon im Vorjahr alle Spiele gewinnen, nur nicht das gegen Münsters Aufstiegskonkurrent. Grevenbroich siegte in Ibbenbüren mit 82:80 – und verlor nur gegen Münster.

►  Die bisherigen Vergleiche

Zwei Mal trafen beide Teams im Lauf der Saison bereits aufeinander. Das Ligaergebnis aus Münster ist bekannt, im Pokal hielten die Baskets den Gegner dann auch in dessen Halle auf Distanz: In Grevenbroich zog Münster durch einen 78:70-Erfolg ins Viertelfinale ein.

►  Die Schlüsselspieler

Nach dem Ausfall von Brandon McGill verpflichteten die Baskets Bryce Leavitt. Der US-Amerikaner ist Ballverteiler und Cheforganisator im Baskets-Spiel, das dann aber sehr vielseitig besetzt ist. Jan König und Stefan Wess können Partien im Alleingang entscheiden. Am stärksten ist das Team jedoch, wenn das Kollektiv funktioniert. In Grevenbroich führt ein alter Bekannter gekonnt Regie: Gerrell Martin, in Münster zum Spitzenspieler gereift, zählt zu den Top-Spielern der Liga und belegt Rang zwei ligaweit mit 22,8 Punkten im Schnitt. Münster kann mit Leavitt dagegenhalten, der mit 9,8 Assists diese Wertung sogar anführt.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5517810?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F62183%2F
Ein Fest, so bunt wie Münster
Rundgang über „Münster mittendrin“: Ein Fest, so bunt wie Münster
Nachrichten-Ticker